Home-Office: Trend hält auch nach Wegfall der Pflicht an

Mittlerweile ist es für Arbeitgeber nicht mehr verpflichtend, ihren Mitarbeitern die Möglichkeit zum Arbeiten im Home-Office anzubieten. Allerdings hat man in vielen Betrieben wohl gemerkt, dass dies ganz gut funktioniert und für beide Seiten Vorteile hat: Unternehmen sparen Kosten ein, etwa für Strom, Wasser und Co., während viele Mitarbeiter mehr Zeit haben, da sie den Arbeitsweg vermeiden können. Auch nach den jüngsten Lockerungen hält der Trend zum Home-Office daher an.

Besonders in der IT-Branche sei der Anteil der Remote-Worker laut Tagesschau, welche sich auf eine ifo-Studie beruft, immer noch sehr hoch. Der Anteil der Beschäftigten, die jedenfalls im April 2022 noch ganz oder teilweise im Home-Office gearbeitet haben, lag branchenübergreifend in Deutschland bei 24,9 %. Das entspricht zwar einem leichten Rückgang gegenüber dem Vormonat mit 27,6 %, zeigt aber, dass die Abschaffung der Pflicht zunächst nur geringe Auswirkungen hatte.

In der IT-Branche habe der Anteil der Home-Office-Arbeiter im März 2022 bei 76,8 % gelegen und im April 2022 immer noch bei 72,3 %. Da ist die Umstellung vermutlich auch am leichtesten gefallen, weil die Digitalisierung in jener Branche ohnehin eine besondere Rolle spielt. Eher niedrige Werte gibt es in der Automobilbranche: Arbeiteten im März 2022 28,4 % im Home-Office, so waren es im April dann nur noch 17,8 %. Auch im Verarbeitenden Gewerbe sank der ohnehin niedrige Anteil von 18,6 auf 16,3 %.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) erklärte kürzlich, dass Home-Office immer noch sinnvoll sei, um in Firmen Energie zu sparen. Ein Thema, das angesichts des Ukraine-Kriegs und zunehmender Sanktionen gegen Russland immer wichtiger wird. Er sei also dafür, dass weiterhin die Chance angeboten werde, von zu Hause aus zu arbeiten. Natürlich ist das aber nicht jedermanns Sache: Der eine schätze die Flexibilität und Ruhe des Home-Office, der andere fühlt sich eher sozial isoliert. Wie geht es euch da?

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32 Kommentare

  1. Ich bin seit zwei Jahren daheim und werde es laut meinem AG auch bleiben. Da mein Team so oder von Stuttgart bis Berlin quer in der Republik verteilt ist, habe ich den Sinn nie verstanden warum ich ins Büro muss um von dort zu telefonieren 😉
    Wenn mein Team vor Ort wäre, wäre das eine andere Situation…

  2. Hier hatte man die Leute lieber in Kurzarbeit geschickt anstatt HomeOffice anzubieten.
    Als Argument hatte man angegeben, dass im HO das Ganze viel zu langsam funktioniert.
    Zum testen hatte man einen uralt Laptop mit unerfahrenen Personal gehabt…

  3. Christian says:

    Also ich liebe die Vorteile und möchte diese auch niemals mehr missen. Ich für meinen Teil bin definitiv produktiver und weniger abgelenkt wie im Büro. Dort ertappe ich mich einfach immer wieder dabei, wie ich bei anderen Gesprächen zuhöre 😀 oder von den Kollegen abgelenkt werde, was mich dann aus der Konzentration reißt. Zudem arbeite ich im HomeOffice stundentechnisch gesehen deutlich mehr, da ich mir pro Tag 2 Stunden Fahrt (hin – und Rückfahrt) spare. Somit bin ich natürlich gerne bereit auch mal die eine oder andere Stunde „dranzuhängen“.
    Aus meiner Sicht ist das HO eine Win-win-Situation.

    • @Christian Dein Kommentar hätte zu 100% von mir sein können…

    • ist halt auch so.
      Für was soll man denn 40 min hin und 40 min zurückfahren. Das ist vergeudete Lebenszeit. Dann schaffe ich lieber 30 Stunden im Homeoffice angestrengt und schmiere die letzten 5 oder 8 Stunden die sowieso an Idle-Time anfallen irgendwo hin – Das Hirn macht bei mir zumindest keine 35h mit. und 40 die es eigentlich sind erst recht nicht.

