Home Assistant: Release 2022.2 bringt größere Neuerungen

Normalerweise gibt es für die Smart-Home-Plattform „Home Assistant“ monatliche Updates. Da man das Release im Januar übersprungen hat, kann Home Assistant mit dem Update auf 2022.2 mit größeren Neuerungen aufwarten. Es ist nach eigenen Angaben sogar das größte Release überhaupt. Wer „Home Assistant“ nicht kennt, der sei kurz ins Boot geholt: Die Open-Source-Plattform lässt sich beispielsweise auf einem Raspberry Pi aufsetzen und dient der Verzahnung und Automation diverser Smart-Home-Gerätschaften sowie Plattformen.

Mit dem Release von Home Assistant 2022.2 gibt es 15 neue Integrationen. Zudem lassen sich 13 bestehende Integrationen nun auch über die Benutzeroberfläche einrichten. Vor Jahren haben viele Nutzer aufgrund der einfacheren Einrichtung auf iOBroker statt auf den Home Assistant gesetzt. Mittlerweile bietet Home Assistant auch leichtere Einstellungsmöglichkeiten über eine Benutzeroberfläche.

Große Veränderungen hat der Medienbrowser erfahren, der inzwischen auf den schlichten Namen „Medien“ hört. Der bietet neben einer übersichtlichen Oberfläche auch eine Menüleiste, um abgespielte Medien zu steuern.

Außerdem wurde das Durchsuchen von Medien verbessert. Beim Durchsuchen von Medien verändert sich die URL, sodass entsprechende Lesezeichen angelegt werden können. Zudem können Medien aus unterstützten Quellen von anderen Integrationen durchsucht werden. Heißt: Habt ihr beispielsweise die Integration für Spotify und Sonos eingerichtet, dann können Spotify-Medien durchsucht und auf Sonos-Lautsprechern abgespielt werden. Ebenso wird für Cast die Wiedergabe von Plex-Inhalten direkt vom Browser unterstützt. Neben Sonos unterstützen auch Roku sowie VLC über Telnet die Wiedergabe lokaler Medien. Wie das Ganze funktioniert, zeigt das folgende Video:

Für Home Assistant OS gibt es im Hauptkonfigurationsbildschirm nun einen prominenten Platz, um nach neuen Updates zu suchen. Es wird zwar automatisch alle paar Stunden nach Updates gesucht, wer es da aber etwas eiliger hat, der kann das manuell anstoßen. Jener Button ist nicht mehr über diverse Stellen verstreut, sondern eben über eine zentrale Schaltfläche erreichbar.

Zudem macht man das Melden von Problemen mit Integrationen oder Geräten einfacher. So lassen sich Diagnosen herunterladen, die den Entwicklern bereitgestellt werden können. Mit 61 Integrationen machen bereits zahlreiche Entwickler von den neuen Diagnosemöglichkeiten Gebrauch. Zudem klärt man präsenter über bekannte Probleme auf und gibt einen einfacheren Zugang, um Probleme zu melden.

Weitere Neuerungen? Szenen haben ab sofort einen Zustand. Heißt: Ihr erhaltet mittels Zeitstempel immer einen Einblick, wann eine Szene zuletzt aktiviert wurde. Ein Logbuch gibt neben den Zeitpunkten zudem Aufschluss darüber, wer die Szene aktiviert hat. Zudem lässt sich das Aktivieren von Szenen nun automatisieren. Dies ist insbesondere sinnvoll, wenn diverse Aktionen über Automatisierungen ausgelöst werden. Im Konfigurations-Dashboard gibt es zudem eine Suche. Die durchsucht so ziemlich alles vom Add-On über das Konfigurationspanel bis hin zu Entitäten oder Geräten. Darüber hinaus sind noch allerhand Kleinigkeiten in das neue Release eingeflossen.

In den letzten Jahren lag bei Home Assistant der Fokus darauf, Dinge zu vereinfachen – also beispielsweise über die Benutzeroberfläche zu verwalten. Zudem konzentrierte man sich darauf, den Home Assistant stabiler und schneller zu machen. Im Jahr 2022 liegt der Fokus darauf, die über die Jahre angewachsene Funktionalität besser zu organisieren und zu integrieren. Beispielsweise arbeitet man an der Möglichkeit sowohl für YAML als auch für die Benutzeroberfläche eine Benachrichtigung mit Kamera-Schnappschuss ans Smartphone zu senden oder auch einen Song für eine Automatisierung auszuwählen bzw. Text-to-Speech zu verwenden. Die genannten Möglichkeiten sind bereits jetzt vorhanden, erfordern allerdings einiges an Know-how in der Umsetzung.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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11 Kommentare

  1. Schade das an einem Raspberry nicht mehr die GIPOs unterstützt werden.

  2. Danke für ein Homeassistant Beitrag 🙂

  3. an und für sich ein interessantes System, wenn ich richtig gelesen und verstanden habe erfordert die Integration von Sprachassistenten ein kostenpflichtiges Cloud Abo (bei mir primär Amazon Alexa, ggf. Google und Siri). Klar können die sich so ein Stück weit finanzieren ob ich diese Ausgaben haben möchte und ob das insgesamt einen ausreichenden Benefit ergibt? Wie gesagt an und für sich finde ich das System Super.

    Da überlege ich mir eventuell eher über ein limitierteres System wie Bosch Smart Home oder noch limitierter AVM Smart Home zu erweitern. Bei Bosch könnte ich sowohl die Sprachassistenten als auch mein Hue System mit Hue Bridge integrieren und hätte eine offline taugliche Bosch Bridge. Bei AVM ist die Integration von Fremdsystemen leider nicht so ausgeprägt der Ansatz den Router als Controller zu nutzen eigentlich Super, ich frage mich ob sich das AVM System langfristig so behaupten kann.

    • Das hast du falsch gelesen. Deren Nabu Case Cloud kostet. Du kannst aber auch alles selber machen. Nginx in ne DMZ, Zertifikat drauf und gut. Habs testweise mal mit Google Assistant tadellos laufen gehab.

      • Bei mir läuft der Google Assistant ebenfalls ohne Nabu Casa (deren kostenpflichtige Cloud). Meine Home Assistant Instanz ist über einen Tunnel mit cloudflared von außen erreichbar, ohne kostenpflichiges Abo

      • kannst du dazu vielleicht das Tutorial verlinken?

  4. Detlef Barwich says:

    Der HM-MOD-RPI-PCB funktioniert auf jeden Fall nicht mehr. 🙁

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