Hallo Magenta: Smart Speaker der Deutschen Telekom verzögert sich weiter


Im ersten Halbjahr 2018 sollte der Smart Speaker von der Deutschen Telekom auf den Markt kommen. Ihr hättet es mitbekommen, wäre es so eingetroffen. Anfang 2019 informiert die Telekom Interessenten nun, dass es zu weiteren Verzögerungen kommt. Ziemlich unverblümt lässt man wissen, dass man für das Training und die Optimierung des Speakers deutlich länger benötige.

Vorerst einmal bis April bittet das Unternehmen die Interessenten um Geduld, bis spätestens dann würde man Neuigkeiten haben. Dabei geht es allerdings hauptsächlich um die Speicherung von Daten. Sollte man damit nämlich nicht einverstanden sein, kann man auch widersprechen.

So ein Smart Speaker ist kein leichtes Unterfangen. Man muss nur mal betrachten, wie lange Amazon und Google schon an ihren Produkten arbeiten, die sich natürlich auch stetig verbessern. Man kann ja auch kein neues Produkt auf den Markt bringen, das dann viel schlechter funktioniert als bereits verfügbare Smart Speaker.

Immerhin war die Telekom so schlau und hat von vornherein erklärt, dass man über den Smart Speaker auch auf Alexa zugreifen können wird. Quasi eine Absicherung in Sachen Akzeptanz beim Nutzer, der das System vielleicht schon kennt. Mal sehen, ob der „Hallo Magenta“-Speaker noch Realität wird oder sich die Deutsche Telekom vielleicht sogar komplett davon verabschiedet. So richtig zuversichtlich klingt die Mail meiner Meinung nach nicht:

Sehr geehrte(r) Interessent(in),

zunächst einmal möchten wir uns ganz herzlich für Ihre Geduld bedanken!

Leider müssen wir Sie darüber informieren, dass wir den Test des Smart Speakers verschieben werden. Wir benötigen deutlich länger für das Training und die weitere Optimierung des Sprachassistenten als ursprünglich geplant.

Wir nehmen uns diese Zeit, um das Nutzungserlebnis unseres intelligenten Lautsprechers deutlich zu verbessern und unser Ziel, durch den Smart Speaker Dinge in ihrem Leben zu vereinfachen, auch zu erreichen.

Wir gehen davon aus, dass Sie trotz der Verschiebung weiterhin an einer Teilnahme interessiert sind. Falls Sie aufgrund der erneuten Verschiebung kein Interesse mehr haben sollten als Betatester tätig zu werden, schicken Sie uns bitte eine kurze Rückmeldung an smart-speaker-trainieren@telekom.de. Auf Ihre Rückmeldung hin werden wir Ihre Daten löschen und Sie nicht erneut anschreiben.

Sofern wir nichts von Ihnen hören, gehen wir von einem weiteren Interesse Ihrerseits aus und werden Ihre Daten bis voraussichtlich Anfang April speichern. Spätestens Anfang April werden wir Sie erneut zum Thema Datenspeicherung kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Telekom Smart Speaker Betatest-Team

Danke Andreas und Max!

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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11 Kommentare

  1. Bin Betatester und das Ding ist als Smart Speaker der letzte Dreck. Soundqualität ist aber i.O.

  2. Die Telekomiker sind wie Microsoft. Den Mitbewerber hinterherlaufen, merken das man viel zu spät auf den Zug aufgesprungen ist und nach einer kurzen Zeit wieder einstampfen….. Das teure Abenteuer merkt der Kunde dann bei der nächsten Preisrunde…..

  3. Ob der von der selben Arbeitsgruppe entwickelt wird, die den erfolgreichen Messenger Joyn auf den Markt gebracht hat?

  4. Wer will so ein Teil haben? Oo

    • Wenn es eine vergleichbare Leistung zu Alexa hätte, würde ich wechseln. Einzig aus dem Grund, dass ich der Telekom mehr Vertrauen in Sachen Datenschutz entgegenbringe.

      Edith sagt, dass ich ja gar nicht viel von Alexa nutze und deren Leistung auch sehr zu wünschen übrig lässt. Der Wechsel wäre also keine große Hürde :-).

      • Das sehe ich auch so. Bei mir laufen auf Alexa ca fünf verschieden Szenarien, Heizung, Licht und TV. Der Rest an Skills, nun ja, viel Müll dabei und für mich unnütz. Aber das sieht ja jeder anders. Die Szenarien die ich nutze werden verm. auch mit dem Telekom Dingens funktionieren.

  5. Ich würde es sehr begrüßen, wenn neben den drei dominierenden US Unternehmen auch ein europäische Firma auf dem Markt der Speakers ist. Gerade hat erst Google eine Strafe von der EU erhalten und Facebook kennt Datenschutz doch gar nicht.

    Kooperiert Telekom nicht mit Fraunhofer Institut und Telekom France? Gibt es da keine weitere Informationen von denen?

  6. Habe den auch mal Anfang letzten Jahres getestet und das war richtig Schrott. Reaktionszeiten von 3-5 sekunden und auch die Sprachsynthese war richtig schlecht. Sprachbefehle hat der nur so 20 verstanden und ich fand den Sound schlechter als ne UE Boom. Nix da Frauenhofer.
    Alexa Integration war damals auch noch nicht. Einziges cooles Feature war das Ding als DECT Freisprecher zu verwenden.

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