Hallo Magenta: Smart Speaker der Telekom ist offiziell und kommt im ersten Halbjahr 2018

Dass die Deutsche Telekom einen eigenen smarten Lautsprecher auf den Markt bringen möchte, ist für Leser unseres Blogs ein alter Hut, wir berichteten bereits. Nun ist die ganze Sache offiziell. Auf „Hallo Magenta“ wird der Lautsprecher hören, damit man ihn per Sprache befehligen kann, insbesondere für Telekom-Dienste. Aber nicht nur das, auch Alexa wird der Lautsprecher beherrschen, wenn er in der ersten Jahreshälfte 2018 eingeführt wird. So lange müssen sich potentielle Nutzer nämlich noch gedulden.

Durch den Alexa-Zusatz – der bislang wohl besten Lösung für Sprachsteuerungen – ist man auch nicht auf Telekom-Dienste (zum Beispiel Sprachsteuerung von Entertain TV) beschränkt, sondern kann den Lautsprecher dabei eben auch wie einen Echo mit all seinen Skills nutzen. Interessant könnte zudem die Sache mit dem Datenschutz sein. Gerade bei stetig zuhörenden Lautsprechern weiß man ja nie so recht, was vom Gesagten jetzt tatsächlich wo landet, auch wenn uns die Hersteller immer wieder versichern, dass dies alles geschützt sei.

Bei der Telekom werden die Befehle 30 Tage lang gespeichert – auf Servern in Deutschland und damit deutschem Datenschutzrecht unterliegend. Allerdings dürfte das nur für „Hallo Magenta“-Befehle gelten, quatscht man mit Alexa, werden die Aufnahmen wohl auch bei Amazon gespeichert.

Auch technisch soll sich der Smart Speaker sehen lassen können: 25 Watt Ausgangsleistung, der Sund wird über zwei 42mm-Lautsprecher ausgegeben. Vier Mikrofone sorgen dafür, dass der Nutzer stets verstanden wird. Entwickelt wurde das Paket auch unter Beteiligung von Forschern des Fraunhofer
Instituts für Digitale Medientechnologie aus Oldenburg.

Spannend wird letztendlich auch der Preis sein. Wobei man so einen Smart Speaker auch gut als „Goodie“ zu einem Vertrag reichen könnte. Ich glaube schon, dass der Speaker Abnehmer finden wird, die Telekom-gebrandeten Router tun dies ja auch. Aber das werden wir dann nächstes Jahr sehen.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

7 Kommentare

  1. Schwierig. Für einen eigenen Sprachassistenten außerhalb Alexa, Google Assistant, Siri und Cortana sehe ich eifach keinen Markt. Selbst die beiden letztgenannten werden es sehr schwer haben.

    Dazu noch ein dediziert deutsches Ding? Es gibt eine Menge US-Konzerne, die sich einfach nicht um den deutschen Markt scheren und auch in Asien hat man nicht auf die Telekom gewartet.

    Für mich ist das schon jetzt ein Rohrkrepierer. Dann lieber einen echten Alexa oder Google Speaker mit eigenen Anpassungen und gutem Sound.

  2. Wow, bei Alexa und Co hat man wenigstens nur den Vendor Lock in, aber hier sehr wahrscheinlich sogar den Provider Lock in … na danke 🙁

  3. Der schäbige Telekom Router für 5€ im Monat tut es auch?
    Hier ist der nach einem Tag zurück gegangen, und ne Fritzi ist seit dem das Internet Herzstück^^

  4. Mit Alexaintegration? „Hallo Magenta, mach das Licht an.. HALLO Magenta, MACH das Licht an… oh, Ähm, Hallo Alexa, mach das Licht an!“

  5. Nein, dass geht dann so: Hallo Magenta, sage Alexa das sie das Licht ausmachen soll.

  6. Update: ohne Angabe von Gründen hat Telekom am heutigen 01.März 2019 verlauten lassen, dass „Hallo Magenta“ zum 01.Mai 2019 eingestellt wird. Selbstverständlich lässt sich Alexa weiterhin auf den Lautsprechern nutzen. Zu den Hintergründen wollte die Telekom keine Angaben machen. Anscheinend konnte sich das Angebot nicht wie erwartet am Markt durchsetzen. In unserer letzten Blog-Umfrage kam „Hallo Magenta“ nicht über den Promille-Bereich hinaus.

  7. Oh wow. Noch so ein Ding das keiner braucht. Jetzt bitte noch von Vodafone, O2, KIK, IKEA, Primark und Karstadt. Danke.

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