IKEA: App erhält noch dieses Jahr Shopping-Funktion


IKEA übernimmt in vielen Dinge eine Vorreiter-Rolle. Sei es beim Thema Nachhaltigkeit oder auch bei der Verbreitung von neuen Technologien. Ikea war zum Beispiel einer der ersten Massenanbieter von Qi, mit Tradfri bringt man hingegen das Smart Home unter die Leute. Und mit der IKEA-App kann man Möbel schon in den eigenen vier Wänden ausprobieren, bevor man sie käuflich erwirbt – Augmented Reality macht es möglich. Lediglich bei der Beschaffung der Waren setzt IKEA auch 2019 noch auf ein altbewährtes Konzept. Die Kunden sollen in die Läden kommen, um dort eben einzukaufen.

Zwar bietet IKEA auch einen Online-Shop, gerade für Kleinigkeiten, die es ja durchaus auch bei IKEA gibt (dazu zähle ich auch Dinge wie Tradfri), ist das eher nervig. Lange Versandzeiten kommen noch oben drauf. Das wird sich dieses Jahr ändern, denn die IKEA-App wird auch zum Einkaufsportal. Kunden können dann die Möbel, die sie gerade noch per Augmented Reality in ihrem Wohnzimmer sahen, direkt bestellen.

Gestartet wird das Ganze in Frankreich und in den Niederlanden, aber auch Deutschland wird bis spätestens Ende des Jahres von der neuen Bestellmöglichkeit profitieren, wie Reuters berichtet.

Allerdings soll die App auch in den Läden selbst nützlich sein, gerade in jenen, die kleiner sind, wo nicht das ganze Sortiment zur Verfügung steht. Von denen gibt es noch nicht viele, aber es werden mehr. Der Kunde kann da dann zum Beispiel die App auf einen Stuhl richten und bekommt dann andere Muster oder Farben oder weitere passende Produkte angezeigt.

Insgesamt klingt das nach keiner so schlechten Idee, um so etwas wie den Möbelkauf moderner zu gestalten. Je niedriger die Hürde für den Kunden ist, desto wahrscheinlicher ist auch ein Kauf, aber das hat IKEA wohl in den letzten Jahren auch schon ganz gut verstanden.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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9 Kommentare

  1. Manuel Stey says:

    Um den Online-Shop erfolgreicher zu machen müssen sie auf jeden Fall mal an ihren Versandkosten arbeiten.

    • In Anbetracht der Tatsache, dass viel Zeug per Spedition versendet wird, weil zu groß schwer und sperrig für den Paketversand per DHL und Co., wird’s wohl bei den Gebühren im Versand bleiben.
      Im Sinne einer fairen und angemessen Bezahlung der Mitarbeiter in den Speditionen und Paketdiensten, könnte man das auch als „ Vorreiterrolle“ sehen.

      • Sinnvoll mit im Laden liefern zu lassen, gibt ja immer mal Produkte die nur Online vorrätig sind. Das allein macht diese Lieferart auch sinnvoll als Ergänzung. Klaro kostenlos, Lieferungen gehen ja eh wohl täglich hin.
        Klar auch, dass wer kein Laden in der Nähe hat damit nichts anfangen kann, es hilft nur einer begrenzten Zahl an Personen.

    • Genau. Irgendwie irrsinnig, je mehr man kauft, umso teurer werden die Versandkosten…
      Auch an der Versandgeschwindigkeit müssen sie dringend was machen.

  2. Ich frage mich, wann die Tradfri Rollos zu uns in den Shop kommen.
    In NL starten sie nächste Woche …

  3. Ääähm – wo bitteschön ist IKEA Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit???

    • Erste die im großen Stiel Karton satt Vollholz verbauen 😉
      Wenn das nicht nachhaltig ist… weniger Material zu verbauen, dazu Marktwirtschaftlich den Leuten Luft zu verkaufen, das prädestiniert sie quasi hierzu ;))

      Dazu verschicken die teuer, sprich groß und produzieren dadurch weniger Umweltverschmutzung. Da sich jeder 10 mal überlegt ob er den Kleinmist auch braucht. Der Versand muss sich schon lohnen da bestellt man ordentlich oder lässt es bleiben, was die sinnvollere Wahl ist bei Kleinscheiß. Da geht man im Laden nebenan oder bestellt anderswo wo auch der Versand billiger ist, zur not.

  4. Die Versandkosten bei IKEA sind irre. Die übersteigen übliche Speditionskosten erheblich! Mit Sicherheit werde ich da nichts online bestellen.

    Im Übrigen kann man mit DHL Pakete von der Größe 0,6 x 0,6 x 1,2 m und einem Gewicht bis 31,5 kg für 17€ versenden.

    IKEA könnte sehr wohl (wie otto.de auch bei Möbeln) angemessene Versandkosten berechnen. Bisher wollten sie es nicht, denn sie wollten die Kunden in die Märkte locken. Offenbar erkennen sie langsam, dass sie Onlinebestellungen an Konkurrenten verlieren. Die Anpassung der Versandkosten an die tatsächlichen Kosten wäre nun ein logischer Schritt.

    • Welche Schrank-„TEIL“ hat auch nur 0,6×0,6×1,2m? Unter 1,8m länge wirst nix finden, selbst Kommoden sind größer zum Teil.
      Wer nur ne Vase oder ne Kerze bestellt, ja der kann auch wo anders bestellen und spart sich erheblich Kosten. Kleinmist sollte man ja auch nicht bestellen. Das schont die Umwelt da nicht 1000 Kleinstscheißerchen einzeln Versand werden müssen.
      Ikea hat kein Interesse ein Kleinpäckchen, das ist immer noch ein Möbelgeschäft.

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