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HTC: Neuer CEO gesteht Innovationsmangel bei Smartphones ein

Vor vielen Jahren konnte HTC es im Smartphone-Segment mit Platzhirschen wie Samsung aufnehmen. Doch jene Zeiten sind bereits lange vorbei. Dass das Unternehmen da in eine Schräglage geraten ist, ist alles andere als ein Geheimnis. Nun gesteht der neue CEO des Unternehmens, Yves Maitre, ein, dass HTC in den letzten Jahren zu wenige Innovationen gewagt und dafür die Quittung erhalten habe.

Maitre ist der Nachfolger der vorherigen Geschäftsführerin und Mitbegründerin des Unternehmens, Cher Wang. 2011 konnte HTC sich noch 11 % der internationalen Smartphone-Verkaufszahlen sichern, mittlerweile wird das Unternehmen aus Taiwan unter „ferner liefen“ aufgeführt, wenn es um Marktanteile geht. Maitre glaubt dabei, dass HTC im Bereich der Hardware zu wenig Neues geboten habe. Stattdessen habe man sein Heil im Bereich Virtual Reality gesucht.

Das sei grundlegend zwar auch eine gute Sache, habe aber eben zu einer Verschiebung geführt. So geht Maitre dann auch davon aus, dass HTCs Sparte für Augmented und Virtual Reality in ca. fünf Jahren mehr Einnahmen erwirtschaften könnte, als die mobile Abteilung des Unternehmens. HTC habe sich aber vielleicht etwas zu früh auf VR fokussiert, denn der Markt befinde ich immer noch stark in der Entwicklung und erreiche noch nicht den breiten Kundenkreis, den man sich wünschen würde.

Was Smartphones betrifft, so wolle sich HTC nicht auf Entwicklungs- und Schwellenländer konzentrieren, sondern stattdessen auf Industrienationen. Dort will man also doch wieder stark mit Premium-Smartphones punkten. Ob das gelingen kann, muss natürlich die Zeit zeigen. HTC werde da innerhalb der nächsten Monate an Wegen arbeiten, um den Kunden die beste Hardware und die besten Kameras im mobilen Bereich zu bieten. Offenbar will HTC da auch eine Lücke füllen, die durch die aktuellen Kontroversen rund um Huawei entstehen könnte. Zumindest sieht man da eine handfeste Chance für sich.

5G könne laut Maitre ebenfalls eine Triebfeder sein – nicht nur für HTC, sondern für den gesamten, mobilen Markt. Allerdings hänge da auch viel davon ab, wie schnell Mobilfunkanbieter zur Stelle seien. Erst ab 2023 rechnet er in den meisten Ländern mit einer guten Abdeckung. 2025 könnte dann einen Wendepunkt markieren.

Wie seht ihr das denn? Hat HTC gute Chancen für ein Comeback? Oder ist der Zug eher bereits abgefahren?

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