Greenpeace und Deutsche Umwelthilfe verklagen deutsche Konzerne wegen mangelnden Klimaschutzes

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und Greenpeace verklagen gemeinsam mehrere deutsche Konzerne. Der Vorwurf lautet, dass sich jene nicht ernsthaft für den Klimaschutz einsetzen würden. Betroffen sind Volkswagen, Mercedes-Benz, BMW und Wintershall Dea. Hören werden die Unternehmen dies nicht gern, werben sie doch gern mit einem grünen Image.

Die DUH und Greenpeace fordern, dass die drei deutschen Autohersteller unter anderem den Verkauf von Verbrennern bis 2030 stoppen. Zudem fordert man, dass das Öl- und Erdgasunternehmen Wintershall Dea spätestens ab 2026 keine neuen Öl- und Gasfelder mehr erschließe. Konkret verklagt die DUH dabei BMW, Mercedes und Wintershall Dea, während Greenpeace sich VW vornimmt. Kläger sind die Geschäftsführenden der Verbände, bei der DUH Barbara Metz, Sascha Müller-Kraenner und Jürgen Resch und bei Greenpeace Martin Kaiser und Roland Hipp sowie die Fridays-for-Future-Aktivistin Clara Mayer.

Beide Verbände haben Anspruchsschreiben formuliert, die ihr einmal hier (DUH) und einmal hier (Greenpeace) findet. Juristische Grundlage der Klagen? Die bisherigen und geplanten Klimaschutzmaßnahmen der vier Konzerne widersprechen den Klimazielen von Paris und seien damit rechtswidrig. Die Konzerne würden zukünftigen Generationen schaden und verantwortungslos agieren. Gerade die deutsche Autoindustrie hinterlasse einen „gigantischen globalen CO2-Fußabdruck“. Die Konzerne würden mit der Zerstörung des Klimas Milliarden verdienen – in vollem Bewusstsein dessen, was sie anrichten würden. Das müsse man mit rechtlichen Mitteln stoppen.

BMW und Mercedes-Benz hätten über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg alle gegebenen Zusagen zum Klimaschutz gebrochen. Mit dem Shell-Urteil aus den Niederlanden, das den Konzern zu mehr Klimaschutz verpflichtet, habe man nun bei der DUH und Greenpeace Rückenwind für seine weiteren Schritte. Ich selbst bin gespannt, wie da am Ende die Gerichte entscheiden werden. Dass es nur wenige Unternehmen gibt, die sich ernsthaft über das Mindestmaß bzw. Marketing-Aktionen hinaus um Klimaschutz bemühen, ist wohl kein Geheimnis. Vermutlich werden BMW, Mercedes-Benz, Volkswagen und Wintershall Dea bald mit abwinkenden Stellungnahmen reagieren.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden.

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58 Kommentare

  1. Als Unternehmer würde ich es mir reiflich überlegen, in einem Land in dem versucht wird das Unternehmertum derartig mit rechtlichen Mitteln zu gängeln, meine Geschäftstätigkeit in ein unternehmerfreundlicheres Land zu verlegen.

    • Mira Bellenbaum says:

      Deinem Kommentar kann man unterstellen, dass Du gerne wieder die Sklavenarbeit einführen würdest!
      Denn ein Verbot gängelt ja Deiner Aussage zufolge das Unternehmertum!

      • @Mira Bellenbaum
        Ich bin der Meinung, dass Unternehmer sehr gut wissen was in puncto Klimaschutz zu tun ist und auch in der Lage sind das umzusetzen, wenn man ihnen den Raum dafür lässt. Mit Unternehmer meine ich allerdings nicht diese Gesellen von Managern, denen es nur um den eigenen Erfolg und die Verlängerung ihres Vertrags geht, nachdem sie wieder mal ein Unternehmen auf Kosten des Personal „saniert“ haben.

