Huawei intensiviert Arbeiten an App-Angebot

Wir alle haben es mitbekommen: Huawei unterliegt einem Embargo, was dafür sorgte, dass beispielsweise das Huawei Mate 30 Pro ohne Google-Dienste auf den deutschen Markt kam. Huawei selber hat einen App Store parat, hat auch einige beliebte Apps am Start, doch aus persönlicher Sicht muss ich zum jetzigen Zeitpunkt sagen: Keine Chance, das ist nicht einmal ansatzweise ausreichend, um eine Alternative für mich zu sein.

Ich wäre ohne einen Sideload der Google-Dienste nicht wirklich klargekommen. Man weiß auch immer noch nicht, wie es weitergeht mit Huawei und den USA. Google will ja mit dem Unternehmen arbeiten, darf aber eben nicht. In Indien sucht man nun Verstärkung. Da will man die Gunst indischer Entwickler gewinnen, um lokalisierte mobile Dienste zu bauen, die mit ihren Smartphones im Land angeboten werden können.

Huaweis Tochtermarke Honor ist in Gesprächen mit Entwicklern der 150 Top-Apps in Indien, um sie auf HMS (Huawei Media Services) zu bekommen, sagte Charles Peng, CEO, Huawei and Honor India, Consumer Business Group, gegenüber der Economic Times. „Wir haben unsere eigene Huawei Media Services und versuchen, ein mobiles Ökosystem aufzubauen. Die meisten der wichtigsten Anwendungen wie Navigation, Zahlungen, Spiele und Nachrichtenübermittlung werden bis Ende Dezember fertig sein“.

Peng sagte, dass die Partnerschaft mit Huawei es indischen Entwicklern ermöglicht, einen guten Marktanteil zu erlangen, da sie die Chance erhalten, Huaweis globalen Kundenstamm zu bedienen. „Wenn sie eng mit uns zusammenarbeiten, werden die Kosten für die Gewinnung neuer Kunden gering sein. Huawei gehört zu den drei größten Handy-Herstellern mit einem riesigen Marktanteil.“

Man darf gespannt sein, ob sich ein Gegenpol zu Googles Diensten entwickelt. Gut möglich, dass da etwas passiert, wenn Huawei vielleicht noch weitere Verbündete findet. Aber „mal eben“ wird man da nichts aus dem Ärmel schütteln können.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

13 Kommentare

  1. Fritz Mukula says:

    Ich habe noch nicht ganz verstanden weshalb Huawei direkt eigene Apps entwickeln muss/will. Schließlich hat sich am Betriebssystem selbst, welches ja eigentlich Open-Source ist, ja nichts geändert, insofern müsste es doch reichen, wenn Huawei die vorhandenen Apps über den eigenen App-Store vertreibt, wie es Amazon bereits macht.

    • Das kann aber Huawei aber nicht im Gegensatz zu amazon z.B., da es bei den beliebtesten Apps es sich nunmal um US Apps handelt, die wiederum deswegen nicht in den Huaawei App Store rein dürfen aufgrund des Embargos der US Regierung.

  2. Eine Frage hätte ich dann doch: „… Ich wäre ohne einen Sideload der Google-Dienste nicht wirklich klargekommen….“

    Funktioniert der Sideload nun doch beim Mate30 pro?

  3. Naja China, Indien sind schon mal über 2,7 Milliarden Menschen, dazu sicherlicht noch einige andere Angrenzstaaten sind wir locker bei 3 Milliarden. Dazu vielleicht da China schon stark in Afrika investiert dort auch noch, dann währen es nochmals ca. 1,3 Milliarden. Man hätte also über die Hälfte der Erdbevölkerung bedient. Scheißs auf Amikrams…

  4. Finds ja komisch, dass noch keine kartellrechtliche Klage läuft, die Google zwingen soll die Sources und Apis für die Google Services freizugeben, so dass jeder Services bauen kann.

  5. Ich drücke Huawei alle Daumen und hoffe, dass sich das für die Amis zu einem riesigen Eigentor entwickelt und Huawei wes schafft, eine echte Alternative zu IOS und Android zu etablieren…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.