HP CEO Meg Whitman: „Chromebooks haben uns überrascht“

Chromebooks sind ein Nischenprodukt. Durch die zentrale Einbindung der Cloud und der fehlenden Möglichkeit, direkt Programme zu installieren, eignen sie sich nicht für jeden Typ Anwender. Diese Nische scheint aber, zumindest für HP, überraschend groß zu sein. Man habe die Einsatzbereiche unterschätzt, sagt HP Chefin Meg Whitman. Es geht nicht nur um Bildung, auch kleinere Firmen setzen Chromebooks ein. Das hätte man so nicht erwartet. Allerdings passt dies sehr gut zu HPs Strategie, nicht mehr nur auf Windows als Betriebssystem zu setzen. Multi-OS und Multi-Formfaktor sind die Zauberworte, die HP in der kommenden Zeit weiter verfolgen will. Man will die Menschen abgreifen, die nicht auf eine Windows-Kompatibilität angewiesen sind.

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Aktuell bietet HP das Chromebook 11 (299 Euro) und das Chromebook 14 (329 Euro) an. Künftig dürften es wohl weitere Chrome OS-Geräte werden, wenn die Überraschung sich erst einmal gelegt hat und man so auf dem schwächelnden PC-Markt noch etwas abbekommen kann. Generell gibt es ja bereits einige Hersteller, die Chromebooks anbieten. Wären die Cloud-Laptops so sehr nischig, dass sie keiner kauft, würden wohl nicht so viele verschiedene Modelle angeboten werden.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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18 Kommentare

  1. Für kleine Unternehmen halte ich die Chromebooks für sehr sinnvoll, weil die ganzen Wartungskosten für Hard- und Software ausfallen. Man kann beim Chromebook schlichtweg kaum was falsch machen und wenn kaputt dann eben ein neues. Eine neue Anschaffung ist ja recht günstig.

    Solange man sowieso nur Online unterwegs ist und von keinen Programm abhängig ist, wäre es die ideale Lösung.

  2. Das Problem ist, dass in Deutschland noch zu wenig Leute wissen, was man mit einem Chromebook machen kann und was nicht. Viele wissen noch nicht mal dass es diese Geräteklasse überhaupt gibt.

    Ich gehe jede Wette ein: Wenn man die Geräte mehr pushen würde, z.B. über TV-Werbung zur besten Sendezeit, würden die Verkaufszahlen in Deutschland rasant ansteigen.

  3. d.h. indirekt große Unternehmen sind zu unflexibel und blöd …

  4. Einfach ne 128 GB SD-Karte einstecken und schon hat man genug Speicherplatz. Wahlweise kann man auch Linux auf die SD-Karte installieren und hat somit einen vollwertigen Laptop mit einer größeren Softwareauswahl zur verfügung.

  5. Meine Frau kriegt sowas. Ich habe kein Bock mehr, diese Windows-Kiste permanent zu updaten / virusscannen / reconfigurieren.
    Und mehr als den Browser starten macht meine Frau auf dem Teil eh nicht…
    Perfekt für alle Normalos – wer Computerwissenschaften studiert, kann sich dann natürlich einen Windows-PC mit Kacheloberfläche kaufen…

  6. @Thorsten: Ich bin am überlegen, mir das Acer c720 zuzulegen (mattes Display wäre schon nett). Weisst Du, ob da auch Linux von einer SD-Karte gebootet werden kann?

  7. Meine Bekannte die noch mit winXP unterwegs waren, habe ich auf Linux (Ubuntu 12.04) geswitcht. Bis jetzt hat noch keiner geklagt! Allen würde auch ein Chromebook reichen, nur diesmal war ja die Hardware vorhanden, beim nächsten Mal aber wirds Chromebooks geben! Und alle die ein Andorid Smartphone besitzen, das sind die meisten von Ihnen, haben bereits einen Google-Account… 😉

  8. Kann man sowas wie „häufig verwendete Dateien“ anlegen, damit ich für den Fall der Fälle auch offline auf „wichtige_Verkaufspräsentation“ zugreifen kann?