    • Klar, Klimaschutz ist nämlich kein globales Problem und ignorieren hat schon immer geholfen. Du bist mir ja so einer

    • Das erinnert mich an den berühmten Cartoon von dem Alten, der an einem postapokalyptischen Lagerfeuer den Kindern erzählt:

      „Yes, the planet got destroyed. But for a beautiful moment in time we created a lot of value for shareholders.“

    • Das nennt man Verantwortung. Die gilt für alle! Deutschland hat viel zu lange weggesehen. Wir haben auch eine weltweite Verpflichtung

      • Mit einem Anteil von ca. 2% am globalen Klimawandel wird Deutschland die Welt nicht retten. Egal was Greenpeace und DUH fordern und wie oft die noch vor Gericht ziehen. Auch unnötig generierte Ordner von voll Gerichtsakten belasten am Ende die Umwelt.

  2. kann man machen, ist aber scheisse.
    Für wie viele Menschen, deren Kinder und Enkelkinder und Enkelenkelkinder wird damit die Zukunft in Form nicht mehr vorhanden Arbeistplätze und Co zerstört? Aber das ist diesen Leuten ja egal 🙁
    Und zum Öl. Nun schon seit ein paar Jahren werden kaum noch neue Ölfelder gesucht und erschlossen. Das wird sich dann analog wie in den 2010 im extrem hohen Ölpreis bemerkbar machen. Wenn mehr gefragt wird als tatsächlich geliefert werden kann. So Nebenbei sollten diese Jungs und Mädels mal genau überlegen wie viele ÖL in einem BEV und Co steckt. Oder kommt das alles aus Lzuft und Liebe

    • Auf einen toten Planeten gibt es auch keine Arbeitsplätze mehr.

      Hier überleben muss vor Wirtschaft kommen. Ich bin überzeugt das beides geht, dass es möglich ist eine Gesellschaft zu schaffen, in der man gut versorgt ist und gleichzeitig die Ressourcen nicht übetstrappaziert.

      Soll nur, dass die deutsche Autoindustrie, mit ihrem festhalten an Status quo, nicht einmal versucht einen solchen etc zu finden. Damit Maschen die nachfolgenden Generationen das Überleben unmöglich, das können Sie dann auch noch mehr mit Jobs retten.

      Wenn wir so weiter machen schließen für uns selbst aus der Evolution und haben damit den Kaufpreis bei der Verleihung des Darvin Avards verdient.

      • „Toter Planet“? Mag aus Sicht der Dinosaurier auch so gewesen sein, aber nur weil der Meeresspiegel steigt, die Naturkatastrophen zunehmen, ist dieser Planet sicherlich nicht tod und die Apokalypse kommt auch nicht morgen.

        • Okay ich präzisiere:

          Für die Menschen tot. Sicher Router der Klima Wandel nur ein paar Spezies aus, dumm nur, wenn die eigene dabei ist.

          • Steile These. Gerade der Mensch ist es der den Planeten in allen Regionen besiedelt hat. Und auch in zukunft sicherlich wird.
            Einzig die Frage ob es für 7 Mrd.+ Menschen reichen wird.
            Es kann aber auch sein, dass einfach die eine oder andere Zivilisation verschwinden wird. Aktuell tippe ich auf die Europäische.
            Zu selbstgefällig und dekadent und glaubt man sei der Weltmittelpunkt

            • Ok, und wer entscheidet welche Zivilisation dann ableben darf? Stehen die Industriestaaten auf der Liste höher oder niedriger? Soll es dann die treffen, die sowieso kein globales Wirtschaftswachstum vorweisen können?

              • das muss keiner entscheiden. Oder halt doch – jeder Einzelne mit seinem Wahlzettel.
                Dass die Römer / Ägypter uswff unteergegangen sind, hat auch keine höhere Macht entschieden.

