HTC wird noch mehr Mitarbeiter entlassen

HTC, das ist bekannt, ist mittlerweile weit von seinen Glanzzeiten entfernt. Konnte man es vor einigen Jahren noch im mobilen Markt mit Platzhirschen wie Samsung aufnehmen, so ist man dort mittlerweile nur noch unter ferner liefen zu finden. Besser sieht es da im Bereich Virtual Reality aus, wo HTC mit seinem Vive-Lineup punkten kann. Doch das reicht natürlich nicht aus, um die wegbrechenden Smartphone-Umsätze aufzufangen. Nun denkt man deswegen beim Unternehmen aus Taiwan über weitere Entlassungen nach.

So habe HTC laut DigiTimes bestätigt, dass weitere Stellen der Schere zum Opfer fallen werden. Dies sei notwendig, um die Zukunft zu sichern und sich für weitere Entwicklungen finanziell zu rüsten. Trotz der Entlassungen wolle HTC laut eigenen Aussagen weiterhin neue Maßstäbe in den Bereichen der mobilen Kommunikation, VR und Blockchain setzen. Doch wer hinter diesen Enthusiasmus blickt, dürfte vielleicht skeptischer sein, was HTCs Zukunft betrifft.

Aktuell verfügt HTC über ca. 3.000 Mitarbeiter. In diesem Jahr hatte man zuvor ca. 1.500 Stellen gestrichen. Wie hoch die Anzahl der weiteren Arbeitsplätze ausfallen soll, die wegfallen dürften, ließ HTC aktuell noch nicht durchschimmern.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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16 Kommentare

  1. Mit weniger Mitarbeitern wird bestimmt alles besser….

    Wie wärs mit guten Smartphones zu vernünftigen Preisen? Anstatt weiter zu versuchen Modelle der unteren Mittelklasse für Oberklassepreise zu verkaufen.

    Man liest hier auch oft, dass die Leute sich performante und auch sonst gut ausgestattete Geräte wünschen, die nicht so groß sind. Das wär doch mal eine Nische für einen Neustart.

    • Günstig hergestellte Smartphones zu hohen Preisen zu verkaufen klingt halt für das Management super.

      Die Zeiten der kleinen Telefone scheint vorbei zu sein.
      Sony hatte es lange versucht, aber wenn es tatsächlich so viele Käufer gegeben hätte, wie in den Foren nach Mini-Smartphones verlangt wird, dann würden diese Massenhaft verkauft werden.
      Da es scheinbar nicht lohnenswert ist, stellt kein Hersteller die Minis mehr her.

      Das weitere Problem ist, dass die Appentwickler auch eher für 6″ entwicklen als für 4″.

      • Das Problem an den kleinen Handys von Sony lag eher nicht an dem Format, sondern daran, dass sie von Sony waren. Hatte zwei Sony bisher (eins zwar noch zu Zeiten von Sony Ericsson) und werde definitiv nie wieder freiwillig zu einem Sony greifen, wenn sich da nicht massiv was ändert in Sache UI und UX.

        • Was genau ist an der Sony UI denn so schlimm? Das ist doch weitestgehend Stock Android mit einigen optischen Anpassungen und wenigen Sony eigenen Apps.

          • Deswegen habe ich „UI und UX“ geschrieben, denn die Kombi lockt mich einfach nicht zu Sony. Bei der UI leisten sie sich keine groben Schnitzer, bieten jetzt aber auch nichts was besonders toll wäre. Dazu kommt die UX und die war bei den Geräten die ich selber hatte und im vorbeigehen bei Mediamarkt und Co. mal kurz in der Hand hatte doch eher schlecht als recht.
            Ein Freund von mir hat sich vor ca einem Jahr das XZ2 compact geholt und ist alles andere als begeistert davon. Viel zu oft kommt es zu Rucklern und auch Appabstürzen.

          • Eben. Nicht jeder ist ein Fan von Stock Android. Wenn ich das z.B. lese ist das Gerät direkt aus dem Rennen.
            Was habe ich von der Nähe zu Stock, wo ich mir für jeden Firlefanz eine extra App installieren muss?
            Nativ integriert ist meistens besser und Akku schonender. Und ich verstreue meine Daten nicht über hunderte Anbieter.
            Ich versuche sowieso nur so wenig Apps wie möglich zu installieren. Als ich mein Note 10 gekauft habe, ist z.B. sofort die Screenrecorder App runtergeflogen.
            Ich habe jedenfalls lieber eine Oberfläche wo alles integriert ist als eine wo mir Funktionen fehlen.

