Im Test: Coqon – smartes Wohnen aus Bremen

coqon_logoVon Smart Home-Produkten liest man bei uns ja des Öfteren. Der Großteil der Bevölkerung ist von dem vernetzten Heim allerdings immer noch ein wenig abgeschreckt. Auch ich gehörte bis vor Kurzem noch zu denjenigen, denen so eine Einrichtung und die dauerhafte Konnektivität meines Heims ein Gräuel waren. Nicht weil ich Aluhut-Träger wäre und alles fortschrittliche Gedöns verteufle, sondern vielmehr weil ich schlichtweg zu faul war, mich mit dem Thema großartig beschäftigen zu müssen. Doch ich sollte mich eines besseren belehren lassen, denn ein Bremer Unternehmen ließ uns ein Paket mit ein paar seiner eigenen Smart Home-Lösungen zukommen, die mich dann schlussendlich doch interessierten.

Wie bereits erwähnt, bin ich der klassische Neuling im Bereich des smarten Zuhauses. Wir sind im Netz, alle WLAN-fähigen Geräte sind dementsprechend miteinander verbunden, DLAN sichert mir störungsfreies Daddeln im Wohnzimmer ob der dort nämlich fehlenden Netzwerkanschlüsse und auch so sind wir generell keineswegs der Technik abgeneigt. Allerdings gab es für uns/mich bisher keinen schlüssigen Grund, smarte Geräte im Haus zu installieren, die mir das Leben möglicherweise ein wenig einfacher machen würden. Ein mir sehr wichtiger Aspekt im Heim ist vor allem die Sicherheit. Soll heißen, dass ich mir in Sachen Alarmbereitschaft des Hauses durchaus Gedanken gemacht habe und nicht alles der bereits beim Hauskauf vorinstallierten Alarmanlage überlassen wollte.

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Video-Link: https://youtu.be/Y0tvZSw_g7I

Als Caschy mich dann informierte, dass ein Bremer Unternehmen namens neusta next (neusta next ist Tochterunternehmen von team neusta) ein Paket auf den Weg gebracht hat, welches neben der Basisstation einen Zwischenstecker, ein Heizkörperthermostat und einen Fenster/-Türkontakt beinhaltete, konnte ich nicht „Nein“ sagen, denn nun war es an der Zeit, endlich den Schritt zu wagen und das Heim ein wenig mehr und vor allem der Sicherheit beitragend zu vernetzen.

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COQON, so heißt die Serie der angebotenen Smart Home-Gerätschaften, die das Unternehmen über seinen Shop vertreibt und angeblich auch offen ist, mit Geräten anderer Hersteller zusammen zu arbeiten. Im gelieferten Paket fand ich dann die Basisstation „COQON qbox Basic“ und eben die oben genannten drei Erweiterungen. Da wir aktuell Sommer haben und unsere daheim befindliche Heizanlage auf „Warmwasser only“ eingestellt haben, kann ich leider die hundertprozentige Funktion des Thermostats nicht austesten. Es sei mir hier dennoch verziehen, dass ich nicht bis Winter verharren wollte, bis ich endlich mal ein paar Zeilen zum Gerät verbloggen kann 😉

Das Equipment von Coqon lässt sich in sieben Kategorien einordnen, die miteinander kombiniert hervorragende Szenarien schaffen. Es gibt QCam, QHeat, QSense, QLight, QSecure, QWeather und QMedia – die Namen verdeutlichen schon, welche Aspekte die einzelnen Kategorien abdecken sollen.

Die einzelnen Geräte sind schlicht in dünnem Karton verpackt und beinhalten neben dem entsprechenden Produkt alle notwendigen Kabel, Montageschrauben, etc und dazugehörige Papiere wie der Installationsanleitung. Und damit kommen wir schon zum ersten größeren Thema:

Die Installation

Als technisch versiertem Persönchen leuchtete es mir bereits vorm Öffnen des Kartons ein, dass derartige Produkte via Basisstation miteinander kommunizieren, diese also als Installationsmittelpunkt agieren wird und ich später alles Nötige über eine zugehörige App steuern und einstellen kann. Ich hoffte, mit meiner Theorie richtig zu liegen und tat etwas mir sonst sehr untypisches: Ich las die Bedienungsanleitung! Und siehe da, richtig vermutet – die Basis muss eingerichtet werden.