      Habe schon seit 2019 Homeoffice (das nicht Homeoffice genannt werden darf – also mobiles Arbeiten) und kann eigentlich nichts daran aussetzen. Davor bin ich 4 Jahre durch die Welt gejettet …. nein Danke – brauche ich nicht mehr.

    • RobOtter says:

      Interessant, wie unterschiedlich dieselbe Situation von verschiedenen Menschen wahrgenommen wird. Ich z.B. könnte, wie viele meiner Kollegen, problemlos im HO bleiben, aber ich gehe lieber ins Büro. Zuhause bin ich viel unproduktiver, weil mich private Dinge hier viel leichter ablenken als das Geschnatter im Büro. Außerdem kann ich im HO rein gefühlsmäßig nicht Feierabend machen, denn ich bin ja schon zuhause 🙂
      Ich für meinen Teil brauche die Trennung zwischen Arbeit und Privatem, und die kriege ich nur durch die räumliche Trennung hin. Dafür nehme ich dann auch 1,5h Fahrzeit am Tag in Kauf – allerdings oft mit dem Fahrrad, was streng genommen auch wie Freizeit ist 😉

    • Hi Christian, daß Du dich von Gesprächen anderer Mitarbeitender ablenken läßt ist aber der Unsitte geschuldet individuelle Arbeitsräume abzuschaffen und Menschen wie die Legehennen in Großraumkäfige-, verzeihung, -büros einzupferchen. Was bei hennen von Tierschützenden angeprangert wird wird bei Menschen akzeptiert: statt eines individuellen Arbeitsraumes wird man in einen „Produktionsstall“ mit -zig anderen leuten gesperrt und muß deren Lärmpegel, aufgeregtheit und u. U. noch Parfum- und Körpergeruch-Mix ertragen. Ich bin froh daß ich zu meiner Arbeitszeit noch ein Einzelbüro bzw. nur ein Zweier-Zimmer hatte . nach meiner Verrentung wurde auch teilweise auf Großraum umgestellt , ein Greuel für mich . Ich bin keine Legehenne. Ich will einen Arbeitsraum der mir und meiner Konzentration bei der Arbeit wohltut . Wenn es Teambedarf gibt gibt es dafür Konferenzzimmer. Aber die Unsitte Menschen wie Vieh zu behandeln greift in der angeblich modernen Arbeitswelt der „Ökonomisierung“ leider immer mehr um sich .

      • Leider wird das seitens Arbeitgeber oft über einen Kamm geschert weil sich keiner damit befasst. Es gibt Teams da macht Prinzip „Legehenne“ Sinn um keine Wände (im wahrsten Sinne) zwischen den Kollegen aufzubauen. Es gibt aber auch mehr als genug Jobs wo man einfach mal die Tür hinter sich schliessen muss um sich zu konzentrieren.

  4. Christopher says:

    Ich schätze die Vorteile des Homeoffice enorm. Die Arbeit von zu Hause aus ist wesentlich entspannter, das lästige Pendeln fällt weg (mehr Freizeit), und auch die sozialen Kontakte zu Kollegen habe ich in den 2 Jahren nicht einmal vermisst. Werde daher auch im Homeoffice bleiben.

    • ich glaube aber, gerade für Berufseinstieg braucht man einen Einlauf und die Kontakte.
      Jetzt nach einer längeren Homeoffice Zeit denke ich mir dann auch …. naja so ein paar Kontakte in der Hinterhand oder so – aber das ist auch komplett Kontextabhängig und z.B. je nach Einsatz/ Projekt – wären manchmal in gewissen Situationen nicht schlecht.
      Aber habe in Folgeprojekten dann auch einfach meine Kontakte spielen lassen und es ging …. so what

  5. Unabhängig von Corona mittlerweile 3 Tage Home Office. Darunter mache ich auch keinen Job mehr, wenn es nicht unbedingt sein muss.

  6. Habe in den zwei Coronajahren weitestgehend komplett von Zuhause gearbeitet, seit Kurzem nun hybrid mit etwa 50:50 Büro und Homeoffice, das ist nun unser Standardmodus in der Firma unabhängig von Corona, für alle die wollen natürlich, niemand muss remote arbeiten.

