
Nach einigem Hype wirkt der Markt für Virtual Reality derzeit nämlich noch etwas ziellos. So entwickelt man teilweise sehr kuriose Ideen, um VR voranzutreiben. Insofern ist es aus Googles Sicht vermutlich sinnvoller, sich aus den Gefilden der Oculus Rift und HTC Vive herauszuhalten und sozusagen Casual-VR über eben Daydream oder Google Cardboard ins Zentrum der eigenen Bemühungen zu stellen.
Schenkt man den Angaben Glauben, habe Google jedoch in seinen X-Forschungslaboren zeitweise 50 Mitarbeiter an einem eigenständigen Virtual-Reality-Projekt basteln lassen. Für dieses High-End-VR-Headset sollte gar ein eigenes Betriebssystem, abgekoppelt von Android, zum Einsatz kommen. Wie weit fortgeschritten das Projekt gewesen sein könnte, bleibt jedoch Googles Geheimnis. Das Unternehmen enthält sich offiziell eines Kommentares.
Letzten Endes muss das alles aber keineswegs heißen, dass Google komplett auf höherwertige VR-Lösungen verzichtet. Schon Daydream ist ja ein Schritt in diese Richtung, wenn man den Vergleich zu Cardboard zieht. Vermutlich wird Google den Markt erstmal weiter beobachten. Schließlich weiß man ohnehin nicht genau, wie lange das Interesse an der aktuellen Inkarnation von Virtual Reality noch anhalten könnte. Aktuell zeigt beispielsweise „Pokémon Go„, dass vielleicht sogar mehr Potential in der Augmented Reality steckt.