Coqon_App_2

Diese wird lediglich mit dem Stromnetz verkabelt und kann dann mit der bis dahin bereits auf dem Smartphone (Android und iOS) installierten App / alternativ mit der Desktop-App angesteuert werden, um sie zur Installation vorzubereiten. Dazu wird erst das heimische WLAN und im Anschluss die entsprechende qbox ausgewählt. Nach einem kurzem Moment startet diese noch ein zusätzliches Update, startet sich neu und ist danach direkt einsatzbereit.

Die Box selbst eignet sich für die horizontale-, aber auch für die Wandmontage. Eine hellgrüne LED im Logo der Box visualisiert die Betriebsbereitschaft, das allerdings recht grell und wer sich die qbox auf dem Telefontischchen im Flur platzieren möchte, dem sei versichert, dass er keinerlei weitere Nachtbeleuchtung für den mitternächtlichen Toilettengang benötigen wird. Ist Geschmacksache, stört mich allerdings schon ein wenig.

Nichtsdestotrotz ist die Box schlicht aber schick. Als Rechenknecht werkelt hier ein ARM Cortex-A9 Dual Core. Funken kann die schmale Box natürlich auch und zwar via Z-Wave, Q-Wave (eine Eigenentwicklung des Unternehmens) und – wie bereits angesprochen – WLAN. Auch beim Thema Datenschutz lässt man sich hier nicht lumpen. Das Unternehmen verspricht, dass der Nutzer über die App auf seine qbox nach Bankenstandard abgesichert und mit 256-Bit verschlüsselt zugreifen kann. Das Ganze erfolgt über UMTS auf eine M2M-Schnittstelle. So soll auch das Argument ausgehebelt werden, dass der Verbraucher sein Heim einfach ungesichert einem Cloudservice überlässt, auf den er aus der Ferne zugreifen kann.

Coqon_qbox

Heizkörperthermostat

Wie bereits erwähnt befinden wir uns zum Zeitpunkt des Tests mitten im Sommer. Der mag zwar dieses Jahr nicht sonderlich voll von heißen Sonnentagen sein, allerdings habe ich wie jedes Jahr unsere Heizanlage so umgestellt, dass sie nur noch Warmwasser bereitstellt, nicht aber unsere Heizkörper befeuert. Ergo wäre die Installation eines anfunkbaren Heizkörperthermostats recht unsinnig, wäre da nicht auch der schiere Wille des Tests. Mir ist es wichtig, dass das Gerät tut, was es soll. Nicht, ob die Mechanik meiner Heizung dann auch schlussendlich darauf reagieren mag, denn das Ventil des Heizkörpers kann durchaus auch mal klemmen.

Coqon_Thermostat_2

Im Lieferumfang befinden sich neben dem Thermostat noch die für das Gerät benötigten Batterien, sowie ein zusätzlicher Adapter, falls der Standardanschluss des Thermostats nicht an den Heizkörper passen sollte. Bei mir war der Standard ausreichend. Das Gerät ersetzt das übliche Thermostat und ist sehr schlicht gehalten. Der Batterieschacht zeigt der Optik halber nach unten und ein Display in der Front zeigt die Temperatur, etc an. Alles recht überschaubar, aber eben funktional.

Was mir allerdings wirklich gut gefallen hat, war die Installation und anschließende Einrichtung. Dem Gerät liegt ein weiterer Adapter für die Anbringung am Gewinde des Thermostats-Anschlusses bei, je nachdem welchen Anschluss man an seiner Heizung vorfindet. Bei mir war es das freie Gewinde und so konnte ich ohne Adapter fortfahren und alles befestigen. Eine Mechanik im Inneren sorgt dafür, dass beim Justieren der Temperatur via App der kleine Stift des Ventils an der Heizung vor oder zurück geschoben wird und so die gewünschte Temperatur einstellt.

