Anzeige

Huawei HarmonyOS: Developer Beta soll am 18. Dezember 2020 für Smartphones starten

Huawei will am 18. Dezember 2020 die Entwickler-Beta für sein Betriebssystem HarmonyOS starten. Gemeint ist hier die Beta für Smartphones bzw. Mobile-Entwickler. Ab Januar und Februar 2021 soll es einigen ausgewählten Nutzer im Rahmen einer geschlossenen Beta dann schon freistehen, an ihren mobilen Endgeräten ebenfalls HarmonyOS zu verwenden. Da ist aber davon auszugehen, dass es hier zunächst nur um den chinesischen Markt geht.

Laut einem Sprecher Huaweis sollen 90 % der aktuell von Huawei erhältlichen Smartphone-Modelle zu HarmonyOS kompatibel sein. An April 2021 soll dann eine offene Beta starten. Nun heißt es abwarten, wie sich der Fall Huawei noch entwickeln wird. Ist am Markt Platz für ein drittes Ökosystem neben Android und Apple iOS? Blicken wir auf Microsofts Windows Phone zurück, dann bin ich geneigt die Antwort „vermutlich nicht“ zu geben – zumindest international betrachtet.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

10 Kommentare

  1. Definitiv ist am Markt Platz für ein drittes Ökosystem. Dieses sollte allerdings ein europäisches und kein chinesisches sein…

    • Und offen/frei sollte es sein, ansonsten unnötig.

      • Dann wird es von einem großen Player wie Google besetzt. Es gibt hier keine Freiheiten. Welcher große Player sollte daran interessiert sein?
        Die Grundideen können von kleinen IT-Genies kommen, aber größere Entwicklungen sind schwer erreichbar, wenn die großen Player nicht beteiligt sind.
        Und wie verkauft sich ein Nischenprodukt, dass keinen Support bietet?

        Die Chance, dass Huawei hier ein neues Öko-System einführt, sollten wir geschickt nutzen.
        Die Chinesen sind vielleicht nicht heilig, aber in der Konkurrenzsituation mit den Amis, traue ich ihnen viel zu. Auch weil sie sich nicht angreifbar machen wollen. Die haben bei der Vermarktung ihres Systems mehr zu verlieren und werden von unseren Transatlantikern immer unter Druck gesetzt. Das sieht man bei den Debatten um unser Netz bezüglich Huawei und Anschuldigungen ohne Beweise auf den Tisch zu legen.

    • Das hätte man tatsächlich besser nicht beantworten können!

      Ich find’s heute noch jammerschade, dass Microsoft es nicht hinbekommen hat…ich finde weder die Systeme von Google noch von Apple wirklich gut und hätte sehr, sehr gerne eine Wahl.

      Von Huawei erwarte ich persönlich aber mal so gar nichts…

      • Ja, Microsoft hat einfach zu früh aufgegeben.

        Ansonsten: Sailfish OS. Europäisch…

      • Richard Rosner says:

        Microsoft hat halt zu viele Fehler gemacht, die zu lange nicht behoben und dann wurde das ganze einfach zu teuer. Davon abgesehen, dass sie mit allem viel zu spät wären. Später war nur noch BB, aber was aus denen geworden ist, ist Geschichte.

        Viele Features fehlten in WP7, die in dem Vorgängersystem normal waren, vieles fehlte auch, was man von MS Produkten einfach erwartet hätte.

        Dazu kam eine Oberfläche, die man im Grunde nur lieben oder hassen konnte. Der Kernel-Wechsel und die dadurch obsolet gewordenen Geräte haben auch kein Vertrauen erweckt. Und selbst mit ihren vielen Geld-Vesprechen konnte man kaum Entwickler begeistern. Vermutlich hätte man dafür von Anfang an Mittel bereitstellen müssen, um Android- und iOS-Apps portieren zu können bzw Apps direkt Cross Plattform entwickeln zu können. Kompatibilität mit Apps von Windows Mobile gab es auch nie.