        • Hallo Mule, nicht ganz unrichtig: es geht noch weiter: _es gibt kein stabiles Klima und hat es nie gegeben_! Klimawandel ist teil natürlicher Prozesse und hat immer stattgefunden und wird auch weiterhin stattfinden. Was menschengemacht ist ist die Geschwindikeit des derzeitigen Klimawandels: Prozesse die sonst in mehreren zehn- oder hunderttausend jahren abliefen laufen nun innerhalb weniger Dekaden oder ein oder zwei jahrhunderten ab. Aber deshalb von „Weltzerstörung“ zu reden ist übertrieben. Besser wäre es sich darauf zu konzentrieren die Folgen der Klimaänderung sauber abzuschätzen und dann vorausschauend zu planen: z. B. heute schon anfangen Siedlungsräume zu verändern, z. B. bauten nicht mehr in regionen zu planen die in 100 oder 150 Jahren ungünstige Wohnverhältnisse aufweisen könnten. Bauten für Wohnen und Versorgungsinfrastruktur heute schon so errichten daß sie Starkregen, höhren windgeschwindigkeiten und Temperaturextremen besser gewachsen sind. wäre zielführender als solche „Schaufensterklagen“ dieser Organisationen.

      • Ein Planet geht nicht tot.
        Leben wird es auf der Erde immer geben, von daher ist es doch egal ob der Klimawandel hausgemacht ist. Klima ist noch nie statisch gewesen. Wenn wir es nicht verändern wird es auf natürlichem Weg irgendwann verändert.
        Die Frage ist nur ob der Homo Sapiens das überlebt, die Erde überlebt es auf jeden Fall. Sie wird nur anders aussehen.

      • Es wird Ende das Jahrhunderts keinen toten Planeten geben. Einfach mal den Originalreport der UN lesen! https://www.ipcc.ch/

    • Mira Bellenbaum says:

      Zu kurz gedacht!
      Erdöl ist einfach zu kostbar um verbrannt zu werden!
      Auch soll es Menschen geben, die innovativ und erfinderisch sind!
      Aber bei der Einführung der Dampfmaschine gab es auch solche „Bedenkenträger“ ohne Fantasie
      und ohne Vorstellungskraft.

  3. „Juristische Grundlage der Klagen? Die bisherigen und geplanten Klimaschutzmaßnahmen der vier Konzerne widersprechen den Klimazielen von Paris und seien damit rechtswidrig.“ Sicher? Paris ist ein Abkommen von / zwischen Staaten und nicht direkt auf Unternehmen anwendbar….

    • Zudem ist ein Ziel juristisch gesehen nichts anderes als eine Absichtserklärung. EIn Ziel kann man erreichen, muss man aber nicht.

  4. ‚Wir verteilen durch die Klimapolitik de facto das Weltvermögen um. … Man muss sich von der Illusion freimachen, dass internationale Klimapolitik Umweltpolitik ist. Das hat mit Umweltpolitik, mit Problemen wie Waldsterben oder Ozonloch, fast nichts mehr zu tun.‘

    Ottmar Edenhofer, Chefökonom des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und Leitautor für das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), NZZ Interview, 14.11.10.

    • Zitat: „Die Politik sollte den Wählern deutlich sagen, dass ambitionierter Klimaschutz nicht zum Nulltarif zu haben ist – und dass die teuerste Variante ist, gar keinen Klimaschutz zu betreiben.“

      Auch Herr Edenhofer (https://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastkommentar-wie-gerechte-klimapolitik-funktioniert/27284488.html) – mit einzelnen Zitaten kommst du so nicht weiter, vor allem, wenn sie aus dem Kontext gerissen sind

      • Aber darum geht es der UN. Die UN hat keine Einkünfte. Die sind darauf angewiesen, dass Staaten ihr freiwillig Geld zur Verfügung zu stellen. Der UN geht es darum, jährlich ca. 1 Billion US Dollar (1 000 000 000 000) von den reichen Staaten zu erhalten und es an ärmere Statten umzuverteilen. Ist doch alles auf den Webseiten der UN nachselbar. einfach mal begreifen, dass es auch den ‚Guten‘ nur um Geld & Macht geht.

