
In Japan ist „I Am Setsuna“, begleitet von positiven Rezensionen, bereits im Februar für PS4, PS Vita und Windows-PCs erschienen. Speziell das Kampfsystem wurde dabei, was man auch im Trailer erkennt, nahezu 1:1 aus „Chrono Trigger“ übernommen. Selbst die Zaubersprüche wie „Demi“ sind offenbar teilweise identisch. Könnte man „dreist“ nennen, da mit Square Enix aber der selbe Publisher dahinter steht, wie anno dazumal bei „Chrono Trigger“ und die Entwickler Tokyo RPG Factory aus ihrem Vorbild keinen Hehl machen, finde ich das vollkommen ok. Als Fan des SNES-Titels bin ich froh, wenn mal nicht wie in einem Actionspiel rumgekloppt wird, sondern gute, alte rundenbasierte Taktik zum Einsatz kommt.
Yeah, die Charaktere spazieren auch wie damals auf einer Weltkarte herum, die optisch ebenfalls an alte JRPGs erinnert. Für mich war eine schöne, „begehbare“ Weltkarte damals ein wesentlicher Bestandteil des Genres – was war ich entsetzt, als sie in „Final Fantasy X“ plötzlich fehlte. Um alle Retro-Reminiszenzen mitzunehmen, darf natürlich auch ein Luftschiff keinesfalls herausfallen.
Die Geschichte klingt dagegen noch ein wenig nach Standard-Kost: Protagonistin muss sich opfern, um die Welt zu retten. Kennt man. Hier wird es eben stark auf die feineren Details der Story ankommen – ich bin gespannt. Während „I Am Setsuna“ in Japan auch für die Vita erschienen ist, kommen in Europa nur die PS4- und PC-Varianten als englischsprachige Übersetzungen. Im Trailer ist übrigens auch der Piano-Soundtrack für mich ein Highlight. Allerdings hoffe ich,dass nicht das komplette Game in Melancholie versinkt. Schließlich lebte auch das große Vorbild „Chrono Trigger“ von seiner Mischung aus Drama und Humor.
2016 scheint nach dem ebenfalls starken 2015 („Fallout 4“, „The Witcher 3: Wild Hunt“) ein starkes Jahr für Rollenspieler zu werden. Bald kommt schließlich „The Witcher 3: Blood and Wine“, was man aufgrund des Umfangs wohl fast als ein eigenes Spiel zählen kann. Auch „Final Fantasy XV“ sieht bisher sehr vielversprechend aus und könnte nach den eher enttäuschenden letzten Teilen der Reihe wieder für Begeisterung sorgen. Fehlt mir nur noch ein Release-Zeitraum für „Ni No Kuni 2: Revenant Kingdom“.