      • Die würden sich blendend verkaufen (sieht man auch schön am iPhone SE) wenn die Android-Mini Geräte auch wirklich High-End Geräte wären, nur halt im kleinen Formfaktor. Bisher war es immer so, dass die Mini varianten auch ansonsten in der Leistung massiv abgespeckt wurden.

        • Das SE wurde hauptsächlich verkauft, weil es das günstigste iPhone war und nicht wegen seiner Größe

        • Samsung’s S10e verkauft sich auch nicht wirklich blendend.
          Mich macht es auch stutzig das Apple kein SE2 bringt. Ob das wirklich so der Brüller gewesen ist?
          Viele Leute erzählen, sie wollen kleine mobiles haben. Kaufen tun sie aber doch die großen.

          • Du bringst gerade ein perfektes Beispiel für mein eigenes Argument.

            Das S10e ist kein kleineres high end Modell sondern schlicht und ergreifend ein Sparmodell, mit signifikant reduzierter Ausstattung, was nebenbei zudem noch optisch sehr altbacken aussieht, im Vergleich zum S10.

            Und schon hast Du den Grund warum das Ding kaum jemand kauft, sondern lieber gleich zum erheblich besser ausgestatten, und nur minimal größeren S10 greift – wie ich nebenbei bemerkt aus den gleichen Gründen auch.

        • GooglePayFan says:

          Nein, es gibt da z.B. das Sony Xperia XZ2 Compact. 4GB und Snapdragon 845 verbaut, das war zum Erscheinungszeitpunkt High-End, aber eben trotzdem großer Preis.

          Deiner Meinung nach müssten ja zahllose Menschen mit diesem Gerät herum laufen. Ist aber nicht so.
          Also entweder wollen die Leute doch für kleine Geräte mit ansonsten gleicher Hardware einfach weniger zahlen oder das iPhone SE wurde nur wegen seines Preises und nicht wegen der Größe so gut verkauft…

  2. Außerdem werden Handys nunmal nicht primär für den deutschen oder auch nur westlichen Markt entwickelt.

    Also selbst wenn hier (was ich nicht wirklich glaube) kleine High-End-Handys der absolute Bringer wären, wäre unsere Märkte im Vergleich zu den Schwellenländern nur untergeordnet klein.

    Ich denke ja, dass High-End im kleinen Formfaktor (was im übrigen eher teurer als in einem größeren Gehäuse herzustellen ist) eine eher kleine Nische ist. Zugegeben etwas überspitzt:

    1. Braucht ein Großteil der Bevölkerung keinen SD 8xx. Die Mittelklasse hat massiv aufgeholt. Wenn überhaupt ist es die Kameraqualität, aber auch da hat die Mittelklasse aufgeholt. Ich vermute viele Käufer kaufen ein Samsung S1X, weil man damals beim S3 oder S4 noch kaum Alternativen hatte und einfach der Serie treu bleibt.

    2. Für Jugendliche ist das Handy der Hauptzugang zum Internet, warum sollten die sich den mit einem unnötig kleinen Display erschweren? Für ältere Menschen sind größere Displays auch besser ablesbar und die Bildschirmtastatur besser nutzbar. Was bleibt ist der mittelalte Nerd (wie ich oder Cashy und vielleicht auch gerade hier der eine oder andere Leser , dessen Augen noch einigermaßen gut und die Finger noch nicht zittrig sind und der Wert auf High-End legt.

    3. Normaluser, die gerade, weil das Smartphone nicht den Lebensmittelpunkt darstellt, von der Größe gernvt sind, brauchen kein Highend. Aber selbst das Mi A2 light, welches sich schon besser als das Mi A2 verkauft hat (im Falle meiner Frau ging Fomrfaktor vor Leistung), erlebt in der nächsten Generation kein revival.

    Nochmal Ontopic: Ich habe die Tage nochmal mein HTC Diamond (mit Windows CE?) rausgeholt. Mein erstes Smartphone. Damals waren die echt innovativ,…

    • @Geoldoc „HTC Diamond“
      Oder das „7 Pro“, bevor der dann regelmäßig wiederholte Verrat und Betrug von Microsoft an seinen Kunden und den Herstellern begann.

      Die Meldung zu den Entlassungen deutet leider auf weiteren Niedergang bei HTC hin. Gerade ein Drittel abgebaut, und nun noch mehr?
      Dabei wollte ich von denen doch nur einen ordentlichen Akku verbaut sehen, verlässliche Softwareupdates, und einen Support der sich nicht auf das Negieren von werksseitigen Fehlern beschränkt. Schade, aber so läuft es bei den Damagern nun mal. Und es gibt reichlich Alternativen.

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