    Finde ich persönlich auch am besten so. Fünf Tage wieder ins Büro ist ’ne Horrorvorstellung, das will ich nie wieder machen, da gibt’s für mich auch kein Zurück zu früher. Fünf Tage Homeoffice wurde irgendwann auf Dauer aber auch zur Belastung für mich. Wohne halt alleine und hab nur knappe 40m², da fällt einem schon irgendwann die Decke auf den Kopf, da kann die Wohnung noch so schön sein. Beides hat seine Vor- und Nachteile, die auch sehr individuell unterschiedlich sind.

    Ich genieße es jetzt, beides zu haben. Dazu muss man aber sagen: Ich hab’s nur 10 bis 15 Minuten entspannt zu Fuß zum Büro und der Weg ist auch noch super schön, weil er durch einen großen Park mit einem Fluss führt und da ist auch nur ein Rad- und Gehweg, keine Autos. Der Arbeitsweg kostet mich also weder viel Zeit noch Stress und schon gar kein Geld, ich brauche auch kein Fahrzeug und keine Öffis dafür. Ansonsten wärs sicherlich etwas Anderes.

    • so hab ich auch mal in ner Metropole gelebt – nur mit 5 Minuten Fußweg zur Arbeit hrrhrr

      • Als ich mir die Wohnung gesucht hab, war die Nähe zur Firma einer der maßgeblichen Faktoren, das war 2018. Gearbeitet hab ich dort schon seit 2016, die ersten zwei Jahre hatte ich eine tägliche Pendelstrecke von knapp 100 Kilometern mit der Bahn. Mindestens zwei Stunden frühs und zwei Stunden abends … und pünktlich und reibungslos ist das nahezu nie gelaufen. So etwas mach ich nie wieder, das ist eine unfassbare Lebenszeitvernichtung. Hab dann gewissermaßen das andere „Extrem“ gewählt und bin ganz nah an die Firma gezogen, um die verlorene Lebenszeit wieder herauszuholen.

        • Das ist meiner Meinung nach eine Sache, die sehr viele Menschen falsch machen.

          Sie gucken nicht auf die Nähe zum Arbeitplatz. Sie planen Kinder, in einer Wohnung ohne Grünflächen. Sie ziehen ins In-Viertel ohne Parkplätze und besitzen ein Riesen-Auto. Die resultierende Improvisiererei klappt einfach vorn und hinten nicht.

          Die 30 Minuten mit dem Rad zur Arbeit könnte ich verschmerzen, die muss ich jetzt sogar ausgleichen. Aber: Mittagessen mit dem Kind. Kuriere können immer angenommen werden. Wasser- und Stromableser kein Problem. Kurz was mit der Frau besprechen. Mittagessen für 2 Euro „in gut“ statt mal-wieder-Döner für 6 Euro.

          Homeoffice ist im Prinzip Gehaltserhöhung und Arbeitszeitverkürzung. Nicht für den Arbeitgeber, für den bleibt alles gleich, aber /ich/ habe mehr Geld, mehr Zeit, mehr Flexibilität, und das bedeutet natürlich auch was für meine Leistungsbereitschaft.

          Mir braucht keiner mehr mit Obsttellern und legendären Weihnachtsfeiern kommen. Homeoffice rult.

          • Ich habe knapp über 1 Stunde von Tür zu Tür pro Wegstrecke, lebe dafür außerhalb der Großstadt im Grünen. Verstehe nicht was daran eine falsche Planung ist? 3 Tage Büro sind kein Problem. Wenn’s sein muss auch mehr.

            Das Pendeln empfinde ich nicht schlimm. In der früh kann man in der Bahn Mails bearbeiten und das auf anteilige Mobilarbeit schreiben, am Nachmittag verbringt man die Zeit am Handy, um daheim der Familie volle Aufmerksamkeit zu schenken.

            Bei Leuten, die nach 100% Home Office schreien, frage ich mich immer, ob die mit keinen Kollegen oder anderen Fachabteilungen zusammen arbeiten müssen. Nicht speziell dich, sondern allgemein.