      • Microsoft hatte ein schön einfaches System, dass sogar älteren Leuten den Einstieg ermöglicht hat.
        Allerdings haben sie zu spät versucht, in den Markt zu gelangen und sie mussten sich von Beginn an den Markt mit Apple und Google teilen und deren Anteile dazu bekommen, um zu überleben. Das ist sehr schwer.

        Die Chancen für Huawei sind ganz andere. 1,4 Milliarden Menschen auf einem inzwischen digital vorausgeeilten Markt. In China gibt es Hunger und große Armut inzwischen nicht mehr. Alle haben relativ aktuelle Smartphones. Man bekommt gar kein Taxi mehr ohne solch ein Ding. Internationale Kundschaft holt sich deren Apps schon relativ schnell nach der Einreise, sonst sind sie vielfach gar nicht geschäftsfähig.

        Harmony OS (in China unter anderem Namen) wird sich so auch ohne große Bedeutung auf dem US-Markt und mit nur 15% am EU-Markt sehr gut entwickeln können. Der Atem ist sehr lang.
        Die haben nicht das Problem von Microsoft.

        Unter den speziellen Bedingungen im EU-Raum werden sie sich nicht angreifbar machen und ihr System nicht wie die Amis für Spionage ausnutzen, bevor sie eine Alleinherrschaft haben. Und wir werden für eine längere Periode aussuchen können.

        Bis Europa irgendwann begreift, hier eigene Strukturen aufzubauen und gemeinsam nicht nur korrupte Geschäfte und Wirtschaftskriege zu machen, sondern auch in die eigene digitale Zukunft zu investieren. Aber das ist viel weiter weg, als eine für Kunden komfortable Konkurrenzsituation. Selbst die Amis werden gezwungen sein, sich zurück zu nehmen, wenn sie Kunden behalten wollen.

    • Die Europäer unterstützen ja nicht einmal europäische Versuche wie Sailfish OS. Sie haben die US-amerikanischen Systeme unterstützt und sind von denen ausspioniert worden. Ein passendes Dankeschön, oder?
      So lange es keine gesamteuropäischen Anstrengungen gibt, ist ein Konkurrenzsystem aus China das Beste, was wir bekommen können. Konkurrenz verändert die Position der Amis. Wenn sie dann weiter schnüffeln, können sie ausgebootet werden – zumindest von Privatpersonen.

  2. Microsoft hatte ein schön einfaches System, dass sogar älteren Leuten den Einstieg ermöglicht hat.
    Allerdings haben sie zu spät versucht, in den Markt zu gelangen und sie mussten sich von Beginn an den Markt mit Apple und Google teilen und deren Anteile dazu bekommen, um zu überleben. Das ist sehr schwer.

    Die Chancen für Huawei sind ganz andere. 1,4 Milliarden Menschen auf einem inzwischen digital vorausgeeilten Markt. In China gibt es Hunger und große Armut inzwischen nicht mehr. Alle haben relativ aktuelle Smartphones. Man bekommt gar kein Taxi mehr ohne solch ein Ding. Internationale Kundschaft holt sich deren Apps schon relativ schnell nach der Einreise, sonst sind sie vielfach gar nicht geschäftsfähig.

    Harmony OS (in China unter anderem Namen) wird sich so auch ohne große Bedeutung auf dem US-Markt und mit nur 15% am EU-Markt sehr gut entwickeln können. Der Atem ist sehr lang.
    Die haben nicht das Problem von Microsoft.

    Unter den speziellen Bedingungen im EU-Raum werden sie sich nicht angreifbar machen und ihr System nicht wie die Amis für Spionage ausnutzen, bevor sie eine Alleinherrschaft haben. Und wir werden für eine längere Periode aussuchen können.

    Bis Europa irgendwann begreift, hier eigene Strukturen aufzubauen und gemeinsam nicht nur korrupte Geschäfte und Wirtschaftskriege zu machen, sondern auch in die eigene digitale Zukunft zu investieren. Aber das ist viel weiter weg, als eine für Kunden komfortable Konkurrenzsituation. Selbst die Amis werden gezwungen sein, sich zurück zu nehmen, wenn sie Kunden behalten wollen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bevor du deinen Kommentar abschickst:
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.