IDnow bringt den Personalausweis in die luca-App

Die luca-App ist mittlerweile in einigen Bundesländern Geschichte und vor einiger Zeit ließen die Macher der App verlauten, dass man sich auf eine Zeit nach der Pandemie einrichten wolle. Man verstehe sich als Digitalisierungspartner für Gastronomie und Kultur und plane, zukünftig einen größeren Fokus auf die Umsetzung der Wünsche und Anforderungen aus der Branche zu setzen, während den Gesundheitsämtern mehr Flexibilität angeboten wird.

Nun hat man mit IDnow einen Partner gefunden. Hierbei handelt es sich um einen deutschen Anbieter für Identitätsprüfung. Das Unternehmen ermöglicht es in Zukunft jedem Nutzer neben dem digitalen Impfnachweis auch seine verifizierten Ausweisdaten in der luca-App lokal auf seinem Smartphone zu speichern. Dadurch wird der Besuch in einem Restaurant, einem Café oder einer Bar ausschließlich mit der luca-App und ohne manuelle Überprüfung eines Ausweisdokumentes ermöglicht.

Grund für die Ausweiskontrolle ist die Tatsache, dass das Impfzertifikat, mit dessen QR-Code der digitale Impfnachweis generiert wird, auch von anderen Personen eingescannt werden kann. Um Betrug zu vermeiden, fordern die meisten Landesregierungen zusätzlich zum Impfnachweis den Abgleich der Person durch ein Ausweisdokument.

luca-Nutzer können sich bald über die IDnow-App auf Wunsch einmalig identifizieren. Die digitale Identität wird dabei lokal auf dem Smartphone abgespeichert. In der luca-App wird die Verknüpfung der Identität mit dem Impfnachweis vorgenommen.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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42 Kommentare

  1. hahaha, wer Luca auch noch seinen Perso gibt, dem/der ist nicht mehr zu helfen. Aus einer guten Idee was schlechtes auf die Beine stellen und zig Millionen an Steuergelder verprassen. Die unnütze App sollte Geschichte werden….

  2. Bekannter hat seinen Perso fotografiert und auf dem Smartphone abgelegt.
    Ein Wisch von CovPass rüber zu Fotos, hat bisher jede 2G(+) Kontrolle bestanden

    • Ich bin damit inzwischen in mehr Fällen abgeblitzt, als dass es funktioniert hat.
      Zum 17. Mal am Eingang die selbe Diskussion führen, ist mir irgendwann zu mühselig geworden.
      CovPass + Perso im Magsafe Wallet ist nun mein Mittel der Wahl.

      • Hi womit hast du deinen Ausweis denn in die Wallet bekommen?

        • Er hat ein Magsafe Wallet. Nicht mit dem Apple Wallet in iOS verwechseln

        • Er hat den Perso nicht in der Wallet -App- sondern in der am iPhone angeklickten Leder Wallet ^^

        • Das war überraschend einfach. Ich habe meinen Ausweis aus dem Geldbeutel genommen und in den Schlitz vom Magsafe Wallet gesteckt. Das Magsafe Wallet wurde dann magnetisch ans iPhone geheftet.

    • Würde das nicht im Kontrollfall zu saftigen Geldstrafen für das Unternehmen führen, weil ein Bild kein offizielles Ausweisdokument ist? NFTs und die Bundesregierung könnt Ihr euch abschminken 🙂

      • Oliver Müller says:

        Und womit? Mit Recht. Natürlich ist ein Foto eines Ausweises kein Ersatz für diesen. Was NFTs damit zu tun haben sollen erschließt sich mir aber nicht. Dass die Bundesregierung von so einem Blödsinn die Finger lässt spricht aber für sie.

  3. Martin Deger says:

    Spätestens jetzt ist es an der Zeit, Luca zu deinstallieren.

  4. bin ja kein Rechtsexperte des Öffentlich Rechtes, aber dürfen die das überhaupt, soviel ich weis darf man Ausweis Dokumente nicht Kopieren oder andersweitig Verfielfältigen und auch digitaler Ausweis obliegt der Bundes Druckere die auszustelleni ?

    • Hier wird ja nichts kopiert. Bei Luca hinterlegst Du Deinen Impfnachweis, legitimierst Dich mit Deinem Personalausweis über IDnow und dann ist quasi die Prüfung einmal vorab gemacht, die im Einzelhandel an jeder Tür stattfindet: „hassu Impfnachweis – gib Perso – dangö“.

    • Es gibt eng umrissene Fälle, in denen das erlaubt ist. Vor allem muss der Ausweisinhaber zustimmen, sind ja seine Daten. Diese Fälle sind aber wie gesagt nicht wirklich weit gefasst, außerdem muss es als Ablichtung auch erkennbar sein. In Luca selbst dürfte das unkritisch sein, da es keine Ablichtung ist.