            Vieles in meinem Arbeitsalltag würde ohne gute persönliche Kontakte deutlich umständlicher funktionieren und dazu muss man halt auch mal 10-15 min in eine andere Abteilung rüber latschen und mit demjenigen von Angesicht zu Angesicht bei einem Kaffee diskutieren als ständig ein statisches Teams Kontaktbild vor der Nase zu haben. Ja, Home Office funktioniert. Aber es funktioniert oft nur aufgrund des Netzwerkes, das man sich vor Home Office aufgebaut hat?

            • PFGSnoopy says:

              Ich hatte in den letzten 2 Jahren keine Situation, in der ich irgendetwas nicht per Videokonferenz hätte klären können.

              Im Gegenteil, geteilter Bildschirm funktioniert besser als alle Teilnehmer (je nach Anzahl) um den Monitor oder um einen Tisch vor der Beamer Leinwand zu versammeln.

              Was weg fällt, ist Kollegen auf dem Flur, in der Kaffeeküche oder in der Kantine zu treffen.

              Es fällt aber auch weg, dass immer wieder Leute in mein Büro kommen und erwarten, dass ich alles stehen und liegen lasse und meine volle Aufmerksamkeit ihnen und ihrem Anliegen widme.

            • > Verstehe nicht was daran eine falsche Planung ist?

              Das habe ich ja auch nicht gesagt, dass das „falsch“ ist, wenn Du gar kein Problem damit hast, eine Stunde am Tag zu pendeln. Ich bezog mich darauf, dass Leute in die Wallachei ziehen, um sich DANN über’s Pendeln zu beschweren. Da denkt man halt vorher mal nach.

              > Bei Leuten, die nach 100% Home Office schreien,
              > frage ich mich immer, ob die mit keinen Kollegen
              > oder anderen Fachabteilungen zusammen arbeiten
              > müssen.

              Und das wiederum kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.

              Vorab: Früher habe ich das genauso gesehen — das Homeoffice war für mich zuerst erzwungen, inzwischen kriegt mich davon keiner mehr weg.

              Die Kaffepausen sind ersetzt durch Teamchats. Mail und Telefon flog raus, direkter Kontakt in Slack. Ich bin in 4 Projekten, jedes mit 4-5 Abteilungen, alle sind in Slack. Für Videokonferenzen etc. gilt Pünktlichkeit, Meetingdisziplin und soweiter. Statt dem Schnack an der Kaffeemaschine gibt es jetzt den Schnack im Videochat — „…wo ich dich eh grad sehe, sag mal, die Bohrschleckverträge…“ — und wo sich die Gelegenheit nicht ergibt, bimmelt man halt durch. Da man die Kalender der Kollegen eh einsehen kann, setzt man halt mal eine 5-Minuten-Videokonferenz an. Früher albern, heute Alltag.

              Ich vermute, dass viele Arbeitnehmer und -geber generell noch nicht in Digtalien angekommen sind.

              In meiner schönen neuen Agenturwelt sind eh alle schon so halb da gewesen: Private Handys im Firmennetz: Selbstverständlich. MS Teams — oh Gott, nein, wo man beim Admin betteln muss, wenn man Dateien anhängen möchte – Slack natürlich. Alles bei Google im Enterprise-Konto. Keine Drucker mehr, keine Telefone, kein Bargeld, keine Emails. Natürlich hat niemand mehr einen Desktop-Rechner gehabt, nur Laptops. Und alles Macs, damit wir keine IT-Abteilung brauchen, die managed halt jeder selber mit seinem Admin-Account.

              Von da an war es halt nur ein kleiner Schritt ins Homeoffice.

              Wenn ich da das Büro meiner Frau sehe (Versicherung): All einen günstigen Desktop-Rechner. Zum Lockdown haben die dann alle schnell billige Laptops bekommen und sharen ihren eigenen Screen in der Firma. Keiner hat Ahnung von Windows, alles wird ausgedruckt, Arbeit wird über Mailverteiler organisiert, und es gibt gar kein Konferenz- oder Chat-Tool. Wenn ich deren persönliche technische Probleme am Rechner so höre, dann klingt das alles nicht gut. Die haben mit 30 Angestellten deutlich mehr IT-Stress als wir mit 1500.

              Ja gut. Dann ist natürlich auch Essig mit „Fachabteilungen“.

