Home Connect Plus: Geschäftsführer gibt Ausblick auf kommende Bezahlfunktionen

Bei Home Connect Plus handelt es sich um eine Plattform, welche diverse Smart-Home-Systeme unterschiedlichster Hersteller verzahnen soll. Oftmals ist das Zusammenspiel verschiedener Smart-Home-Komponenten nicht vorgesehen, mit Home Connect Plus ist da dennoch einiges möglich. Einige Partner hat der Dienst bereits für sich gewinnen können. Verfügbar ist die App für Android und iOS-Nutzer. Für Android wird mindestens Version 7.0 vorausgesetzt, bei iOS ist es mindestens iOS 14. Zuletzt wurde die App auch für größere Bildschirme, wie Tablets, fit gemacht. Erfahrene Nutzer greifen wohl weiterhin eher zu einer selbst aufgesetzten Lösung wie Home Assistant, iOBroker und Co. und haben die Möglichkeiten auf schier endlose Möglichkeiten zurückzugreifen.

In einem Interview mit t3n äußerte sich Steffen Manke, Geschäftsführer des Startups Residential IoT Services, die für Bosch seit 2021 Home Connect Plus betreiben, nun über die Pläne, Bezahlfunktionen zu integrieren und warum dies seiner Meinung nach durchaus lohnenswert sein kann. Denn die ersten sind sie damit keinesfalls, auch andere Hersteller schauten schon über jenen Tellerrand, mussten teils aber wieder zurückrudern, weil die Kundschaft den Mehrwert dahinter nicht sehen wollte oder konnte. Und da wären wir auch schon beim Stichwort: „Mehrwert-Services“. So nämlich nennt man die kommenden Bezahlfunktionen bei Home Connect Plus. Dies meint Features, deren Mehrwert für den Kunden so sinnvoll sein soll, dass er auch wirklich bereit ist, ein geringes monatliches Entgelt dafür zu bezahlen.

Als Beispiel nennt er Smart-Home-Benachrichtigungen, die beim Nutzer im Eifer des Gefechts auch gern man untergehen können und dann am Ende doch nicht gebracht haben, wenn daheim gerade eingebrochen wurde.

Diese kann ich verpassen, zum Beispiel wenn ich in einem Meeting sitze oder gerade im Flieger. Wenn wir zusammen mit Partnern die Wahrscheinlichkeit erhöhen können, dass dann trotzdem auf den Alarm reagiert wird, sollte diese zusätzliche Sicherheit den Nutzer:innen doch eventuell einen kleinen Aufpreis Wert sein.

Details, wie genau man dieses Problem aber angehen wolle, nennt Manke nicht. Stattdessen gibt er ein weiteres Beispiel: Energiemanagement. So könnte ein Bezahlfeature so aussehen, dass unnötige Verbraucher automatisiert in der Nacht vom Netz getrennt werden, wenn sie nicht weiter benötigt würden. Oder aber die Wallbox daheim, die erst dann mit dem Ladevorgang beginnt, wenn die Photovoltaikanlage auf dem Dach für Strom sorgt. Noch in diesem Monat will man mit den ersten Bezahl-Optionen beginnen. Die Grundfunktionen der App blieben aber weiterhin kostenfrei, so Manke weiter.

Auch wolle man in den kommenden Monaten hier noch weiter ausbauen. So soll es über die bisherigen Wenn-Dann-Regeln hinausgehen, die App soll dem Nutzer selbst Vorschläge anbieten, wie er sein Smart Home verbessern kann. So zum Beispiel durch die Erkennung, wann morgens die Fenster regelmäßig zum Lüften geöffnet werden, damit das System schon zwei Stunden vorher die Heizung in den Räumen herunterregeln kann. Und genau wie das Mutterunternehmen Bosch stehe man dem kommenden Standard Matter sehr offen gegenüber, wenngleich die Umstellung nicht von jetzt auf gleich erfolgen können wird.

Es wird einen sehr langen Übergangszeitraum geben, weil viele vorhandene Geräte damit nicht gehen. Außerdem sind noch längst nicht alle Gerätetypen innerhalb des Matter-Standards definiert, sodass ein Teil davon weiterhin nur in Hersteller-Apps und Extra-Apps nutzbar sein wird.

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Ein Kommentar

  1. An dieser Stelle mal ein Lob für die unaufdringlich gestalteten „Werbebanner“. Obwohl sichtbar, gehen die einem nicht auf die Nerven. Daumen hoch!

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