      In einem Fall wie oben, wo von dave beschrieben worden ist, dass der Kumpel das Foto in seiner Fotomediathek hat, eher schon. Zudem dämlich, denn dann haben wahlweise Apple oder Google (je nach Online-Speicherort, sofern aktiviert) oder Dritte Zugriff auf den Ausweis.

      • Seit 2017 ist das eigentlich gar kein Problem, wenn der Ausweisinhaber mit der Kopie einverstanden ist. Und ein Bild auf einem Smartphone muss man nicht als Kopie kenntlich machen, da es das Original nur in Hardware gibt.

  5. ForenUser_0815 says:

    Ich nutze dazu (Ausweis, Reisepass, Führerschein) die App Folio

  6. Vielleicht findet sich ja ein weiterer gutgläubiger Politiker der die App mit Millionen Steuergeldern unterstützen will, man weiß ja nie. Wo ist da nächste Fenster, ich hab noch einen Sack Geld….

    • Vor allem leuchtet mir der Mehrwert nicht ein.

      Auf meinem Handy ist die Covpass-App mit den Zertifikaten, mein Handy steckt in einer durchsichtigen Hülle und auf der Rückseite des Handys zwischen Hülle und Handy steckt mein Perso. Zertifikat zeigen, Handy umdrehen, fertig. Bekomme ich jetzt 50 Millionen?

      • Sag ich nicht says:

        Das Problem ist einfach, dass es seit C praktisch eine „Personalausweismitführpflicht“ gibt.
        Ich will das Ding als Plastikkarte nicht dabei haben „müssen“.
        Eine technische Lösung im Smartphone wäre auch außerhalb vom C eigentlich zu begrüßen. Abholen von Paketen bei der Post etc. oder alle Jubeljahre bei Behördengängen. „Früher“ für mich fast die einzige Situation wo ein Ausweis benötigt wurde. Mich hat sonst noch nie jemand irgendwo nach meinem Ausweis gefragt. Selbst bei einer Verkehrskontrolle reichten Führerschein und Fahrzeugschein aus.
        Aber das kann und wird sicherlich nicht die Luca App sein. Deren vertrauen ist hin bzw. was noch nie vorhanden. Aber eigentlich wäre es doch viel besser, wir lassen diesen ganzen Unsinn einfach sein und kehren zu „Normalität“ zurück.

        • „Das Problem ist einfach, dass es seit C praktisch eine „Personalausweismitführpflicht“ gibt.“

          Ja, das ist das Dilemma des Lebens in einer Gesellschaft. Sobald sich Teile dieser Gesellschaft nicht an die Regeln halten, muss die Politik dies Regeln (siehe „Einführung in die Politische Theorie“).

          Und nein, eine „Personalausweismitführpflicht“ gibt es noch immer nicht in Deutschland, auch nicht seit Corona. Denn das würde bedeuten, dass Du Deinen Ausweis immer mit Dir führen musst. Er wird aber wie vor Corona nur für bestimmte Fälle benötigt. Lediglich die Fälle sind nun mehr und anders.

          Und ehrlich gesagt halte ich das Problematisieren des Mitführens einer Plastikkarte für ein absolutes First-World-Problem…

    • Ersetze Gutgläubig mit Gutgeschmiert

  7. Mit dem Perso verifizierte Userdaten sind der Traum jeder privatwirtschaftlichen Unternehmens. Natürlich nach strengsten Datenschutzbestimmungen *hust* gesichert.
    Und sobald die Nutzerbasis bereit genug ist, macht Google, Facebook und Co. ein Angebot das man nicht ablehnen kann oder ein plötzlicher Datenreichtum ergießt sich ins Netz (oder beides).
    Die Vorstellung der Luca App Daten zu geben ist für mich mehr als gruselig.

  8. Die Luca-Macher planen daneben übrigens auch einen Bezahldienst umzusetzen. Das diesmalige „Argument“ sind die hohen Gebühren bisheriger Anbieter. Das erinnert mich an die drei Servicearten: Schnell, billig und gut, wobei für Luca dann die Dienstleistung „schnell“ und „billig“ ist nicht „gut“ zutreffen könnte.

  9. Bei uns hat der Landrat die Statistik der Inzidenz gestoppt weil der Haufen im Gesundheitsamt nicht rechnen konnte.
    Einzelen Kommunen in NRW haben die Nachverfolgung seit Wochen still und heimlich berdigt.
    Einzig die Polizeibehörden trauern dem Datengrab wg. dem Ende der Luca Lizenzierung unendlich nach.