              Mich wundert ja immer mit welcher Selbstverständlichkeit Leute akzeptieren, dass man die Bedienung eines Autos jahrelang lernen und begreifen muss, aber von Computern braucht man ja nix verstehen. Wo leben die?

  7. Mein Arbeitsweg ist ein netter Spaziergang von knapp 20 Minuten oder eine kurze Fahrt mit dem Rad. Trotzdem habe ich meinen Büroarbeitsplatz komplett aufgegeben. Wozu den Laptop hin und her tragen, wenn er im Arbeitszimmer auch einfach auf dem Tisch stehen bleiben kann? Dann und wann beim Spazieren gehen mal im Büro rein schauen und die gesammelten „Danke-Süßigkeiten“ aus dem Fach nehmen reicht für mich als ITler. 🙂

  8. Tom Bongers says:

    Das viele nicht mehr komplett weg von Home Office möchten, kann ich verstehen. Allerdings ist es bei uns so extrem, dass ich manche Kollegen schon seit 2 Jahren nicht mehr gesehen habe und da sind manche dabei, die wollen auch am liebsten in Zukunft gar nicht mehr in Büro kommen.

    Aber ganz ehrlich, sowas finde ich dann zu extrem. Da geht der komplette soziale Zusammenhalt flöten. Kurz mal ein fachlicher Austausch am Kaffee Automaten oder der Smaltalk auf dem Gang, das fällt alles weg und wird sich auf Dauer negativ für die Firma, aber auch für die persönliche Entwicklung auswirken. Im Schnitt zwei Tage oder wenigstens ein Tag pro Woche sollte finde ich schon für jeden Möglich sein.

    • Fachlicher Austausch an der Kaffeemaschine… so argumentieren die AG. Aber gibt es den wirklich? Gibt es dazu ernstzunehmende Untersuchungen? Denn mein Eindruck ist, dass die Leute beim Kaffeetrinken nicht über Arbeit reden und diese Geistesblitze kommen halt wenn man die Arbeit kurz liegen lässt. Egal ob mit Kollegen oder mit dem Kind. zu Hause.
      Für mich hat sich Büro definitiv erledigt. Nebenbei habe ich deutlich mehr Leute kennengelernt als früher im Office. Die Hemmung ist gefühlt bei allen niedriger, kurz Mal per Videokonferenz ins Gespräch zu kommen.
      Vom ökologischen Faktor ganz abgesehen… Benzin brauche ich nicht, wenn ich zu Hause arbeite und da ich die anderen Verbräuche auch monatlich tracke seit Jahren: weder Verbrauche ich mehr Gas, Strom noch Wasser als vor Corona und vor dem Home-Office. Aber eben definitiv weniger Benzin und weniger Lebenszeitverschwendung.

  9. Johannes, da geht es Dir ähnlich wie mir 🙂
    Ich bin gerne im Homeoffice, aber nicht nur. Ich bin auch gerne im Büro, aber nicht nur. Für mich sind 2, ggf. auch 3 Tage vor Ort ideal, um nicht komplett sozial isoliert zu sein – die Kontakte tun mir gut. Aber auch nicht immer vor Ort gehen müssen hat auch seine Vorteile. Im Übrigen fahre ich auch mit dem Rad durch einen schönen Park mit Fluss etc. und hab 15-20min. Das war zu Pendlerzeiten damals mit 2,5h am Tag im Stau oder in Öffis ganz anders. Aktuell muss ich 1x die Woche vor Ort und wenn die Inzidenzen weiter fallen werde ich wohl 2x pro Woche gehen.

  10. Frankster says:

    Habe seit 2015 HO und auch keinen 100 % gefüllten Arbeitstag. Ich würde nie mehr tauschen 🙂

  11. Naja 3 Tage Büro und 2 Tage Home, ist wohl ein bisschen zu wenig. Ich plädiere für „Freie Wahl“ und alle 3 Monate entspannte Team-Meatings vor Ort wo es ausnahmsweise nicht um Arbeit geht

  12. Ist ja auch nur sinnvoll und vor allem ists ein Win-Win für alle beteilgiten:
    Mitarbeiter sind weniger gestresst durch Berufsverkehr der WIRLKICH ätzend ist, wenn man von Stadt zu Stadt pendelt und es reduziert die Belastung der Umwelt. Und ich brauch meine Hose morgens nicht anziehen und es fällt niemandem auf! ALso Win-Win-Win!