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Die Einrichtung des Ganzen im Anschluss könnte einfacher nicht sein. Man startet die App, wählt die entsprechende Option zum Einrichten eines neuen Gerätes aus und anschließend, dass man den Gerätecode (ein QR-Code) einlesen möchte. Dies startet eine Kamera, mit Hilfe derer man den Code einliest und somit alle notwendigen Geräteinformationen in die App überträgt. Zur Bestätigung wird am Thermostat noch ein Taster betätigt und schon ist das Gerät mit meiner qbox verbunden.

In der App kann ich nun von überall auf diesem Planeten jenes Thermostat ansteuern und dessen Temperatureinstellung regeln. Anhand eines leisen „Surrens“ war zu hören, dass die Mechanik für das Heizungsventil tatsächlich reagiert und dieses einstellt. Zum Hören musste ich allerdings wirklich dicht mit dem Ohr ans Thermostat – keine Angst also, dass später wirklich irgendwas davon zu hören sein wird. Bisheriger Eindruck – positiv (vor allem die Einrichtung), aber ein abschließendes Statement kann ich erst zu kälteren Jahreszeiten abgeben.

Zwischenstecker Ein/Aus Q-Wave

Der Zwischenstecker arbeitet mit der COQON-Eigenentwicklung „Q-Wave“ als Funkverbindung, welche im 868 Mhz-Frequenzbereich funkt. Der mitgelieferte Stecker hat als einzige Funktion eine Ein-/Aus-Option, sprich: kann auf Wunsch Strom zum angeschlossenen Gerät fließen lassen oder eben nicht. Vielleicht nicht unbedingt eindrucksvoll, für mich aber eine Gelegenheit zu testen, ob tatsächlich verschiedene Produkte der Serie wirklich so gut zusammenarbeiten. Meine Idee: Der Kontakt an der Terrassentür (da kommen wir gleich zu) gibt ein Signal, dass diese geöffnet wurde, informiert mich auf dem Smartphone und schaltet aber parallel über den Zwischenstecker im Wohnzimmer eine grelle Lampe an, damit der ungebetene Besucher sich nicht durch ein dunkles Zimmer quälen muss. Hilfsbereit, oder?

Coqon_Zwischenstecker

Die Installation beschränkt sich auf das Einstecken des Steckers in eine freie Steckdose, was zu erwarten war. Und auch die Einrichtung ist wieder gewohnt simpel: App starten, Produktcode scannen, Knopf am Gerät drücken zur Bestätigung – fertig! Ich liebe es 😉 Nun muss nur noch die entsprechende Lampe verbunden werden (insofern ein separater On-/Off-Schalter angebracht ist, sollte dieser selbstverständlich auf „On“ stehen) und schon kann ich via App entscheiden, ob die Lampe an- oder ausgehen soll. Die Reaktionszeit zwischen Fingertipp auf „On“ und dem wirklichen Einschalten der Lampe variiert je nach Verbindungsqualität des Smartphones, jedoch bei mir bisher nicht länger als 1-2 Sekunden, was ich dann durchaus verkraften kann. Im WLAN geht das natürlich deutlich flotter.

Fenster-/Türkontakt Q-Wave

Auch der Fenster-/Türkontakt arbeitet mit Q-Wave als Funkstandard. Hier reagiert das Gerät auf das Vorhandensein (oder eben Nicht-Vorhandensein) eines kleinen Magneten, der maximal 5 Millimeter vom Gerät entfernt angebracht werden darf. Der Kontakt selbst wird mit einer mitgelieferten  CR-2032 Batterie betrieben. Im Übrigen kann hier, wie auch beim Thermostat, der Batteriestand innerhalb der App abgefragt werden, damit man rechtzeitig neue Batterien besorgen kann und der Saft nicht mitten im Urlaub ausgeht, während man sich auf vermeintliche Sicherheitslösungen daheim verlässt.

Coqon_Tuer_Fensterkontakt

Hier musste ich auch das erste Mal mechanisch an unserer Einrichtung einwirken, denn der Kontakt ließe sich sicherlich klebend anbringen, da wir aber über eine Holztür verfügen und der Kontakt dort wie erwähnt den Verschlusszustand kontrollieren und melden soll, war ich gezwungen, die mitgelieferten Schrauben zu verwenden. Kleben hätte hier nicht lange Erfolg gehabt. Der kleine Plastikwinkel mit dem integrierten Magneten kann indes problemfrei mit dem rückseitig angebrachten Klebestreifen montiert werden. Am Kontakt ist eine kleine Fläche markiert, die man direkt gegenüber dem Magneten anbringen muss und dabei nicht vergessen darf, dass ein Abstand 5 Millimetern nicht überschritten werden sollte.