    Das mir die CWA noch nicht mal lokal mitteilt wo ich Kontakt mit infizierten hatte ist doof.

    • Konzept der CWA verstanden? Sie kann nur mitteilen, wenn positiv Getestete aktiv eintragen, dass sie positiv sind…

      • Deswegen könnte sie diesen freigegebenen Kontakt aber trotzdem zeitlich und räumlich enger bestimmen, denn die Daten liegen ihr ja vor. Das word aber bewusst nicht gemacht, denn die Angabe „02.01.2022; zwischen 10:00 und 16:00 Uhr, in 1 km Umkreis vom Kackstraße 66“ könnte es eventuell ermöglichen, dass der Warnempfänger den Infizierten identifiieren kann. Und das ist, wie wir alle wissen, der datenschutzrechtliche SuperGAU und hat den sofortigen Untergang der zivilisierten Welt zur Folge.

        • Martin Deger says:

          Die Corona-Warn-App kann das deshalb nicht, da das Exposure Notification Framework von Apple und Google diese Informationen nicht bereitstellt.

          • Und das ist auch gut so, ansonsten hätte man dann Standortdaten und Zeitinformationen, die andere Menschen identifizieren könnten. Genau das will man aber nicht. Es geht nur um die Übertragung einer Warnung, dass man lange mit einer Person in Kontakt war, die sich später Covid-19 positiv getestet hat. Mehr nicht.

        • > […] in 1 km Umkreis vom Kackstraße 66 […]

          Verrätst du uns auch noch, wie die App dies anzeigen soll, wenn sie gar keine Berechtigungen hat auf den Standort zuzugreifen (und diesen Zugriff auch niemals bekommen kann, ist gegen die Bedingungen des API) und somit gar kein Bewegungsprofil anlegen kann, dass solche Informationen hergeben würde?

          • Du hast Recht, sorry. Standort ist nicht.
            Die genauere Zeit aber wäre möglich, was ja den Ort schon sehr einschränkt, weil man ja grundsätzlich weiß, wo man sich um welche Uhrzeit aufgehalten hat.

            • Martin Deger says:

              Auch die genaue Zeit der Begegnung ist der Corona-Warn-App nicht bekannt. Das Exposure Notification Framework von Apple und Google gibt diese Information nicht an die Corona-Warn-App weiter. Einzig das Datum, die Dauer und die Dämpfung des Signals wird weitergegeben.

              Wenn Du Informationen zu Ort und Zeit haben möchtest, musst Du den ganzen Tag (oder wenn Du außer Haus gehst) per Ramble Bluetooth mitschneiden und dies per Warn App Companion auswerten.

  10. Passend dazu: Baden-Württemberg hebt die Vorgaben zur Datenerhebung weitestgehend auf.

    „Die Vorgaben zur Datenerhebung durch Betreiberinnen und Betreiber bzw. Veranstalterinnen und Veranstalter werden weitestgehend aufgehoben. Lediglich in einzelnen infektiologisch riskanten Settings, wie beispielsweise Diskotheken und im Zusammenhang des Kontakts mit vulnerablen Gruppen, wird die Datenverarbeitung aufrechterhalten. Selbstverständlich bleibt die Nutzung der Corona-Warn-App weiterhin zulässig und wird von der Landesregierung ausdrücklich empfohlen.“

    https://t1p.de/3ta6

    • In NRW und Bayern wurde die Datenerhebung zur Kontaktverfolgung in Gastro&Co schon vor vielen Monaten eingestellt. Daher keine Luca-App oder Papierlisten mehr vorgeschrieben.

  11. Dank der vielen Warnungen und dem Rückzug der Politik ist das Ansehen der Luca-App bei mir noch weiter gestiegen. Ich werde denen gleich mal alle Daten und meinen Perso zur Verfügung stellen. Wenn so viele „Experten“ meckern, kann es nur gut sein. 😉

  12. Um Himmels willen, nein.

    Account löschen, LucaApp löschen. Bloß nicht noch den Personalausweis da rein…

    • Aber ich hab doch nix zu verbergen. Halte mich an Recht und Gesetz, zahle regelmäßig meinen Rundfunkbeitrag, gehe gehorsam zur Wahl wenn dazu aufgerufen wird, bin 3fach gegen Corona geimpft und mach auch sonst alles mit was gut für’s Länd ist.

  13. Was passiert eigentlich mit den ganzen Steuergeldern, die in diese App geflossen sind!?

  14. Der Ausweis soll endlich mit secure enclave auf dem Smartphone Einzug halten. Nur 1-2 Modelle von Samsung ist zu wenig.

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