        • Oder einfach mal begreifen, dass es um unser aller A… geht – egal ob „Gut“ oder was auch immer… die Klimaveränderung macht auch Hausbesuche. Wir müssen ein paar echt große Probleme lösen, aber klar, wer jetzt welchen Anteil dazu beisteuert, das muss natürlich unbedingt sofort als erstes geklärt werden…
          Einfach mal klar machen, wo die Prioritäten liegen sollten.

  5. Weder die Dt. Umwelthilfe noch Greenpeace sind vor Ort aktiv im Umweltschutz tätig. Die sitzen wie die McK-Berater in irgendwelchen Büro, haben kaum Kontakt zur reelen Welt, und zocken nur ab. Schon mal eine Person der beiden Organisationen beim Kröten tragen, Vögel umnisten und dergleich gesehen?
    Wenn sie Erfolg haben, was dann. Dann haben wir kaum noch Industrie. Der Trend, dass alles dann aus Südostasien kommt wird beschleunigt. Haben die schon mal versucht ein Unternehmen aus China in die Pflicht zu nehmen. Demonstriert FfF auch in Peking? Vor einigen Jahren war die frei von FCKWs. Jetzt sind wieder FCKWs in der Atmosphäre aufgetaucht. Lokalisiert wurden verschiedene Standorte in China. Nur ein Beispiel.
    Es geht nicht darum hier den Umweltschutz zu vernachlässigen. Aber hier wird der Umweltschutz zum Interesse weniger instrumentalisiert.

  6. Genau aus diesem Gründen kann man solche Organisationen nicht ernst nehmen, in Deutschland die Industrie/Wirtschaft gefähren und somit Wohlstand vernichten, glaube kaum das Greenpeace auch Unternehmen in den USA oder China verklagt.

    DUH und Greenpeace führen doch nur ein persönlichen Kleinkrieg gegen die Deutsche Wirtschaft unter dem Deckmantel Klimaschutz.

    • Du kannst dir sicher sein dass ein ungebremster Klimawandel noch viel mehr Wohlstand vernichten wird. Aber schön nur an den kurzfristigen Profit denken, hat schon immer geholfen!

  7. 2 Dinge:
    1. Diesen sog. „Klimaschützern“ gehört endlich das Handwerk gelegt und die Gemeinnützigkeit entzogen, basta!
    2. Wie oben schon erwähnt, sollten sich die Konzerne überlegen den Standort Deutschland zu verlassen und sich einen Standort suchen, bei welchem sie Wert geschätzt werden.

    Das Land der Erfinder des Autos, dass einzige was wie richtig gut können und eine handvoll Unwelthansel will alles zerstören. Millionen sind auf das Auto angewiesen, 100.000de Arbeitsplätze hängen daran und sind durch sowas in Gefahr. Aber Hauptsache die Arbeitsplätze bei der „DUH“ sind sicher. Beim Gedanken an diese Typen bekomm ich „Blutdruck“.

    • Mira Bellenbaum says:

      Hauptsache Dir geht es gut!
      Bei so viel Egoismus bekomme ich Plaque.
      Ganz nach dem Motto, nach mir die Sintflut.
      Zum Kotzen.

    • Wertschätzung würden sie bekommen würden sie nicht die Überlebensgrundlage der Menschen vernichten. Kann man machen, kann man auch profitabel machen, müsste man nur wollen. Aber klar, die pöhse pöhse Umwelthilfe will nur dass es den Unternehmen schlecht geht. Der Planet gehört uns allen und alle sollten dazu beitragen ihn zu erhalten. Das nicht zu tun ist asozial, auch wenn dich wahrscheinlich nur Profit interessiert. Ist halt nicht nachhaltig..

    • Ich bekomme bei Leuten wie dir Blutdruck. Leute die nur von hier bis zur Wand denken. Langfristig gesehen, wird nichts tun wesentlich mehr kosten. 30 Milliarden alleine die Flutkatastrophe im Juli.