Ist alles angebracht, geht es an die Verbindung zur App. Auch hier wird der Scanner benutzt, zur Bestätigung drückt man hier jedoch keinen Knopf, sondern öffnet einmal kurz die Tür / das Fenster und schließt diese / dieses wieder. Eine am Kontakt angebrachte LED signalisiert mit Rot, dass der Kontakt nicht geschlossen wurde, Grün, wenn die Tür wieder zu ist. Innerhalb der App wird mir nur der Verschlusszustand dargestellt, was mich zuerst irritierte, da ich davon ausging, dass man hier bereits einen Alarm oder Ähnliches bekommt, sobald jemand die Tür öffnet. Wie dämlich diese Annahme dann schlussendlich war, schoss mir dann noch rechtzeitig in den Kopf, wenn man bedenkt, wie oft gerade im Sommer und mit Frau und Kind eine Terrassentür zum Garten geöffnet wird… Nicht auszudenken, wenn es dabei jedesmal eine Warnmeldung gegeben hätte.

Die App

Kommen wir zur App von Coqon. Diese existiert für die mobilen Betriebssysteme iOS und Android, sowie als Desktop-App. Ich habe mich dazu entschieden, bei den mobilen Varianten zu bleiben. Die App ist ausgesprochen übersichtlich und selbst ich als Laie habe mich schnell zurecht gefunden. Bereits bei der Einrichtung ist mir ja bereits aufgefallen, dass anscheinend viel Mühe eingeflossen ist, auch wirklich Jedermann begreifbar zu machen, wie man das System aufsetzt und miteinander kombiniert.

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Die Oberfläche erinnert an viele der anderen bekannten Apps von Smart Home-Systemen. Die von Coqon ist Mehrbenutzer-tauglich und kann jedem User separate Geräte und Regeln zuweisen, je nachdem, wer sich gerade anmeldet. Was mir sofort aufgefallen ist, dass sie ausgesprochen schnell reagiert und lädt. Dass das auch anders geht, hat Devolo beispielsweise mit seiner gewrappten App gut bewiesen. Bei Coqon kann ich durch alle Geräte einzeln durchscrollen oder sie in einer Liste anzeigen lassen.

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Um mein vorher überlegtes Szenario mit der geöffneten Terrassentür und der daraufhin aktivierten Lampe umzusetzen, gehe ich in den Menüpunkt „Automatisierung“ > „Programme“. Hier werden alle bereits erstellten Programme gelistet und es lassen sich logischerweise neue hinzufügen. Also habe ich nach dem oben ersichtlichen Schema einen Automatismus erstellt. Wie man erkennen kann, lassen sich Szenarien nach dem WENN, DANN- und WENN, UND, DANN-Prinzip generieren. Benachrichtigungen lassen sich als E-Mail oder auch als Push-Nachricht versenden. Die E-Mails konnte ich binnen weniger Sekunden nach Auslösung des Programms erhalten, die Push-Benachrichtigungen funktionierten bei mir lediglich unter iOS. Android verweigerte mir diese – auch das Nexus 5 daheim konnte keine Mitteilungen davon empfangen. Somit war ein Benachrichtigungsfehler, den man der Huawei-Software des P9 unterschieben kann, ausgeschlossen.

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Der Preis

Kommen wir zur finanziellen Frage. Wenn man sich mit Smart Home auseinandersetzt, dann kommt zwangsläufig auch die Frage auf, was mich das Produkt für meinen Nutzen später denn so kosten wird. Hier reicht ein Blick in den Online-Shop von Coqon, um zu erkennen: Ganz billig wird das hier nicht. Allein die Basisstation liegt bei knapp 400 €. Dann hat man allerdings noch keine Zusatzprodukte im Warenkorb. Mit dem Fenster-/Türkontakt kommen noch einmal 53,49 € hinzu, der Zwischenstecker in der hier getesteten Version schlägt noch einmal mit 64,49 € zu Buche. Leider konnte ich keinen Preis zum Heizkörperthermostat finden, da im Shop nur noch eine neuere Version für 65,99 €gelistet wird. So kommt man für die recht schmal gehaltene Lösung schnell auf 518 – 584 €. Nicht gerade die günstigste Alternative. Andere Hersteller warten bei den Summen schon mit deutlich mehr Produkten auf.

