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Huawei: BSI bleibt wachsam, 5G-Ausbau in Deutschland darf aber ungehindert stattfinden

„Der Chinese wird den westlichen Markt früher oder später übernehmen, koste es, was es wolle – und wenn dazu Spionage nötig ist.“ So oder so ähnlich hört man es seit Jahren immer wieder und sicherlich gab es schon genügend Vorfälle, die diese Vorwürfe untermauern. Und auch moderne Unternehmen wie Huawei müssen sich in der letzten Zeit immer wieder gefallen lassen, dass ihnen Industriespionage unterstellt wird.

Gerade in Bezug auf den angestrebten Ausbau eines deutschlandweiten 5G-Netzes wird auch Huawei von einigen scharf kritisiert, schließlich könnte das Unternehmen Hintertüren installieren, die China beste Einblicke auf das Netz bieten würden. Huawei selbst weist diese Vorwürfe natürlich zurück. So ein Sprecher des Unternehmens: „Wir sind niemals aufgefordert worden, irgendwo eine Hintertür zu Spionagezwecken einzubauen, es gibt kein Gesetz, das uns dazu zwingt, wir haben es nie getan und werden es niemals tun“

Und wenn es nach dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik  (BSI) geht, besteht derzeit auch kein Grund zur Sorge und vor allem kein Anlass, Huawei-Technologie hierzulande zu boykottieren. Arne Schönbohm vom BSI hierzu: „Für so gravierende Entscheidungen wie einen Bann braucht man Belege“ – und genau diese Belege gibt es derzeit nicht.

So hätten selbst bisherige Untersuchungen von Huawei-Bauteilen durch Spezialisten des BSI bisher keinen Grund zur Sorge gegeben, dass das Unternehmen Spionagemittel oder ähnliches implementieren würde. Natürlich bleibt das Amt am Ball und würde im Zweifelsfall umgehend Maßnahmen ergreifen, sollten sich die Vorwürfe gegen Huawei doch einmal bestätigen. In Amerika wird Deutschlands Entscheidung diesbezüglich wohl nicht so positiv aufgenommen, schließlich habe das Land neben Australien und Neuseeland entschieden, Huawei vom 5G-Ausbau auszuschließen.

via Spiegel Online

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