  8. Geht ja gar nicht. Planeten haben wir massig aber unsere Wirtschaft ist einzigartig und muss um jeden Preis geschützt werden.

  9. Ist die WELT Kommentarsektion heut auf Ausflug in Cashys Blog?

  10. Immer wieder erstaunlich, wie viel geballte Dummheit und Ignoranz man in Kommentaren findet, wo es im Beitrag um Umweltschutz geht. Wirtschaft und Arbeitsplätze gehen auch MIT Umweltschutz und OHNE (bzw. deutlich weniger) Zerstörung unserer Lebensgrundlagen. Was nützt eine florierende Wirtschaft, wenn wir verrecken? Aber die Flutkatastrophe in NRW/RP und jetzt in New York oder die gehäuften Waldbrände überall auf der Welt haben natürlich rein gar nix mit menschlich-wirtschaftlichem Unfug zu tun, ist alles nur Wetter. Und erst mal sollen die anderen, wir machen später vielleicht auch was, erstmal die. Träumt weiter …

    • stimmt schon, aber was nützt es dir wenn du zwar schön sauber Umwelt incl zig Solaranlagen und Windkraftanlagen hast, wenn du keine Arbeit mehr hast.
      Kannst ja gerne mal mit so diversen Landwirten in Australien, Russland oder Südamerika tauschen. frische saubere Luft düfte es da geben – nur halt selten Strom und Arbeit.
      Des weiteren was nützt uns es hier in Deutschland, wenn wir sauber sind und alles nur noch importieren müssen, weil wir ja auch so sauber sind. das läuft dann analog – BEV – hey lokal schön sauber

      • Mira Bellenbaum says:

        Nur eine Frage!
        Warum sollte es mit mehr Umweltschutz plötzlich keine „Arbeit“ mehr geben?

        Das ist so ein bescheuerter Einwand!

        • Die Transformation geht doch von alleine und wir verhungern beim zugucken ohne Arbeit. Oder etwa nicht?

        • Weil die dazugehörige Industrien insbesondere die auf günstige sichere Energie angewiesen sind abwandern. Abwandern in Länder wo dies erfüllt ist.
          Schau nach Hamburg. Die Aluhütte und Kupferhütte werden schließen. Einfach weil Moorburg abgeschaltet wird.

      • Oh man, man kann auch beides haben. Aber gibt halt immer nur schwarz weiß… Kannst du dir nicht vorstellen, dass es auch nachhaltige Industrie gibt? Ein bisschen traurig dass du akzeptierst dass es nur mit Umweltzerstörung sinnvolle Arbeit gibt

        • Kann man? Sicherlich. Der Schwerpunkt liegt in kann.
          Aktuell und sicherlich auch in naher Zukunft eher unwahrscheinlich. Denn alles was nicht Wind und Sonne und die ziemlich zerstörenden Biogas und Wasserkraft ist in Deutschland verpönt.
          Also dann erzähl mal wie es gehen soll.

  11. Was Viele nicht wissen: Die Ziele des Abkommens sind rechtlich nicht verbindlich. Es handelt sich um Reduktionen, die die Staaten nach eigenem Ermessen festlegen und deren Erfüllung sie anstreben. Sie können nicht eingeklagt werden und es gibt auch keine Sanktionen, wenn die Ziele nicht erreicht werden. Sonst hätte die UN die Staatengemeinschaft niemals dazu bringen können, ein solches Vertragswerk zu unterzeichnen. Das dies von Aktivisten verschleiert wird und die Presse den so beliebten ‚Faktencheck‘ hier verweigert, ist bemerkenswert.

  12. Geldmacherei von Organisationen, die angeblich dem Klimaschutz dienen. Hinweg mit denen! Die wollen nur Geld sehen. Für die nächsten Targets, die sie ins Visier nehmen.