Als abschließendes Fazit möchte ich sagen, dass mir die Produkte der Coqon-Serie ausgesprochen gut gefallen. Die App rundet das wirklich erstaunlich simple Konzept der Einrichtung sauber ab und gern würde ich mir mal eine vorinstallierte Lösung anschauen, wo IP-Kameras, Beleuchtungssysteme und so weiter in Kombination auf unterschiedliche Szenarien reagieren, gern auch in Kombination mit Geräten anderer Anbieter – soll ja schließlich alles möglich sein 😉 Das Video vom Beginn gibt zumindest einen recht guten Eindruck davon.

Allerdings muss ich gestehen, dass ich beim Blick in den Shop und die gelisteten Preise der Produkte schon ein wenig ins Schlucken kam. Ob die Geräte und die verwendete Hardware solche Summen dann wirklich rechtfertigen, darüber möchte ich mich nicht auslassen, denn das kann sicher nur ein Fachmann richtig beurteilen. Ich habe mich letzten Endes sehr gut mit den Geräten anfreunden können und überlege, vielleicht Richtung Weihnachten *auffälliges Zwinkern in Richtung Ehefrau* doch noch ein wenig nachzurüsten. Das Portfolio des Shops ist zumindest schon recht groß aufgestellt.

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Benjamin Mamerow

Blogger, stolzer Ehemann und passionierter Dad aus dem Geestland. Quasi-Nachbar vom Caschy (ob er mag oder nicht ;D ), mit iOS und Android gleichermaßen glücklich und außerdem zu finden auf Twitter und Google+. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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22 Kommentare

  1. Das Heizkörperthermostat sieht aus wie das von devolo

  2. Viele, die vom Einsatz solcher Systeme immer noch abgeschreckt sind, sind das sicherlich auch deshalb, weil diese ganzen Dinge einfach noch viel zu teuer sind, als dass sie für die Masse interessant wären.

  3. Das beste System auf dem Markt! Smart Home finde ich aber dennoch shit.

  4. Das Zeug ist ja teuer als das von devolo

  5. Hätte gerne ein „smartes Home“, allerdings nicht zu solchen Preisen.

  6. Was passiert eigentlich bei Stromausfall ?

  7. Im Moment ist es halt nix als ne Spielerei, viel zu teuer bis man sowas idealerweise eingespart hat, sind die Dinger doch leider schon x-mal kaputt gegangen.

  8. coqon? coq on? hüstel… us-markt hüstel

  9. Das unsinnigste Argument bei solchen Preisen finde ich immer die angebliche Ersparnis bei den Heizkosten. Wenn man in einem Einfamilienhaus mit zwei Kinderzimmern, Wohnzimmer, Küche, Schlafzimmer, zwei Bädern/Gäste-WC, Flur/en evtl Gästezimmer oder Büro ausgeht, muss sich das erst mal amortisieren. Und voll automatisiert müsste nebst den Thermostaten an jedem Heizkörper im Zimmer noch ein Kontakt an jedes Fenster. Wir haben zum Beispiel fünf Fenster + Terrassentüre in unserem Wohnraum (offene Küche, Essbereich, Wohnzimmer) bei zwei Heizkörpern. Im Schlafzimmer haben wir vier (fragt mich bitte nicht, was sich unser Vermieter beim Ausbau damals gedacht hat) schmale Fenster. In Büro und Kinderzimmer jeweils zwei. Dafür zwar im Rest der Zimmer keine Fenster mehr, aber in Küche, Bad und Gäste-WC dafür automatische Abluft. Die müsste im Optimalfall ja zumindest mit den Thermostaten gekoppelt werden können.
    Kann man natürlich mit einer fertigen Lösung Raum für Raum machen, bei den Preisen. Mich packt da aber eher die Neugierde und das Interesse, lieber dann mal Zeit in Recherche in was freies per Eigenbau zu realisieren. Von irgend einer Cloud will ich zudem auch nicht abhängig sein. Das kann ich nicht kontrollieren und möchte es daher nicht aus der Hand geben.

