Huawei: Foldables in zwei Jahren unter 1000 Dollar, AR-Brille innerhalb der nächsten 5 Jahre


Huawei hat aktuell gegen eine handelspolitische Schmierenkampagne zu kämpfen. Der böse Chinese baut Backdoors in seine Hardware, so die allgemeine Haltung von Donald USA. Dabei läuft es für Huawei eigentlich super. Das Unternehmen ist – trotz fehlender Verkaufsmöglichkeiten in den USA – ganz oben dabei. Das kommt nicht von ungefähr, der Hersteller hat in den letzten Jahren viel richtig gemacht.

Smartphone-Kameras wurden auf ein neues Level gehoben und mit dem Mix aus günstigen und High-End-Geräten konnte man so manchen Konkurrenten auf die hinteren Plätze verweisen. Mit dem Huawei Mate X sieht sich Huawei nun in einer Vorreiterrolle, wie CEO Richard Yu in einem Interview erklärt. Er geht fest davon aus, dass wir in ein paar Jahren alle mit Smartphones ausgestattet sind, die sich falten lassen.

Auch würde der Preis schnell fallen. Werden heute 2300 Euro für so ein Modell fällig, soll der Preis innerhalb von zwei Jahren auf unter 1000 Dollar fallen. Langfristig sogar auf 500 Dollar. Aktuell sei die Technik eben noch sehr teuer, gerade Display und Scharnier schlagen hier bei den Herstellungskosten zu. Huawei habe viele Patente, was faltbare Geräte angeht, Yu geht aber nicht davon aus, dass sich andere Hersteller – vor allem aus China – davon beeindrucken lassen.

Yu geht unterdessen nicht davon aus, dass wir dieses Jahr ein faltbares Smartphone von Apple sehen werden. Selbst nächstes Jahr wahrscheinlich nicht, er räumt aber auch ein, dass er es natürlich nicht wirklich weiß. Zur Zukunft von Smartphones generell äußert sich Yu eher verhalten.

Verbesserungen bei Kameras, längere Akkulaufzeiten und das schnelle Aufladen der Akkus wird man wohl sehen. Was nach Evolution statt Revolution klingt, könnte aber auch nur ein beginnendes Auslaufen der Kategorie Smartphone sein.

Denn Yu hat bereits Bilder mit 100 oder 200 Zoll Diagonale im Sinn. Passt natürlich schlecht in ein Smartphone. Aber wunderbar in eine AR-Brille. Auch an einer solchen arbeitet Huawei laut Yu bereits. Demnach wird es keine 5 Jahre mehr dauern, bis solche Brillen auf den Markt kommen. Das ist eine durchaus interessante Aussage.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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Ein Kommentar

  1. Längere Akkulaufzeiten wären in der Tat etwas, wo m.E. vorrangig was passieren sollte. Ich weiß natürlich, das aktuelle Geräte deutlich mehr leisten als die Smartphones vor zehn Jahren und damit auch mehr Energie verbrauchen, aber damals wie heute hält der Akku ungefähr einen Tag, so dass zumindest gefühlt die Entwicklung in diesem Bereich nicht einen Schritt vorangekommen ist.

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