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iFixit: Apple Mac Pro 2019 zerlegt, modulare Wohltat bei Reparaturen

Apples wohl teuerstes und leistungsfähigstes Stück Hardware, der Mac Pro 2019, kann seit dem 10. Dezember dieses Jahres neben dem Apple Pro Display XDR bestellt werden. Dies hat man bei iFixit zum Anlass genommen, sich direkt einmal das Basismodell für schlappe 6.000 Dollar zu ordern, um dieses dann in einem Teardown nach und nach zu zerlegen, um es auf seine Reparierbarkeit hin zu untersuchen und einen abschließenden Score dafür zu erstellen. Und siehe da: Der Apple Mac Pro 2019 erreicht ganze 9 von 10 Punkte und ist deutlich besser zerlegbar als zuerst angenommen.

Die hohe Punktzahl hat sich Apple dadurch verdient, dass das gesamte System des Mac Pro 2019 größtenteils modular aufgebaut und eben auch genau so modular auseinandergenommen werden kann. So sind viele Bauteile komplett ohne Werkzeug zu entnehmen und da, wo Schrauben sind, wurden entsprechend einfach zu entfernende verwendet. Zudem bietet Apple zahlreiche Reparaturanleitungen in Text- und Videoform an und im Inneren des Gehäuses sind alle Gruppen einzeln nummeriert, sodass man sich hervorragend an den Anleitungen entlang hangeln kann, so iFixit.

Nützlich sind zudem die Pogo-Pins gleich zu Beginn am unteren Gehäuseinneren, die die Stromversorgung im Gehäuse kappen, sobald dieses von oben geöffnet wird. Zudem ist der RAM auf bis zu zwölf Riegel erweiterbar. Der Prozessor wird lediglich von einem großen Passivkühlkörper gekühlt, die restliche Kühlung im Inneren erledigen die großen Lüfter auf der Vorder- und Rückseite. Einen großen Nachteil sieht man bei iFixit aber dennoch darin, dass sich die kleine SSD nicht einfach so tauschen lässt, obwohl man da einigermaßen schnell herankommen kann. Sie ist an den T2-Chip gekoppelt und muss demnach durch Apple persönlich ausgetauscht werden. Dennoch denke ich, dass Apple sich hier für einen sehr zu begrüßenden Weg entschieden hat.

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