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Huawei: Bundesregierung soll angeblich Zusammenarbeit beim 5G-Ausbau überdenken

Huawei kommt in vielen Bereichen nicht zur Ruhe. Die Smartphone-Sparte ist ohne Frage erfolgreich – auf der anderen Seite stehen Vorwürfe gegen Mitarbeiter, sogar Festnahmen und auch immer wieder wird die Tatsache, dass Huawei ein chinesisches Unternehmen ist, gegen die Firma ins Feld geführt. Schließlich ist China aus Sicht vieler Staaten ein Feind.

Das Land ist laut Verfassung „unter der demokratischen Diktatur des Volkes“, allerdings wissen wir ja, dass da seit ziemlich genau 70 Jahren autoritär die Kommunistische Partei Chinas regiert. Und da kommen immer mal wieder Themen wie Menschenrechte auf – und natürlich ist auch immer wieder Spionage ein Thema.

Spionage, die einer durchführen muss. Und da sehen viele Staaten Huawei als Schwachstelle an. Das Unternehmen ist Netzaustatter. Einige Länder machten dies zum Thema, vor einiger Zeit angeblich auch Deutschland. Nun scheint es konkreter zu werden, wie das Handelsblatt berichtet. Laut des Mediums lädt an diesem Donnerstag das Auswärtige Amt die Beamten zu einer internen Diskussionsveranstaltung ein, bei der schon der Titel lautet: „Wer hat Angst vor Huawei?“.

Demnach soll wohl die Frage geklärt werden, wie die deutsche Bundesregierung mit der derzeitigen Dominanz von Huawei bei den Anfängen des Ausbaus von 5G in Deutschland umgehen soll. Angeblich mache die US-Regierung zunehmend Druck auf Deutschland und andere verbündete Staaten, Huawei aus 5G-Netzen zu verbannen. Wie mit dem Thema vertraute Personen dem Handelsblatt bestätigten, ist eine Diskussion darüber, wie Huawei ausgeschlossen werden könnte, innerhalb der Bundesregierung in vollem Gange.

Dieser Tage gab es erst ein Interview mit Ren Zhengfei , dem Gründer von Huawei. Er stehe zu seinem Land, habe aber nie die Anfrage der chinesischen Regierung bekommen, regelwidrige Informationen zu übergeben. Man habe zudem mit 30 Ländern Verträge geschlossen, die den 5G-Ausbau von Huawei realisieren lassen.

Huaweis Technik wurde schon oft auf Hintertüren und Ähnliches untersucht. Man hat nichts gefunden. Es gibt nur Vorwürfe gegen das Unternehmen, mehr nicht.

Die Vorwürfe, die nach wie vor im Raum stehen, wiegen schwer und wurden noch nicht überzeugend ausgeräumt“, sagte Jens Zimmermann, digitalpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, dem Handelsblatt. Was wie genau offen bleibt, das wird nicht im Handelsblatt erwähnt.

Auch das Unternehmen Deutsche Telekom teilte im Dezember mit, das System für die Beschaffung von Netzwerkausrüstung werde neu bewertet. „Die Deutsche Telekom nimmt die globale Diskussion über die Sicherheit von Netzelementen chinesischer Hersteller sehr ernst“, wird ein Sprecher zitiert.

Wir können nicht auf Huawei verzichten, wenn wir beim globalen Wettrennen um 5G nicht zurückfallen wollen“, sagte der Manager eines großen Netzbetreibers in Deutschland. „Falls Huawei ausgesperrt wird, stockt der Netzausbau. Und wir müssen uns auf deutlich höhere Preise für Mobilfunk einstellen“, sagte der Manager.

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