  9. @Jan Straube: Du kannst aktuell leider nur auf USB-Sticks installieren, da SD-Speicherkarten in der Auswahl nicht auftauchen. Habe es mit mehreren getestet, leider ohne Erfolg. Mit USB 3.0 Sticks geht es ohne Probleme, ich würde jedoch den Weg gehen und entweder Crouton oder ChrUbuntu (auf interne Karte) installieren.

  10. @hannes
    du kannst ausnahmslos jede Datei aus Google Drive auch offline auf dem Chromebook speichern.

  11. Peter Sidler says:

    Chromebooks im Kleinbetrieb können auch auf Windows Rechnungswesen, Warenwirtschaft etc. zugreifen, wenn diese im Terminalserver eingerichtet werden, welcher idealerweise über HTML5 zugänglich ist

  12. @Sascha Ostermaier

    Bei den Chromebooks von einem Nischenprodukt zu sprechen halte ich für eine seltsame Entscheidung. Es gibt schließlich viele Anwender, für die ein solches Gerät genügt. Ich würde sogar soweit gehen, dass Windows Geräte in Zukunft in die Nische gedrängt werden, da ihre Aufgaben mehr und mehr von Chromebooks & Tablets abgelöst werden. Die Leute müssen nur endlich merken, dass man zum Leben nicht zwanghaft soetwas wie Microsoft Office benötigt.

  13. Hatte auch mal überlegt eins für meine Mutter zu holen,aber sie braucht auch eine Steuer Software (wiso) sowas gibt es über Google direkt nicht oder?

  14. Peter Sidler says:

    Ein weiteres Chrometeil ist nun in den USA erhältlich. http://www.omgchrome.com/asus-chromebox-in-stock-ready-to-ship-us/

  15. Eigentlich mutiert ja der PC mehr und mehr zum Nischenprodukt.
    Für mich sind 10 Zoll Tablets ideal, meine Frau bevorzugt 7-8 Zoll Tablets und der PC ist meist nur noch alle 3-4 Tage an.

    Ansonsten macht eh alles das S4.

  16. Ich, wer sonst? says:

    Jojo, schaufelt ihr mal ruhig schön eure Daten in die Google-Cloud. Bei mir bleibt ALLES auf dem Rechner. Dokumente, Fotos, etc. – diese NSA-Anbindung brauche ich nicht. Nicht mal geschenkt.

  17. Leuchtthurm says:

    @sam: wiso lässt sich problemlos über remote erledigen. https://www.internet-sparbuch.de/default_wiso.aspx#1 Ist das selbe Programm, nur eben nicht auf dem eigenen Rechner sondern auf einem virtuellen Desktop

  18. Von Smartphones kennt man es ja, das Hersteller gerne Geräte mit einem weniger populären Zweit-System in der Hinterhand halten, so erschienen bei Nokia noch lange Zeit neben WP7 Symbian- und ein Meego-Handy, davor Maemo, bei Samsung Bada und nun bald auch Tizen, bei TCL Firefox OS neben Android….kaum ein Hersteller hat eine wirklich große Auswahl an Chromebooks. Ein, zwei Devices, während man viel mehr Windows- und teilweise auch Linux-Modelle anbietet. Ich denke, die Hersteller lauern eher auf einen Hype, wirklich erfolgreich sind die Modelle zumindest bei uns in Europa wohl weniger.

    In D kommt ja als limitierender Faktor das gruselige Mobilfunknetz dazu. An der Schweizer Grenze kann ein Funkmast mit dem passenden Netz im Nachbardorf stehen, trotzdem sind Sunrise und Orange besser empfangbar und man fällt in Roaming – dafür mit 3G statt GPRS. Unter solchen Bedingungen macht ein Chromebook keinen Sinn, selbst wenn Ich es funktional reizvoll fände.

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