Google zeigt sich zur Scroogled-Kampagne von Microsoft gelassen

Gestern startete Microsoft mit dem Verkauf von Anti-Google-Merchandise. T-Shirts, Tassen, Basecaps, alle mit einer eindeutigen Botschaft, wie Google die Daten seiner Nutzer sammelt. Die Kampagne von Microsoft findet nicht jeder witzig, unterhaltsam ist sie aber dennoch. Nun äußerte sich auch Google zum Verkauf der Produkte.

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[werbung] „Microsofts neuester Vorstoß kommt nicht überraschend; der Konkurrenzkampf im Bereich der Wearables verschärft sich,“ erklärte ein Google-Sprecher gegenüber The Verge. Das dürfte auch bei Microsoft sitzen. Bekanntlich hat Google mit Google Glass bereits ein fast marktreifes Produkt aus diesem Bereich, während die einzigen tragbaren Gadgets von Microsoft aus Scroogled-Shirts und Basecaps bestehen. Google 1, Microsoft 0, oder was meint Ihr?

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

26 Kommentare

  1. Ich nehme lieber die scoogled Produkte als die datenkraken-Brille. Wobei ich beides nicht kaufen würde. Dafür fehlt ms leider der Witz.

  2. Florian Bongert says:

    Ich will diese Tasse 😀

  3. Klaus Kapse says:

    Ja. Eindeutig google 1 – microsoft 0.

    Google ist so ein dermaßen sympatisches Unternehmen (und nein – das ist kein Sarkasmus) und Microsoft von je her einfach nur altbacken und nervig. Egal wie viele Kacheln Microsoft erfindet, egal welche Firmen Microsoft noch aufkauft, egal welche Negativkampagne Microsoft ausheckt, google wird es nicht Schaden.

    Jeder merkt wie evil Microsoft ist und was für tolle und uneigennützige Projekte und Produkte hinter google stecken.

    PS: Wenn man in den letzten 4 Jahren halbwegs mitgezählt hat steht es ja eigentlich google 14 – microsoft 2 .

  4. Klaus Kapse says:

    @Sonntags-Spamer-Dreck: Kann man solche SpamPosts nicht irgendwie löschen lassen?

  5. Ach, wen juckt’s? Google nutzt die Daten ja nur intern, darauf basiert schließlich das Geschäftsmodell als Mittelsmann, und die NSA kriegt sowieso überall Zugriff; bei Microsoft, Apple, Google ….

    Im Endeffekt ist das für mich als Endkunde genau dasselbe: Die Unternehmen verarbeiten die Daten intern, und der US-Staat hat Zugriff.

  6. Klaus Kapse says:

    Oder den Dreck über mir…

  7. Klaus Kapse says:

    etc

  8. Klaus Kapse says:

    ah danke

  9. @Barast

    Datenkrake hin oder her – Google bietet einige Dinge, die aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Ob Du die nun nutzt oder nicht, ist Dein Bier.

    Die Aktionen von Microsoft find ich einfach nur noch lächerlich. Die sollten sich lieber darauf konzentrieren anständige Produkte auf den Markt zu bringen, statt ihre Zeit mit solchen stumpfen Gadgets mit gar nicht mal originellen Texten zu vertreiben. Am Ende kaufen sich sogar Google-User so ne Tasse/whatever und das wird später noch zu ner Modeerscheinung.

    Microsoft schießt sich damit so oder so in den eigenen Fuß.

  10. oder auch nicht

  11. Genau wie früher schießt sich MS doch nur selbst ins Bein mit der Scroogled-Kampagne.

  12. FriedeFreudeEierkuchen says:

    Lächerlich ist an der Kampagnen vor allem, dass MS weitgehend das gleiche wie Google macht – wie sollte sonst Bing Werbe-Targeting funktionieren? Dazu die neue Zwangskoppelung der Win 8 Skype App an einen MS Account, der wiederum den Nutzern als Pflicht untergejubelt wird und Werbepläne für den Desktop (!!!!). Da bekomme ich langsam das Kotzen, da hier mein Arbeitsgerät zwangsweise für Werbung erfasst wird. Das ist wirklich evil.
    Aber als Google AdWords Consultant finde ich es immer sehr lustig, wenn Leute Google als „symphatisch“ bezeichnen. Google erfasst wirklich viele Daten und bietet damit uns AdWords-Leuten immer genauere Target Funktionen. Lest euch bei Interesse mal durch die umfangreiche AdWords-Hilfe durch 😉
    Und ja, die vielen tollen Google Angebote dienen in erster Linie dazu, dass die Leute im Imperium bleiben, dort beworben werden können und möglichst immer eingeloggt sind, damit wir auch geräte-übergreifend die Nutzer mit gezielter Werbung bedienen (oder verfolgen, je nach Standpunkt 😉 ) können.
    Es gilt wie immer: ist das Angebot kostenlos, bist du die Ware. Ganz simpel.

