
Computer- und Konsolenspiele begleiten mich seit meiner Jugend. Neben Rollenspielen sind auch diverse Sport- und Rennspiele meine Favoriten. Das erste Rennspiel auf der PlayStation war für mich Gran Turismo 2 und ich war direkt gefesselt. Schon damals sah das Spiel wahnsinnig gut aus und ließ mich unzählige Stunden Autos tunen, Lizenzen erspielen etc. Der Renault Clio und der TT waren damals meine Lieblingsautos.
In diesem Jahr feiert die Serie das 25-jährige Jubiläum und pünktlich dazu bringt man Gran Turismo 7 heraus. Natürlich hab ich es mir nicht nehmen lassen, mal einen Blick in das Spiel zu werfen und ich wurde direkt wieder in meine Erinnerungen zurückgeholt. Es fühlt sich fast genauso an wie damals, nur in nahezu fotorealistischer Grafik. Dabei muss man meiner Meinung nach kein Fan von GT sein, um sich in das Spiel zu verlieben. Es reicht, wenn man ein Faible für Rennsport oder Autos generell hat.
Startet ihr mit dem Spiel, werdet ihr von verschiedenen Personen durch die Menüs geführt. Einzelne Charaktere erläutern euch im Laufe des Spiels das Tuning, Bewegung in Menüs, das Setup für neue Rennen oder auch einfach etwas zur Geschichte der Autos. Dreh- und Angelpunkt ist auf der Karte, die das Menü darstellt, das GT Café. Dort dürft ihr ein Menü-Buch ordern, das eure aktuelle Mission darstellt.
So müsst ihr beispielsweise drei japanische Kleinwagen erspielen, indem ihr in Amerika, Europa oder Asien Rennen bestreitet. Habt ihr das geschafft, kommen nicht nur drei neue Autos in eurer Garage hinzu, sondern es füllt auch das Menü-Buch. Als Belohnung bekommt ihr grafisch hübsch aufgearbeitet die Hintergrundstory zu den Modellen oder Herstellern. Andere Aufträge umfassen das Tunen von Autos, das Kaufen eines bestimmten Typs, das Erlangen einer Lizenz oder vieles mehr.
Lizenzen – für die müsst ihr Tests abschließen, die euer Fahrkönnen auf die Probe stellen – geben euch die Möglichkeit, nicht nur normale Rennen zu fahren, sondern auch Meisterschaften zu bestreiten, die euch wiederum neue Möglichkeiten im Spiel geben. Eben jene könne leider auch mal dröge und nervig sein.
Hier und da helfen euch die Charaktere aus oder bringen euch Zusatzinformationen. Man kann an jeder Ecke spüren, dass der Entwickler Polyphony Digital nicht einfach nur ein Rennspiel bauen wollte. Die Liebe zu Autos wird deutlich und dem Spieler auch vermittelt. Es gibt diverse Modi, die nur dazu dienen, Autos und deren Attribute oder Historie in den Vordergrund zu rücken.
Ihr könnt selbst schöne Modelle in diversen Szenerien platzieren und die Shots teilen. Es gefällt und wirklich überall gibt es was zu sehen. Wer will, kann sich minutenlang mit der Informationssuche befassen, ohne überhaupt ins Rennen eingestiegen zu sein. Das motiviert aber auch die einfach gehaltenen Missionen. Dadurch macht man schnell kleine Schritte vorwärts und wird nicht durch das Scheitern in einem Rennen in puncto Motivation komplett zurückgeworfen.
Für das Sammeln der Autos erhaltet ihr Punkte, die wiederum für das Freischalten von unter anderem neuen Tuning-Stufen sorgen. Ihr könnt auch Geschenke erspielen, wenn ihr täglich etwas mehr als 40 Kilometer virtuell zurücklegt. So hält das Spiel euch bei der Stange, ohne dabei nervig zu werden. Man hätte jedoch den Multiplayer direkt vom Start weg freischalten dürfen, den müsst ihr euch nämlich ebenfalls erst erspielen und Menü-Buch-Missionen abschließen. Die Mischung im Spiel gefällt mir dennoch ausgezeichnet.
Hervorragend ist auch, dass Gran Turismo 7 eines der wenigen Spiele ist, die einen lokalen Multiplayer-Modus haben und euch somit auf dem Sofa sitzend gegeneinander antreten lassen. Der Online-Multiplayer ist sehr gut. Dort könnt ihr nicht nur Rennen fahren, sondern auch anderen zuschauen oder Fotos etc. mit anderen teilen. Es ist mehr ein Platz zum Treffen und um gemeinsam Autos zu erleben, als einfach nur ein Rennen gemeinsam zu fahren.
Das Fahren macht in allen Modi Spaß und das Spiel bietet euch genügend Optionen an, um Fahrhilfen an- oder abzuschalten. Ich spiele auch Forza, doch das Handling ist bei GT7 einfach anders und gefällt mir besser. Ändert ihr etwas am Auto über das Tuning, wechselt das Wetter oder steigt ihr in eine andere Karre ein, wird das auch auf der Straße sofort spürbar. Das kann man bei Polyphony Digital einfach.
Und so kommt es dann auch mit der Zeit, dass euer Traumauto euch dann auf der Straße doch wie ein bockiger Esel hinterherfahren lässt. Umso motivierender ist es dann, den Esel zu einem Rennpferd zu trainieren. Der DualSense-Controller unterstützt das Fahrgefühl dann umso mehr. Ich bin immer noch begeistert, wie präzise die Vibrationen sind und wie schnell man das Gefühl hat, man hätte das Lenkrad in der Hand. Der variable Trigger-Widerstand fügt dem Ganzen beim Gasgeben oder Bremsen noch mehr Realismus hinzu.
Bleibt mir noch etwas zur Grafik zu sagen. Die könnte für heutige Verhältnisse sicher noch detailreicher oder besser sein, aber das, was da geboten wird, ist immer noch eine Augenweide. Im Detaillevel bei den Automodellen macht man dem Entwickler nichts vor. Übrigens könnt ihr zwischen zwei Modi auswählen: Performance und Ray-Tracing.
Beide bieten im normalen Rennen 60 Bilder pro Sekunde an, der RT-Mode kommt mit besseren Reflexionen lediglich bei Replays, Intros und Co. zum Tragen. Dort sind es auch nur 30 Bilder pro Sekunde. Da das wenig aus macht, ist der RT-Modus meiner Meinung nach die bevorzugte Option. Der großartige Soundtrack und die sehr guten Soundeffekte runden das Gesamtbild ab.
Es bleibt mir persönlich nichts zum Kritisieren übrig. Das Potenzial grafisch noch etwas draufzulegen zu können, ist jammern auf hohem Niveau und einzig das Verstecken von Rennen oder Features hinter Aufgaben ist ein kleiner Minuspunkt. Der Rest stimmt einfach und macht Gran Turismo 7 für mich zu einem der besten Rennspiele der aktuellen Konsolen-Generation.
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