Huawei kritisiert die neuen Beschränkungen des US-Handelsministeriums

Die Maßnahmen der US-Regierung werden härter: Zukünftig möchte man Huawei nämlich auch vom Handel mit internationalen Unternehmen aus der Chipbranche abschneiden. Es soll reichen, wenn jene Hard- und Software aus den USA verwenden. Dann dürfen sie nicht mehr an Huawei liefern und riskieren andernfalls selbst Konsequenzen. Immerhin bestätigten die Vereinigten Staaten kurz darauf eine 90-tägige-Ausnahmeregelung. Doch für Huawei wird die Luft immer dünner. In einem öffentlichen Statement macht man nun seinem Ärger Luft.

So hat Huawei bei Twitter eine Stellungnahme veröffentlicht. Sie fällt wie erwartet aus: Man kritisiert die seit Mai 2019 laufenden Bemühungen der USA, Huawei ohne jegliche Grundlage zu demontieren. Auch das Argument der nationalen Sicherheit sei mittlerweile als vorgeschoben entlarvt, denn die nationale Sicherheit der USA könne gar nicht gefährdet werden, nur weil Huawei mit Unternehmen im Ausland Geschäfte mache, die Techniken aus den USA verwenden.

Huawei behauptet, dass das Vorgehen der USA nicht nur Huawei selbst schade, sondern auch dessen Partnern. Die USA nehme es also einfach hin, wie weltweit Einfluss auf die Technik-Industrie geausgeübt und ihr geschadet werde. So versuchten die Vereinigten Staaten laut dem offenen Statement nun Firmen zu schaden, die außerhalb der eigenen Grenzen ansässig seien. Auf lange Sicht schade sich das Land damit selbst, denn es sorge dafür, dass man sich auf US-Technologie nicht verlassen könne, da stets zu befürchten sei, dass die Regierung Maßnahmen aus dem Hut zaubere.

Das komplette Statement lest ihr unten. Die USA wirft Huawei ja, stark vereinfacht, vor, für die chinesische Regierung ein Auge offenzuhalten. Huawei bestreitet dies seit jeher. Wie seht ihr die Sache?

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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18 Kommentare

  1. Es ist mittlerweile einfach nur noch lächerlich, wie die USA versuchen in den globalen Markt einzugreifen, nur um einem ausländischen Technologie Giganten das Wasser abzugraben.
    Das hat nichts mehr mit Protectorismus zu tun. Sowas muss mit aller Macht bekämpft werden!
    Die USA disqualifieren sich international immer mehr selbst.

    • Wie war das „Amerika first, Amerika great agin“ .. Sind irgendwann auf ner einsamen Handelsinsel die ersten sonst nirgends. Der Trump gehört in eine Klinik sonst nix.

    • Mit Huawei trifft es keinen Unschuldigen. Da kann man zur amerikanischen Sanktionspolitik stehen wie man will, aber in diesem Fall haben sie recht.

  2. Sven Müller says:

    Naja China müsste nur sagen dass alle Unternehmen die Huawei „boykottieren“ nicht mehr in China agieren dürfen. Dann kann jedes Unternehmen selbst entscheiden welcher Markt wichtiger ist.

  3. Black Mac says:

    Sobald es um Huawei geht, bewegt sich der Zeiger an meinem Mitleid-O-Meter kein Jota.

  4. Bartenwetzer says:

    Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.

    https://www.sueddeutsche.de/digital/crypto-spionage-bnd-cia-1.4794872

    Ansonsten steht es jedem Unternehmen frei, Geschäfte mit den USA zu machen oder nicht.

  5. Trump und seine Regierung disqualifizieren sich wieder einmal selbst. Wie in so vielen anderen gebieten auch. Ich denke und hoffe, der Schuss wird nach hinten losgehen

  6. Das ist Erpressung und Amtsmissbrauch wie aus dem Lehrbuch.
    Selbstverständlich kritisiert Huawei das.
    Freie Märkte gibts eben nur solange die, die oben sind auch oben bleiben. Und wenn sich plötzlich die Politik aggressiv und willkürlich in Wirtschaft einmischt, dann ist das ein klassisches Warnzeichen für den bevorstehenden Zerfall.

    • Black Mac says:

      Genau. Die Chinesen …
      … mischen sich nicht in die Wirtschaft ein
      … schikanieren keine Ausländer, um die eigene Wirtschaft zu pushen
      … respektieren das geistige Eigentum anderer Länder und Firmen
      … versuchen nicht, mit Tricks andere Unternehmen auszubremsen
      … unterwandern keine Technologie-Anbieter, um an deren Know-How zu kommen

      Denn die Chinesen sind alle ganz lieb und wollen nur spielen!

      Solche Lemminge und Schönschwätzer wie du sind mitverantwortlich, dass China längst zu einer realen und sehr ernsten Bedrohung für die restliche Welt geworden ist. Ein Lob an Trump, dass er nicht nur die Situation erkennt, sondern auch die Eier hat, um Massnahmen zu ergreifen und mit aller Konsequenz durchzusetzen.

  7. So leid mir Huawei auf den ersten Blick auch tut (bisschen übertrieben, ist zum Schluss doch nur ein olles Unternehmen wie jedes andere auch und wenns Weg ist, dann ist es halt weg). Ich bin immer noch zwiegespalten was ich vom vorgehen der USA halten soll. Auf der einen Seite klingt es so, als ob man mit allen Mitteln Huawei zu boden bringen will, auf der anderen Seite ist es halt genau das, was die Chinesen schon seit Jahren mit Ausländischen Firmen machen. Entweder Ihr macht alles so wie wir es wollen und geht Joint-Ventures mit lokalen Unternehmen ein, oder Ihr dürft bei uns auf dem Markt nicht verkaufen.

  8. Wolfgang D. says:

    „Wie seht ihr die Sache?“
    Kommt wohl darauf an, auf welcher Seite des Knastgitters man steht.

  9. da fehlt im Weißen Haus der ultimativ verblödeten Greise nur noch der letzte Schuss CORONA in seiner feinsten und reinsten Form für die gesamte US-Regierung. Besser diese Rattenfänger werden vorher ausgerottet, bevor sie irgendwann im verbiesterten Lockdown Stadium bei 50% Arbeitslosen und Hungersnot den Roten Knopf drücken und China angreifen. Dann bleibt der Planet nur noch für die Ameisen über…

    • Wolfgang D. says:

      @ginnie
      Auch deine geliebten Ameisen werden den Haufen der „Anderen“ plattmachen, wenn es begrenzte Ressourcen verlangen, um das eigene Überleben und Wachstum zu sichern. Oder sie versuchen es zumindest.

      Was in euren verwirrten Köpfen vorgeht, will man besser gar nicht mehr so genau wissen. Aber „Denken“ kann das nicht sein.

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