  13. Ich freue mich schon auf die ersten Google Glass Träger die mir begegnen. „OK Google – Suche Nacktbilder von Angela Merkel.“ und weiter gehen.

    Schönen Freitag

  14. @FriedeFreudeEierkuchen: Und ich sehe genau daran nichts schlimmes. Google verarbeitet die Daten intern, gibt damit den Werbenden mehr Optionen und ich als „Konsument“ kriege dann auch noch Werbung angezeigt, die mich interessiert bzw. eher interessieren könnte, anstatt das ich halt irgendwelche Random-Werbung kriege.

    Also ich sehe nicht, wo das „Evil“ ist. Zumal jeder Google-Nutzer sein Profil sämtliche Optionen ausschalten bzw. ganze Werbeprofile löschen kann. Oder er passt sie sogar selber noch an…

  15. Also ich finde die Kampagne – und insbesondere die Merchandise-Produkte – absolut gelungen. Und zwar für beide Seiten. Die Microsoft-Jungs fühlen sich toll, weil sie sich endlich Anti-Google-Produkte kaufen können und Google freut sich, dass sie es endlich – zumindest mit ihren Farben und Icons – auch zu den härtesten Microsoft-Anhängern schaffen. Frei nach dem Motto „any publicity is good publicity“.

    Und die Aussage des Google-Sprechers… einmalig 😀

  16. Wichtiger als die Verpackung ist der Unhalte – gilt auch für Mugs

  17. Das Zeugs hat langfristigen Kult-Wert, wenn auch nur als Erinnerung an die Endzeit von Microsoft. Schade, dass sie die Sachen nicht verschenken, sie würden ihnen aus der Hand gerissen werden.

  18. In den letzten 20-30 Jahren war Microsoft als Marktführer immer besonders „Evil“ und fuhr schon vor vielen Jahren Schmutzkampagnen gegen alle Konkurrenten, z. B. Linux. Sie haben zu spät den Sprung ins Internet und später die Entwicklung mobiler Betriebssysteme verpasst. Der eigene Niedergang ist ihnen selber zuzuschreiben. Und die neidische Scroogled-Schmutzkampagne ist nur armselig.

  19. Die Botschaft von MS wird nicht dadurch unwahrer, dass sie selber nicht besser sind. Aber mit so einer Botschaft ankommen, und dann ein geschütztes Marken-Logo auf eigenen Produkten verwenden…reichlich dreist 😀

    Ich hätte trotzdem gerne diese Tasse.

  20. FriedeFreudeEierkuchen says:

    @Benny: ich habe Google nicht als „evil“ bezeichnet, sondern MS mit ihren Account-Verkoppelungen unter Win 8.
    Aus den erfassten Daten von Analytics, AdWords, YouTube, Android, Standortdaten etc gewinnt Google inzwischen ein seeeeeeeehr detailliertes Bild von dir. Wenn es für dich ok ist, kein Problem. Als Programmierer sieht man einfach immer die Verknüpfungsmöglichkeiten von Datenbanken. So wird aus lauter eigentlich harmlosen Daten plötzlich ein Gesamtbild. Ich kann nur für mich und meine Kollegen sprechen: wir AdWords-Leute sehen Google alle sehr kritisch, weil das was wir hinter den Kulissen jetzt schon sehen können uns bedenklich erscheint. Das gilt auch für Bing, Facebook und große Werbenetzwerke.

  21. Die Kampagne an sich hat einen, wenn auch leicht unhippen, Scharm. Und würden andere solche Artikel verkaufen/anbieten, wäre auch das witzig. Aber wenn MS Geld damit verdient, dass Google evil sei, ist das nicht nur schizoprän (wie mit dem Geld über Android), sondern auch unkewl. Wäre MS ein Unternehmen, dass (vornehmlich) mit Lizenzen Geld machen würde, wäre das ok, aber so?

    Audi verkauft ja auch keine „Mocks“ von BMW. Und wie würde das ankommen?

  22. Kirdneh Five says:

    Mir ist der Streit eigentlich egal. Aber die Tasse find ich gut!

  23. Würde mir gern so ne Tasse bestellen, nicht weil ich eine der beiden Firmen nicht mag, sondern, weil ichs einfach witzig find. Ist das in Deutschland hier irgendwie möglich?

  24. einfach nur peinlich. Google verkauft gute Produkte, Microsoft verkauft Anti-Google-Tassen. Ärmer geht’s nicht…