Im März stellte IKEA Lautsprecher vor, zwei an der Zahl, einmal den ENEBY 20 und einmal den ENEBY 30. Beide Lautsprecher werden via Bluetooth angesteuert, haben aber auch einen Klinkenanschluss für externe Zuspieler via Kabel. Der kleine IKEA ENEBY 20 lässt sich mit einem Akku (nicht im Lieferumfang) versehen und wird so zu einem mobilen Bluetooth-Lautsprecher. Bei 50% Lautstärke soll der Akku um die 10 Stunden halten. Der ENEBY 20 setzt auf einen 3,2″ großen Woofer, der ENEBY 30 auf 2 x 4″, beide haben einen 1″ großen Tweeter. Was die Farben betrifft, so habt ihr zwischen Schwarz und Weiß die Wahl. Eine Wandhalterung könnt ihr separat für 3 Euro erwerben, ein Ständer ist für 10 Euro zu haben.
Der kleine ENEBY liegt bei 50 Euro, das größere Modell, der ENEBY 30, bei 89 Euro. Und eben jenen habe ich mir mal angeschaut. Die Lautsprecher gibt es nur online, nicht aber in den IKEA-Häusern. Optisch darf sich da jeder sein Urteil erlauben, ich selber mag dieses recht Schlichte. Minimalistisch, von vorne und hinten.
Während manche Lautsprecher (besonders die portablen) oftmals aussehen wie ein T-Shirt mit Aufdruck „Waikiki Surf School 1974“ (ihr wisst schon: Ort, an dem man nie war, Sportart, die man nie machte und Jahreszahl, die lange her ist), ist der ENEBY 30 das schlichte und dezente Polohemd, was überall optisch passen dürfte.
Vorne findet man einen runden Knopf, dieser regelt die Lautstärke, wird aber auch anfangs genutzt, um den Lautsprecher per Bluetooth mit Smartphone oder PC zu koppeln. Einfach ein paar Sekunden den Knopf drücken, schon visualisiert die LED im Button die Kopplungsbereitschaft, unterstützt von einem Signalton.
Rückseitig findet sich nur der Anschluss für die Stromversorgung sowie ein 3,5 mm Klinken-Eingang für andere Zuspieler. Das könnte beispielsweise ein MP3-Player sein, falls noch einer bei euch vorhanden ist. Typischer wird es sicherlich anders sein. Ihr könntet ja ein bisschen mehr „Smart“ nachrüsten als Bluetooth. Chromecast Audio oder einen Echo von Amazon? Machbar, denn der Echo Dot kann ja via Bluetooth oder Klinke mit dem Lautsprecher verbunden werden. So wird aus dem IKEA ENEBY 30 ein Smart-Home-Lautsprecher, der auf Zuruf Musik spielt oder voluminös Auskunft gibt.
Und da sind wir schon beim Thema: Was kann der IKEA ENEBY 30 in Sachen Sound? Ich bin positiv überrascht, wirklich. Ich habe den Lautsprecher in meinem Arbeitszimmer positioniert und mit Musik vom Smartphone bespielt. Meine Erwartungen waren nicht hoch – doch der Lautsprecher klingt für meine Ohren wesentlich besser als erwartet.
Ich finde, er hat eine sehr warme, runde Note, die recht präzise die Musik wiedergibt. Vom Bass darf man allerdings in der Standardeinstellung nicht zu viel erwarten, der spielt eher eine untergeordnete Rolle, was man eben bei basslastiger Musik merkt. Der Klang ist dadurch nicht zwingend schlechter oder dünner, wer rappelnden Bass einiger Lieder kennt, wird dennoch feststellen, dass es beim ENEBY 30 eben nicht so stark krachen wird. Deshalb auch ausnahmsweise die Bedienungsanleitung lesen: Drückt man den Button 3 Sekunden und die LED blinkt langsam, dann kann man den Bass justieren, ein weiterer Klick übernimmt die Einstellungen und wechselt zum Regler für die Höhen.
Empfehlung? Kann man immer schlecht aussprechen, wenn man die Anforderungen des Gegenübers nicht kennt. Ich sage aber mal, dass der ENEBY 30 von IKEA mit seiner Bluetooth-Konnektivität eine gute Wahl für all jene ist, die vielleicht keine riesige Wohnung mit 5 Zimmern zu beschallen haben, sondern einfach einen dezenten Lautsprecher für recht schmales Geld ihr Eigen nennen wollen, der auch vom Smartphone oder Tablet aus angesprochen werden kann, denn da spielt bekanntlich für viele heutzutage die Musik.