  13. Nie wieder Büro — das ist zukünftig eine Bedingung für jeden Arbeitsplatz. Meine sozialen Kontakte sind anderweitig gedeckt — ich war seit 2 Jahren nicht mehr im Büro und geniesse es.

    Die Firma hat in dieser Zeit auch bereits umgestellt: Es werden Leute aus anderen Ländern und Städten eingestellt, Räumlichkeiten gekündigt, und es gab eine klare Zusage, dass ich gern auch nach Malle fliegen darf und von dort arbeiten, wenn ich dort solide Netz habe.

    Man merkt jetzt, welche Firmen ein kompetentes Management haben:
    Die einen können Resultate beurteilen. Die anderen wollen 10 Stunden lang eine Tastatur klappern hören. Die einen haben in Laptops investiert, die anderen in ALDI-PCs. Ich weiss, womit ich arbeiten will.

    Homeoffice ist Teil meiner Lebensplanung geworden. Alles andere als „zu 100%“ klappt nicht mehr, ich will raus aus der Stadt und ins Grüne.

  14. Gibt es eigentlich schon eine App, in der man speziell Home Office Plätze mieten kann? Also zB Malotze in der Nähe vom Strand mit geilem WLAN oder eine Wald Hütte mit geilem WLAN oder…was verrücktes wie ein Baumhaus mit geilem WLAN? Also der USP wäre ja dann ein großer Raum mit Küche und schlafplatz plus „mini Büro“ und geilem WLAN – geprüft bewertet und bebildert…glaub die App würde durch die Decke krachen!

    • Gute Idee, ist mir auch nicht bekannt und hätte riesiges Interesse dran!
      Gerne auch Filter für CoWork etc.

  15. Ich bin 2 Tage im Office und 3 Zuhause. Find ich optimal. Die 2 Tage nutze ich für Meetings und Kram der besser vor Ort bzw. im Co-Working erledigt werden kann und die Tage daheim für konzentriertere Arbeiten. Darüber hinaus geh ich wirklich gern ins Office, weil das Team super ist und unser Office, Ausstattung, Verpflegung etc. über jeden Zweifel erhaben ist.

  16. PFGSnoopy says:

    Ich arbeite seit Mai 2020 komplett im HomeOffice und wenn es nach mir geht, ändert sich daran auch nichts mehr.

    Jeden Tag, je nach Verkehrslage, 1-3 Stunden auf der Autobahn zu verbringen, um 9+ Stunden am Arbeitsplatz zu sein, erschließt sich mir nicht mehr.

    Aber ich arbeite auch in der IT, da ist es praktisch egal, wo auf dem Planeten ich auf ein Display oder in eine Kamera starre oder in ein Telefon spreche…

  17. Auch vor Corona war bei uns schon teilweise Mobile Office möglich, allerdings mit unterschiedlichen Regelungen an den verschiedenen Standorten. Die letzten zwei Jahre haben gezeigt, dass mehr auch möglich ist. Ich sitze im Büro mit netten Kollegen, arbeitsmäßig haben wir allerdings sehr wenig miteinander zu tun. Mein Team ist weltweit verteilt, von wo aus ich mit denen telefoniere ist eigentlich egal. Für mich bedeutet Homeoffice jeden Tag 70 km weniger Autofahrt, 70 Minuten mehr Zeit, etwas Sinnvolles zu machen. Dazu kommt noch die eine Stunde Zwangspause, die ich zu Hause auch sinnvoller nutzen kann, als im Büro zu sitzen.
    Ich arbeite in einem großen Konzern, da ist es leider so, dass Änderungen sehr behäbig vonstatten gehen und unglaublich viele Leute mitreden wollen. Bei uns ist zur Zeit die Ansage, dass ab Ende Mai wieder das normale Arbeitsmodell gilt.
    Dazu kommt, es zeichnet sich ein Flexit ab (Kunstwort aus Brexit und flexibel, aus einem FAZ-Artikel). Viele Kollegen werden den Arbeitgeber wechseln, wenn sich nicht bald eine Änderung ergibt.

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