  13. Nun das war doch nach dem erfolgreichen Verklagen von Shell in den Niederlanden zu erwarten. Da die Politik ungewillt ist das Thema anzugehen, müssen es die Gerichte wieder mal klar ziehen.
    Das war ja schon bei dem Klima-Gesetz so. Da hat das Verfassungsgericht auch der Politik vors Schienbein getreten.

    Hoffentlich bekommen wir als Gesellschaft die Transformation hin, ohne dass es zu großen Streitereien kommt.
    Wenn ich allerdings so manche Kommentare hier lese, glaube ich, dass der Bürgerkrieg nicht zu vermeiden sein wird

  14. Gunar Gürgens says:

    Sehr gut, bitte mehr davon.
    Ein wesentlich wirksameres Mittel wäre es allerdings die externen Kosten des Geschäftsmodells der genannten und auch vieler anderer Unternehmen mal auf die Konsumentenpreise umzulagern. Dann würden Umweltzerstörung, Gesundheitsgefährdung vom Konsumenten dieser Produkte gezahlt und nicht von der Allgemeinheit.
    Dann würden sich einige Leute, die anscheinend von den Springer Medien in diese Kommentarspalte gewandert sind gehörig umschauen.

  15. Wow! Ich habe diesen Beitrag nur geöffnet, um mir die Kommentare anzusehen. Und ich wurde nicht enttäuscht (bzw. doch).
    Soviel egoistische Knetbirnen und hasserfüllte Wutbürger hätte ich hier nicht erwartet.

  16. Ich schlage folgendes vor. Die besagten und beklagten Unternehmen stellen ihre Geschäftstätigkeit in Deutschland ein. Das kostet zwar hunderttausend Arbeitsplätze.
    Aber anders geht es nicht mehr. Ein Produktionsstandort in Deutschland wird immer mehr zu einem unternehmerischen Risiko. Vielleicht wacht der ein oder andere dann noch auf.

    • Mira Bellenbaum says:

      Alleine schon auf einen so blöde Idee zu kommen, …..

    • Ich schlage folgendes vor: die deutsche Industrie geht als Vorbild bei Umweltschutz voran, ist stolz auf das was sie produziert, legt immer mehr Abläufe auf cradle to cradle aus und erzeugt Exportschlager am laufenden Band. Aber wahrscheinlich zu kompliziert um es dir vorzustellen

  17. Interessant, wie es in dieser Diskussion nur Umweltschutz oder Arbeitsplätze zu geben scheint. Und deprimierend, wie selbstgerecht die Verteidiger der Umweltschutzmaxime sich gebärden. Eigentlich zeigt dieser Schlagabtausch in den Kommentaren ganz gut, warum vernünftiger Klimaschutz bisher nicht effizient funktioniert hat. Denn wenn beide Seiten mit Maximalforderungen in den Ring steigen und für andere Argumentationen nicht zugänglich sind, gibt es niemals einen gesellschaftlichen Konsens und damit auch keine Fortschritte oder nur zu geringe.

    • Mhhh, das hört sich für mich irgendwie nach Hufeisen Theorie an. Aber ist es nicht so, dass wir in den letzten 80 Jahren das Klima ordentlich zerstört haben, aber der wirtschaftliche Aufschwung beispiellos war?

      Natürlich hören sich mit einem „wirtschaftsorientiertem“ Weltbild die Forderungen von Klimaschützern extrem an, aber eigentlich nur, weil in den letzten Jahrzehnten der Klimaschutz so extrem vernachlässigt wurde. Die Forderungen der meisten Klimaschützer sind, meiner Meinung nach, schon sehr an dem aktuellen Wissenschaftlichen Konsens orientiert. (Siehe FfF und den ICPP oder Agora Energiewende)

