Chromebooks sind ein Nischenprodukt. Durch die zentrale Einbindung der Cloud und der fehlenden Möglichkeit, direkt Programme zu installieren, eignen sie sich nicht für jeden Typ Anwender. Diese Nische scheint aber, zumindest für HP, überraschend groß zu sein. Man habe die Einsatzbereiche unterschätzt, sagt HP Chefin Meg Whitman. Es geht nicht nur um Bildung, auch kleinere Firmen setzen Chromebooks ein. Das hätte man so nicht erwartet. Allerdings passt dies sehr gut zu HPs Strategie, nicht mehr nur auf Windows als Betriebssystem zu setzen. Multi-OS und Multi-Formfaktor sind die Zauberworte, die HP in der kommenden Zeit weiter verfolgen will. Man will die Menschen abgreifen, die nicht auf eine Windows-Kompatibilität angewiesen sind.
Aktuell bietet HP das Chromebook 11 (299 Euro) und das Chromebook 14 (329 Euro) an. Künftig dürften es wohl weitere Chrome OS-Geräte werden, wenn die Überraschung sich erst einmal gelegt hat und man so auf dem schwächelnden PC-Markt noch etwas abbekommen kann. Generell gibt es ja bereits einige Hersteller, die Chromebooks anbieten. Wären die Cloud-Laptops so sehr nischig, dass sie keiner kauft, würden wohl nicht so viele verschiedene Modelle angeboten werden.