    Und mal ehrlich: Ich würde mir so was nicht anschaffen, weil ich damit angeblich irgendwo Heizkosten sparen könnte. Das kann man auch mit Solar/Photovoltaik. Kostet zwar mehr, macht aber dafür langfristig quasi unabhängig von den Energiepreisen.

  10. Mich interessiert noch, ob das System mit Home-Kit Unterstützung aufwarten kann, oder ob man zwangsweise auf die Hersteller-App angewiesen ist. Home-Kit ist für mich so etwas wie ein Killer-Feature.

    Das ist der große Vorteil der Elgato-Geräte.

  11. Der Preis ist bestimmt für den Umfang oder Qualität gerechtfertigt, aber ich setze seit 2 Jahren etwa auf Max EQ. Die Thermostate und Fensterkontakte sind sehr viel günstiger und es funktioniert bei mir einwandfrei! Ich glaube, es gibt keine Möglichkeit, intelligente Szenarien einzustellen (schicke mir eine Mail bei Szenario xy) aber dir Heizungssteuerung via app klappt super. Allerdings muss man auch sagen, dass die App nicht so schick und intuitiv ist…

  12. Ich nutze das Homematic System. Ein Fenstersensor kostet keine 20€ als Bausatz allerdings (geht aber schnell und einfach). Da wird ein Smarthome bezahlbar.

  13. Ich nutze nun seit einger Zeit homee – und das ist wirklich nach allen Seiten (Funkstandards) offen und so kann man sich die besten, oder auch günstigsten Sensoren und Aktoren aussuchen – funktioniert dann auch alles sehr intuitiv über eine App oder Web-Client und hat außerdem nen prima Service aus dem Stuttgarter Raum 🙂 Viele Grüße Oli

  14. @Icancompute: sehe ich auch so, du sparst mit solchen System nichts an Energie, im Gegenteil, hast sogar eher noch Mehrkosten für die Anschaffung und z.b. Batterien der Geräte, Strom für die Zentrale.
    Das einzige, was du gewinnst, ist ein mehr an Komfort oder anders gesagt, der Faulheitsfaktor steigt gewaltig an, wenn man nicht mehr vom Sofa aufstehen muss um die Heizung hochzudrehen, weil einem mangels Bewegung kalt wird.

    Zudem System selber, nette Idee, aber viel zu teuer. Wenn ich mal die 7 Heizkörper in 6 Räumen mit 10 Fenstern aufrüsten will, bin ich schnell im 4-stelligen Bereich.

  15. Ein Raspberry Pi mit für unter 40 Euro, FHEM umsonst, ein 868MHz Sender/Empfänger (CUL 868) mit Antenne für 80 Euro, Funkschaltsysteme mit FS20 für jeweils 20-60 Euro z.B. ein Zwischenstecker für 35 Euro, ein Heizkörperthermostat für 45 Euro, ein Tür/Fensterkontakt für 45 Euro, n bischen Softwarebastelei und schwups hat mein ein System für unter 300 Euro, für das man bei anderen Anbietern noch nicht einmal die Basisstation bekommt! Und man hat die Gewissheit, dass man von fast jedem Anbieter die Komponenten einbinden kann, also wer gerne HM anstatt FS20 bevorzugt, bitte sehr, kein Problem mit dem Raspberry. FHEM ist das mit Abstand beste System was es gibt, kein anderes Produkt kann hier mithalten!

  16. „Das kann man auch mit Solar/Photovoltaik. Kostet zwar mehr, ….“

    Auch nicht mehr: 100 Watt Solarmodule kosten nur noch 80 – 90 EUR !!!

    Dazu noch eine Speicherbatterie im Keller und schon kann sich jetzt jeder 30-50% seines Stromes selbst erzeugen, speichern und selbst verbrauchen (= gibt 29 cent pro KW von EEG)

    Wer kräftig Energie spart kann auch locker auf 70-85 % kommen!

