IKEA Smart Home: Neue Buttons und einfachere Software im Anmarsch

Das Unternehmen IKEA will hoch hinaus, was den Geschäftsbereich Smart Home betrifft. Mitte 2019 hatte man die IKEA Home smart Business Unit innerhalb des Unternehmens gegründet, die sich dann nur um Smart Home kümmert. IKEA hatte seinerzeit recht klein angefangen, Ladestationen waren anfangs im Angebot, dann smarte Beleuchtungen, Steckdosen, Rollos und nicht zu vergessen: Die Partnerschaft mit Sonos, die die Symfonisk-Lautsprecher hervorbrachte.

IKEA selber versucht die Lösungen auch in alle Märkte zu bringen, doch wir wissen mittlerweile, dass sich einiges verspäten kann – Stichwort Rollos oder Steckdosen in Deutschland. Was noch kommen wird, wurde nun durch IKEA bestätigt. Die smarten Buttons waren schon einmal Thema bei uns, bestätigte uns das Unternehmen ja Ende Oktober, dass der Shortcut Button auch auf den deutschen Markt kommen soll.

Mit dem Button kann man dann später beispielsweise eine Lampe remote einschalten, alternativ lassen sich Szenen regeln, die durch ein Update der IKEA-App sicher noch nützlich werden, ohne dass Anwender auf Dritt-Hilfe durch Google Assistant, HomeKit oder Alexa zurückgreifen muss.

Photo by Becca Farsace / The Verge

Eben jener Button wurde nun dem Medium The Verge gezeigt. Die Tastenkombinationen können jeweils einer bestimmten Szene zugeordnet werden und kosten jeweils etwa 7 Dollar. Die Buttons sollen ab Februar mit einer Auswahl von Piktogrammen ausgeliefert werden, die unter eine durchsichtige Abdeckung gesteckt werden, um die Funktion der einzelnen Tasten zu identifizieren. Ihr könnt natürlich auch eigene Szenen aufmalen und unter die Plastikhülle des Buttons packen.

Die Tasten sind so konzipiert, dass sie auf Tischen liegen oder an Wänden befestigt werden können (per Schraube, Magnet oder Klebestreifen), wo ein einziger Druck eine Szene auslösen kann. Szenen werden in der App für IKEAs Smart Home erstellt. Eine Taste „TV Time“ könnte beispielsweise die Fyrtur-Jalousien absenken, den Symfonisk-Lautsprecher hochdrehen, einen Ventilator einschalten und die Wohnzimmerbeleuchtung dimmen.

Die Tasten sind eine einfache Lösung für Gäste oder eure Kinder. Ich selber habe auch einen smarten Button im Zimmer meines Sohnes, über den er drei Schaltzustände seiner Zimmerbeleuchtung regeln kann. Alles kein Hexenwerk und IKEA hat da mitnichten nun das Rad neu erfunden. Dennoch eine schöne Sache, denn wenn so etwas in der breiten Masse ankommt, dann wird auch dahingehend weiter entwickelt, sprich, im Markt tut sich was. Muss sich nur jeder überlegen, wie er das zukünftig machen will. Viele Schalter und Smart-Home-Geräte können auch viele Möglichkeiten bieten, dass mal etwas nicht geht, vielleicht, weil eine Batterie leer ist.

Es mag Dinge geben, die per Schalter schick zu regeln sind, ich bin da dennoch eher Freund von Sprachbefehlen und Automatisierungen.

Bin gespannt, was IKEA noch aus dem Hut zaubert, man wird nämlich auch neue Software veröffentlichen, die das Einrichten des Smart Home noch einfacher gestalten soll:

Die Demo funktionierte. Das Hinzufügen der Lampe direkt zum Gateway war einfach, intuitiv und schnell. Ikea bat mich, die Schritte nicht zu verraten, da sich die Details vor Beginn des globalen Rollouts im Jahr 2020 ändern könnten. Dennoch wird der neue Onboarding-Prozess schließlich auf alle Home Smart Leuchten, Jalousien, Steckdosen, Sensoren, Dimmer, Schalter und Zubehörteile übergreifen, sofern sie für ein Firmware-Update am Gateway hängen. Ikea wird sich nicht auf genaue Zeitpläne für den neuen Onboarding-Prozess festlegen. Ich kann jedoch sagen, dass Szenen und die Shortcut-Buttons weiter entfernt sind als das neue Onboarding-Verfahren.

Bedeutet also: Bald dürfte neue Software kommen.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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9 Kommentare

  1. Ich finde solche Schalter auch gut. Aber ich hoffe sehr Ikea hat ein Design gewählt welches keine Batterien benötigt. Der Strom an Sondermüll der solchen kleinen Geräten entspringt, macht mir Sorgen. Es geht doch auch ohne und ein Konzern wie Ikea hätte die Macht endlich batterielose Smarthomeschalter in günstig anzubieten.

    • Du meinst wie bei den Hue-Taps, die ihre Energie aus dem Tastendruck beziehen? Das wäre wirklich klasse, allerdings bezweifle ich, dass Ikea sowas für 7$ pro Stück auf den Markt bringen kann.
      Von der Bauform sehen die Buttons jedenfalls genau so aus wie die aktuell schon erhältlichen Dimmer für 6 Euro, die sind mit Batterie.

    • Wie sollen die denn dann versorgt werden?
      Mit Kabel an der Steckdose? Oder mit Piezoelementen?

    • Batterien können dem recycling zugeführt werden, können in modernen Fabriken sehr sauber hergestellt werden und sind so insgesamt kein echtes Problem bei korrekter Handhabung und Entsorgung.
      Man sollte nur endlich fest verbaute Batterien verbieten. Sowas wie in den Kinderschuhen mit Blinke-Sohle zum Beispiel: Wenn die Batterie leer ist, blinkt nix mehr. Ist der Schuh dann aufgetragen, wandert er mitsamt der enthaltenen Batterie in den Müll, wo er erstmal wie ein normaler Schuh aussieht… die Batterie wird also nicht als Batterie entsorgt, sondern wie Restmüll verbrannt oder deponiert.

  2. Gibt es eigentlich für die ganzen Zigbee HA-Systeme inline Schalter (welche zum aufs Kabel klemmen oder intern verbauen) die ich auch bei Tradfri einbinden kann?
    Suchen schon seit eniger Zeit verzweifelt was, womit ich normale Lampen schalten kann ohne Smarte Birnen rein drehen zu müssen.

  3. Ist das kein ZigBee mehr?

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