
Die Bedenken diverser Politiker und Länder gegen Huawei haben in den vergangenen Wochen die Nachrichten mitbestimmt. Viele Behauptungen, keine Beweise – immer drehte sich das Thema rund um Spionage, bis hin zu angeblich vorhandenen Kill Switches, mit denen „der Chinese“ unsere Mobilfunk-Infrastruktur lahmlegen kann.
Nun, so heißt es, soll man in Deutschland beim 5G-Ausbau nicht pauschal auf Huawei verzichten. Darauf haben sich nach Informationen des Handelsblatts aus Regierungskreisen Kanzleramtschef Helge Braun und die Ministerien für Äußeres, Inneres, Wirtschaft, Finanzen und Infrastruktur verständigt. Es soll einen Sicherheitskatalog geben, der derzeit von der Bundesnetzagentur finalisiert wird.
Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wird ein Zertifizierungs- und Lizenzsystem für Produkte auflegen, mit denen das auf das bestehende Mobilfunknetz aufbauende 5G-Netz ausgerüstet werden darf. Diese Bestimmungen betreffen dann natürlich alle Unternehmen, auch Huawei.
Letzten Endes ist „Huawei“ auch nur ein Name in einem Spiel. Denn es ist doch so: Ohne chinesische Technik wird es schwer. Was stehen muss, das sind IT-Sicherheitsstandards in unserer Welt. Und da scheint man sich in manchen Ländern wohl bisher wenig Gedanken zu machen. Ich behaupte, dass wir von diesem Thema noch sehr viel hören.