      • Nein, die Hufeisen-Theorie meinte ich damit nicht, sogar eher das Gegenteil. Und ja, Vergangenheit, blabla, hätte, hätte, Fahrradkette. Mir geht es aber eher um die Zukunft, denn nur die können wir durch einen gesellschaftlichen Konsens verändern. Und eben für diesen Konsens muss man beachten, dass die Meinungen in der Gesellschaft nicht nebeneinander liegen, sondern Pole von S/W existieren mit allen Schattierungen von grau dazwischen. Denn der Konsens kommt somit nur zustande, wenn sich ALLE bewegen. Und das bedeutet eben auch, dass man zwar Forderungen aufstellen kann, in einer pluralen Gesellschaft das Ergebnis aber immer nur ein Kompromiss ist. Und ja, die Forderungen von FfF sind an der Wissenschaft orientiert, aber genau das ist das Problem. Es sind eben Maximalforderungen im Sinne von „wir müssen das jetzt machen, schau doch mal die Wissenschaft sagt das auch, ich akzeptiere keine Kompromisse“. Das funktioniert aber wie gesagt in einer Gesellschaft nicht, die auf Konsens basiert und in der es eben auch andere Interessen gibt. So eine Maximalhaltung funktioniert nur in Regierungsformen wie der absoluten Monarchie oder in einer Diktatur. Letztendlich in allen Formen der Gesellschaft, in der Partikularinteressen einer Gruppe gegen den Willen anderer Gruppenmitglieder durchgesetzt werden – was die Definition von „Macht“ ist. Und deshalb bewegt sich kaum etwas, denn an Stelle eines Kompromisses, der einen langsamen aber wenigstens kontinuierlichen Fortschritt ermöglichen würde, beharren alle auf ihren Meinungen und bleiben bockig. Eben wie man das hier im Kommentarbereich auch trefflich beobachten konnte.

        • Okay, aber mir scheint es als würdest du dir etwas wünschen, was Gesellschaftlich nicht zu erreichen ist und noch nie erreicht wurde. Harte Interessenkonflikte waren schon immer Teil von Gesellschaften und die meisten Entscheidungen in der Politik sind keine Eisschlecken.

          Des Weiteren bleibe ich bei meiner historischen Betrachtung, dass die Forderungen die aus der Wissenschaft abgeleitet werden nur so „extrem“ sind, weil jahrzehntelang moderates Handeln aus Bequemlichkeit ausgeschlossen wurde.

          Ich verstehe deine berechtigte Kritik an der Diskursionskultur, die insbesondere im Internet Extreme annimmt, aber die Ursachen des Mangels an Klimaschutz bei den Befürwortern und nicht den Gegnern zu finden ist schon fast wieder zynisch. Auf mich wirkt das nach Rausreden aus der Verantwortung nach „Soll doch die Gesellschaft sich ändern, ich aber nicht“

  18. Warum die Unternehmen?

    Warum nicht die Käufer bestrafen, die umweltschädliche Produkte kaufen oder sich umweltschädigend verhalten? Man könnte doch eine Meldestelle einführen, wo man Nachbarn, Kollegen oder auch Familienmitglieder angeben könnte. „Mein Onkel ist mit seinem SUV am Samstag Brötchen holen gefahren, prangert den bitte mal öffentlich an, dass es jeder mitkriegt.“ Dann Meldung über Radio, auf großen Anzeigen im Stadtgebiet und im Internet, „Herr Schulze-Müller hat sich heute klimaschädlich verhalten, bitte berücksichtigen.“

    Mit der entsprechenden Vernetzung könnte man dann z.B. an der Zapfsäule die Meldung ausgeben „für dich heute nur 10 Liter Sprit, du fährst sowieso nur sinnlos in der Gegend rum, das tut dem Klima nicht gut. Fahre vielleicht mal mehr mit dem Fahrrad.“

    Bonus dann für wachsame Bürger mit aufmerksamen Augen, die ihr Umfeld aufs Genaueste beobachten und sofort jeden Vorfall melden. Null-Toleranz für Klimasünder.

    So könnte jeder einzelne Verantwortung übernehmen und muss nicht auf die Unternehmen warten…

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