Huawei darf wieder einige Komponenten aus den USA beziehen

Nun soll es laut Reuters soweit sein: Ende Juni hatte sich bereits abgezeichnet, dass Huawei wohl bald wieder Technologien aus den USA beziehen könnte. Demnach werde die US-Regierung amerikanischen Firmen die Erlaubnis geben Waren an Huawei zu verkaufen, solange die nationale Sicherheit nicht gefährdet werde. Das hat der US-Handelsminister Wilbur Ross jedenfalls gestern in dieser Form erklärt.

Unsicherheit besteht nun aber noch bezüglich der Frage, bei welchen Produkten man denn eine Gefährdung der nationalen Sicherheit ausschließen könnte. Außerdem soll Huawei trotzdem auf der schwarzen Liste der USA stehen, das bedeutet, es bestehen weiterhin besondere Anforderungen, damit das Unternehmen mit US-Partnern handeln darf. Entsprechend verwirrt sind nun einige Marktbeobachter.

Laut Ross verbleiben also Auflagen, man wolle die nationale Sicherheit gewährleisten und zudem nicht einfach potentielle Umsätze von US-Unternehmen an ausländische Firmen abtreten. Nun sieht es für Huawei zwar auf den ersten Blick besser aus, aber es verbleiben eben viele Fragen, die man in Zukunft noch klären muss. So lässt sich schwer sagen nach welchen Kriterien genau man den Handel zwischen US-Unternehmen und Huawei als bedenklich oder aber unbedenklich einstufen werde.

Zudem will man Huawei in den USA weiterhin konsequent bei 5G außen vor lassen und auch staatliche Investitionen in Equipment des Anbieters bleiben ausgeschlossen. Auch soll dieses Entspannen der Handelsbeziehungen offenbar nur temporär sein. Einen Zeitrahmen verschweigt man aber.

Immerhin hat Handelsminister Ross klargestellt, dass es eine konkretere Übergangslösung wohl ab Mitte Oktober geben soll. Aktuell kann Huawei also zwar zumindest im Ansatz ein wenig aufatmen, ein Ende der Probleme ist das aber auch noch lange nicht.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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3 Kommentare

  1. Nun ja, das war zu erwarten. Trump hat herausgefordert, Huawei wollte sehen.
    Aber schön, dass es weitergeht. Huawei baut echt tolle Geräte und macht damit verdammt viel richtig.

  2. Das große Problem sehe ich eher in einen Image Schaden für Huawei.
    Geräte und Preis/Leistung sind top.

  3. Dass Huawei auf der schwarzen Liste bleibt ist klar.
    Komponenten dürfen schön gekauft werden, aber zurückfließen darf Geld dort auf keinen Fall. Also wenig Smartphone Verkäufe durch Image Schaden und keine Käufe oder Investitionen durch das Government oder dessen Mitarbeiter.
    Und auf keinen Fall Netzwerkausrüstung durch Huawei, schließlich sollen sie ja Massenvernichtungswaffen verstecken… ääähm ich meine spionieren…..

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