  17. @Tom, da kann ich Dir nur zustimmen.

    Setze auch auf FHEM. Setze mittlerweile unterschiedliche Komponenten ein.
    Homematic, weil sie eine Rückmeldung über den Zustand geben. Ob z.B. eine Lampe wirklich an ist und wie sie gedimmt ist. Paraktisch für Außenlampen, die man von innen nicht sehen kann. Oder einen integrierten Strommesser in der schaltbaren Steckdose. Hier ist der Rückkanal von Homematic echt klasse.

    Ich habe mittlerweile aber noch viel mehr Geräte integriert.
    Im Flur oben habe ich z.B. einen Bewegungsmelder (Homematic) im normalen Schalterprogramm integriert (somit sehr unauffällig).
    Wir gucken gerne Filme im Heimkino im Keller. Auch gerne lauter. Wacht unser Sohn (3) jetzt davon auf, dann steht er schonmal oben im Flur. Das bekommen wir aber unten nicht mit. Das Babyphone registriert das auch nicht mehr, weil er dann nicht weint. Bei der Lautstärke und je nach Film wäre es auch nicht verwunderlich, wenn er davon Angst bekommt. Das möchten wir natürlich nicht.
    Erkennt der Melder jetzt eine Bewegung im Flur, dann stoppt die Wiedergabe vom Film (mein Logitech HarmonyHub ist ebenfalls in FHEM integriert) und das Licht dimmt hoch. Wir wissen sofort, dass er oben steht.

    Sind wir nicht im Heimkino sondern gucken abends Instant Video über den TV im Wohnzimmer, dann spielt der Sonos Lautsprecher einen kurzen Ton ab, wenn er im Flur steht. Wissen wir ebenfalls bescheid. Das tut er aber nur, wenn wirklich der Fernseher läuft. All das ist problemlos in FHEM realisierbar. Es gibt Module für alles mögliche.

    Der einzige Nachteil an dem System ist, dass man sich einarbeiten muss. Es ist definitiv kein Out-of-the-box System. Dafür sind die Möglichkeiten aber nahezu unbegrenzt und Preislich halt erheblich günstiger.

    Anderes Beispiel. Wir haben einige günstige Temperatur/Feuchtigkeits-Sensoren im Haus (und außen) verteilt. Dafür brauchte ich zwar einen weiteren USB Funksender (Jeelink) aber die Sensoren kosten nur einen Bruchteil von den Homematic Sensoren.
    Ich habe eine Berechnung laufen, wann man lüften sollte um die Feuchtigkeit im Raum zu senken. Das wird mir dann angezeigt. Für Wohnräume sicherlich nicht nötig. Fürs Heimkino im Keller aber durchaus sehr hilfreich.

    Dargestellt und steuerbar ist das ganze über ein Tablet im Wohnzimmer.

  18. Zum Thema Ersparnis: Das Fraunhofer Institut für Bauphysik hat sich das Heizungsregelsystem von Tado angeschaut, dass die Anwesenheit und das Wetter in die Steuerung einbezieht. Es sollen Einsparunen bis zu 30% möglich sein.
    Das lohnt sich viel mehr als sein Dach oder die Aussenwände zu dämmen, wo man vielleicht auch 30% sparen kann, aber die Ausgaben erst nach Jahren eingespart wurden.

    Hier paar weitere Infors: http://www.tado.com/img/content/press/releases/Fraunhofer_studie_tado.pdf

  19. @Bart,
    da steht bis zu 26% also bitte die Kirche im Dorf lassen. Gibt auch noch einen Lesenswerten Artikel hier:http://www.housecontrollers.de/heizungssteuerung/ein-jahr-mit-der-tado-heizungssteuerung-unsere-erfahrungen/

    Ich kann nur sparen, wenn ich das ganze sinnvoll einsetze, d.h. die Temperatur darf nicht zu tief gesenkt werden, sonst kühlt das Haus/Wohnung zu sehr aus und ich verbrauche mit dem erneuten Aufheizen mehr Energie wie durch das Absenken und der somit möglichen Einsparung.

