Google X Labs: Krebserkennung über das Handgelenk

Wearables sind heutzutage noch in einem Stadium, in dem sie nur bestimmten Gruppen nützlich erscheinen, vor allem solchen, die Sport machen. Alles mögliche lässt sich mit den Handgelenk-Gadgets tracken, Smartwatches gehen einen Schritt weiter und können auch Benachrichtigungen vom Smartphone anzeigen oder Apps ausführen. Noch einen Schritt weiter gehen die X Labs von Google. Hier forscht man daran, Krebserkrankungen früher zu erkennen, ermöglicht soll dies über Nano-Partikel und einem Sensor am Handgelenk werden.

Google Office

Diese Forschung ist noch in einer sehr frühen Phase, die Vorstellungen sind aber schon sehr konkret. Nano-Partikel würden darauf trainiert, dass sie sich beispielsweise an Krebszellen anhaften (geplant ist auch die Erkennung anderer Krankheiten). Da die Nano-Partikel magnetisch sind, könnte man sie dann auch direkt wieder an einer Stelle versammeln – dem Handgelenk. Das Handgelenk wird nämlich mit einem entsprechenden Sensor ausgestattet, der die Bewegung der Nano-Partikel analysiert und entsprechend auswertet.

Auf diese Weise soll es möglich sein, Krebs und andere Krankheiten viel frühzeitiger zu erkennen. Bei manchen Krebsarten ist dies noch viel wichtiger als bei anderen, da es bei einer herkömmlichen Erkennung oftmals schlicht zu spät ist. Das passt zu Googles Baseline-Study, über die wir im Juli berichtet haben. Schon damals sagte Google, dass man Krankheiten früher erkennen möchte, um eine bessere Behandlung zu ermöglichen.

Interessant sind auch die Aussagen zu dem Projekt an sich. Google gilt allgemein als Datensammler, hat es in solchen sensiblen Bereichen schwer, dort nicht auch als Sucheindringling angesehen zu werden. Hier soll das Projekt nicht kommerzialisiert werden. Man würde zwar die Technik erfinden, diese aber nicht zu Geld machen wollen. Auch wird es keine Consumer-Devices in diesem Bereich geben, sondern es handelt sich um medizinische Geräte. Google wird sich nicht in das Arzt-Patienten-Verhältnis einmischen.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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6 Kommentare

  1. Krebserkrankung über das Handgelenk 😀

    da dacht ich wft google!

  2. Anscheinend das nächste super dünne Tablet und weitere Geräte für den Konsum im Ökosystem zu entwickeln, wird hier wichtige Grundlagenforschung gemacht.

    Respekt Google, da kann man sich die Fanboy-Aussagen wie Datenkracke sparen! Google ist bisher nicht dafür bekannt neue Entwicklungen anderen Unternehmen zu enthalten, also können entsprechende Firmen sicherlich gut auf den Grundlagen von Google aufbauen.

  3. sehr gut, kontinuierliche blutwerte, das wär soooooo geil – aber bitte privat

  4. @Hase

    Unterschreibe ich so…

  5. Empfehle jedem mal „Der Circle“ zu lesen. Schöne neue Welt, oder nicht?
    Problem an der Sache ist, dass hier Ärzte mehr kassieren wenn sie mehr operieren. Früher haben sie abkassiert wenn der Patient möglichst lange im Krankenhaus war und heute ist das nicht mehr erträglich und der Patient soll bitte nach der Herz-OP direkt daheim genesen – egal ob er laufen kann oder nicht.
    An der Prävention – und die Forschung von Google ist richtig gemacht wichtig und gut – verdienen die meisten aber nicht viel. Risiken bei Nanopartikeln – schließlich weiß man nicht was damit in 10 oder 20 Jahren passiert oder wenn man z.B. tote Menschen verbrennt mitsamt diesen Partikeln – und ggf. Tierversuche sind die Kehrseite. Und dass halt Gesundheitsdaten massenhaft erfasst werden.

  6. Früher oder später wird auch die Krankenkasse diese Daten haben wollen und dann wird die Versicherung für Risiko-Patienten nicht mehr bezahlbar.

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