Caschys Blog

Huawei: Laut Bericht keine Zusammenarbeit mehr mit Google in Sachen Services

Update: ich habe eine Antwort bekommen. Auf dem Event wurden die Huawei Mobile Services 4.0 präsentiert, es ging nicht um die Google Services. Bedeutet, dass von niemandem bestätigt sein soll, dass nur noch Geräte ohne Play Services erscheinen. Zu zukünftigen Services und Produkten gibt es auch keine weiteren Aussagen. (Der Autor des Standard teilt aber mit, dass er nicht missinterpretiert wurde):

Huawei gab mittlerweile auf unsere Nachtfrage ein Statement raus: „Ein offenes Android-System sowie Ökosystem ist nach wie vor die erste Wahl von HUAWEI. Wird uns die Nutzung davon allerdings verwehrt, sind wir in der Lage ein eigenes Betriebs- und Ökosystem zu entwickeln.“

Das sind überraschende Nachrichten, die aus dem Nachbarland Österreich zu uns herüberschwappen. Die Geschichte mit Huawei kennen fast alle, neue Smartphones dürfen derzeit nicht mit Google-Diensten erscheinen, ein US-Embargo gegen Huawei macht es möglich, bzw. eher nicht. Das Mate 30 Pro ist eines dieser neuen Smartphones und es ist ja auch in Deutschland verfügbar. Kam auf den Markt ohne Google-Dienste und findet gefühlt nicht statt, aus eben jenem Grund.

Nun steht im März das P40 und das P40 Pro von Huawei vor der Tür. Da nahm man schon an, dass es ohne Google-Dienste auf den Markt komme – und man nahm auch an, dass Huawei natürlich für unseren Markt versucht, auch in Zukunft, wenn es kein Embargo mehr gibt, wieder mit Google zu arbeiten. Die Play-Services beinhalten viele Sachen, darunter eben den hier für fast alle Kunden wichtigen Play Store.

Von daher mag die Nachricht aus Österreich sehr überraschend wirken:

Fred Wangfei, Country Manager für Österreich, gab in einem Gespräch an, dass es kein Zurück zu Google geben würde. Selbst wenn die USA den Handelsbann aufhebt, werde Huawei nicht mehr zu den Google-Diensten zurückkehren, betont das Unternehmen auf Frage des STANDARD. Der Grund wirkt einleuchtend: Woher solle man wissen, dass nicht wieder ein Embargo droht? Ziel sei es wohl, neben Android und iOS ein drittes Smartphone-Ökosystem zu schaffen. Eines, das weiter auf dem Open-Source-Code von Android basieren wird.

Sicher, Huaweis Services in Version 4.0 sind bereits fertig, die App Gallery des Unternehmens ist aber bisher kein ernsthafter Konkurrent für den Pay Store. Und wie sieht es dann später mit US-Apps für die Smartphones aus? Da gibt es laut STANDARD eine abenteuerliche Lösung: „Man hat schlicht eine Proxy-Firma in Europa eingerichtet, mit der die US-Anbieter ihre Verträge zur Nutzung der Dienste abschließen können, womit der Bann umschifft wird„.

Persönlich kann ich mir das nicht vorstellen, dass man gar nicht mehr auf Google setzt. Da blicke ich mal gespannt in die Zukunft. Eine Anfrage an Huawei Deutschland wurde bereits von mir gestellt.

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