    In der Mietwohnung sollte man vor solchen Spielereien erstmal den Vertrag unter die Lupe nehmen, was dort zum Thema Heizpflicht/Mindesttemperatur hinterlegt ist, bevor das böse Erwachen kommt.

    Smart Home etc. alles nett und schön, aber wenn, dann richtig und die Systeme müssen gegen Jamming gesichert sein!

  20. @ Ralf:
    Im dem Dokument das ich verlinkt habe steht 24% Ersparnis für die Abwesenheitserkennung und 7% für die Wettererkennung. Tado wirbt mit bis zu 30% … ich gehe mal davon aus das sie sich auf die Werte vom Fraunhofer Institut berufen..
    Das 30% nur im Ausnahmezustand eingespart werden, wenn überhaupt, darüber brauchen wir nicht zu sprechen oder? Falls jemand zuvor immer seine Heizung auf volle pulle laufen lies, dann spart er mehr, als wenn ich z.B. die Heizung beim verlassen immer manuell runtergedreht habe. Mit 10% bin ich schon glücklich, besonders wenn ich dafür nichts aktiv machen muss.
    Auch kommt es starkt auf die Heizung drauf an, ob die schnell oder langsam erwärmt. In deinem Link war es eine langsame Fußbodenheizung und die sparten 14%. 13000kWh kosten in meiner Gegend ca 700€ und davon 14% sind das um die 100€. Ein Tado System bekommt man ab 150€. D.h. nach 1,5 Jahren sollten sie anfangen zu sparen.
    Da ich Tado erst dieses Jahr installiert habe, kann ich keine eigenen (Winter-)Erfahrungen beisteuern. Tado verlangt von keinem sein Haus auf 0 runterzukühlen, was auch nicht passieren sollte während eines normalen Tages und wenn das Haus wenigstens minimal gedämmt ist. Die Absenktemperatur kann man im System hinterlegen, oder die optimale vom System ermitteln lassen. Soll ja angeblich lernen wie schnell sich das Haus aufheizt usw.
    Btw: in der Nacht ist bei uns immer die Heizung aus, egal ob es die Mietwohnung war oder nun das Eigenheim ist und in der Regel ist die Temperatur selten um mehr als 4° gefallen…

  21. Sie nehmen an das sie 14% sparten, denn belegen können Sie es nicht, da Sie das Nachbarhaus als Vergleich herangezogen haben, dort wiederum nur das eine Jahr.
    Ich kenne keine 2 Familien die das gleiche Heizverhalten haben.
    Damit ist das kein verwertbares Ergebnis, zumal sie selber schreiben, das es ein sehr warmes Jahr war. Und wenn der Verbrauch zwischen 11.000 kWh und 13.160 kWh hätte ich an dieser Stelle andere Werte erwartet. Der Gasverbrauch war laut Aussage 23% geringer in diesem Zeitraum, jedoch ist die Periode zu kurz um definitiv zu sagen, wieviel gespart wurde.
    Sehe ich die 13.000 kWh als Maximum und ziehe davon 23% ab komme ich aber auf ganz andere Werte. also passt in dem Artikel grundsätzlich etwas nicht. Mit angeblich gesparten 23% Gas und insgesamt 11390 kWh wären das ohne Ersparnis 14792 kWh, eine Differenz zu den genannten Durchschnittswerten von 1792 kWh, bei einem „warmen“ 2014 ?

    Die Steuerung schein laut Rezensionen auf verschiedenen Plattformen eher schlechter statt besser zu werden. Erschreckend fand ich dabei das im ungünstigsten Fall sogar eine Heizkostensteigerung passieren kann: https://www.amazon.de/gp/customer-reviews/R1KBGOI4O4K32M/ref=cm_cr_arp_d_rvw_ttl?ie=UTF8&ASIN=B00REMJBXY

    Dann doch lieber was solides !

  22. @Ralf:
    Sorry, aber man kann jederzeit in der App nachschauen wie der Verbrauch ist. Nach einem Jahr überrascht dazustehen… Besonders weil 1000€ bei den meisten einen doppelten Verbrauch bedeutet. Es fällt doch auf wenn es deutlich wärmer in der Wohnung wird…

    Was ist denn was solides?

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