Google wird von der Europäischen Kommission zu Rekordstrafe in Höhe von 4,3 Milliarden Euro verdonnert


Die Europäische Kommission hat heute wieder einmal eine Entscheidung gegen Google gefällt. Bei dem lang anhaltenden Streit geht es darum, ob Google seine marktbeherrschende Position ausnutzt, um für die eigenen Dienste einen Vorteil zu erlangen. Konkret bezieht sich das beanstandete Verhalten auf Google-Apps im Android-System, die von Herstellern zwingend mit ausgeliefert werden müssen, wenn sie Android inklusive Google-Diensten anbieten wollen. Also die Google-Android-Version, nicht AOSP. Möchte ein Hersteller den Play Store anbieten, muss er auch andere Google-Apps mit vorinstallieren.

Den Umstand der Ausnutzung seiner Position sieht die Europäische Kommission als gegeben an und verdonnert Google nun erneut zu einer saftigen Strafe, wie Nachrichtenagenturen bereits melden. 4,3 Milliarden Euro muss Google an die EU bezahlen, ein neuer Rekord bei der Strafhöhe. Bislang war die höchste Strafe 2,42 Milliarden Euro, ebenfalls für Google, damals ging es um Googles Shopping-Dienst.

Neben der Rekordstrafe möchten die Wettbewerbshüter aber offenbar auch eine Änderung von Googles Geschäftsmodell mit Android durchsetzen. Android wird auf rund 80 Prozent der Smartphones genutzt, einziger Konkurrent ist Apple mit iOS, aber eben mit wesentlich geringerem Marktanteil.

Eine dritte Strafe könnte auch noch folgen. Denn auch bei „Adsense for Search“ sieht die EU-Kommission einen Nachteil für Konkurrenz von Google. Der Nachteil soll dadurch gegeben sein, dass Konkurrenzdienste nicht beworben werden können. Davon wird man aber sicher noch einmal hören.

Die offizielle Stellungnahme der Europäischen Kommission steht noch aus, wir werden den Artikel entsprechend aktualisieren, sobald verfügbar. Ebenso wird es wohl eine Stellungnahme von Google zu der Geschichte geben – Google widersprach bislang immer den Anschuldigungen.

Update: Google bezieht in einem ausführlichen Blog-Post Stellung zur Strafe. Das Unternehmen legt noch einmal dar, was Android überhaupt für den Smartphone-Markt gebracht hat und erklärt auch, welche Vorzüge die Hersteller haben, die Android – mitsamt der Google-Apps – einsetzen. Und Google erklärt natürlich, dass man diese Entscheidung nicht einfach hinnehmen wird.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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67 Kommentare

  1. Die Geldstrafe, von der ich hoffe, dass sie vollständig eingetrieben wird, finde ich gut.

  2. Wenn es eine Strafe für das Nicht-Bewerben der Konkurrenz gibt, was wird dann wohl mit Microsoft passieren? Bisher hat Microsoft sehr wenig Werbung für Linux auf dem Desktop gemacht.

    • Sascha Ostermaier says:

      Es ist ein Unterschied, ob man Werbung für Konkurrenz zulässt oder Werbung für Konkurrenz macht.

      • Bei Apple iOS darf ein App-Entwickler noch nicht mal die Existenz anderer Systeme ERWÄHNEN, sonst wird er von Apple geblockt und rausgeschmissen. Und Apple lässt (im Gegensatz zu Google) keine anderen App-Quellen als den eigenen App Store zu. Jede andere Installation wird von Apple verhindert. Und die Entwickler von Webbrowsern werden von Apple gezwungen, die Browserengine von Apple zu verwenden und keine eigene, damit alles nur über Apple läuft und es keine Alternative gibt
        Warum hat die EU Apple nicht schon vor 10 Jahren verdonnert?

        • Weil Apple keine Marktbeherrschende Stellung hat. Im Artikel steht doch schon, dass Android einen Marktanteil von 80% hat. Für iOS bleibt da halt kein Platz, der für die Wettbewerbshüter relevant wäre.

          • Vor 10 Jahren hatte Apple mit iOS nicht nur eine marktbeherrschende Stellung, sondern praktisch ein Monopol. Die User hatten keine andere Wahl.
            Dass Apple heute kein Monopol mehr hat, sondern dass man heute sein Smartphone aus einer Viefalt von Herstellern wählen kann, das haben wir Google zu verdanken.

            • Vor 10 Jahren, also 2008, war Nokia noch ganz oben. Von einem Monopol für Apple kann absolut keine Rede sein.

            • Nein hatten sie nicht. Vor 10 Jahren waren Smartphones noch eine minderheit am Markt, und es gab mehr Blackberrys als iPhones. Sogar Windows Mobile duerfte damals noch verbreiteter gewesen sein. Apple hat den Markt nicht erschaffen, nur neu geformt. Und bis Smartphones den Markt dominierten hat es erst mal 4-5 Jahre gedauert.

            • Vor 10 Jahren hatte Apple wahrscheinlich (ohne das ich genau Zahlen nachgeguckt hätte) von unter 1%.

          • Wenn dann müsste eine Regelung für alle her – Marktanteil hin oder her. Selbst in 2018 lässt es Apple noch nicht einmal zu alternative Apps als default zu konfigurieren … da wird der Nutzer deutlich stärker in seiner Wahl eingeschränkt als bei Android.

        • Weil Apple ein geschlossenes System ist:
          keine Hardware ohne fremdes OS und kein OS separat, also ohne Hardware, offiziell erhältlich…

          Und wie Flo schon schrieb, weil Apple auch kein Marktbeherrschende Stellung hat

  3. Die Strafe ist bereits für die von Google ausgelieferte niveaulose Werbung angemessen.

  4. Hallo,
    kennt jemand ein Smartphone mit Android ohne Google?
    Bin schon lange auf der Suche, bin aber noch nicht fündig geworden (bis auf das C-Rom gefrikel, das ist nichts für mich)
    Würde mich auf Hinweise freuen
    Peter

  5. Lustig. In meinem Bekanntenkreis beobachte ich häufig Leute, wie sie Custom Roms installieren. Völlig ohne Google. Und was ist das erste, was sie im Anschluss suchen und installieren? Die Google Apps.

    • Genau! Die C-ROMs dürfen die GApps nicht beinhalten. Ohne GApps macht Android wenig Spaß/ Sinn, außer für ein paar Aluhut-Träger die sich daran aufgeilen, dafür aber zig Apps drauf knallen die mindestens genauso ’sorgfältig‘ mit den User-Daten umgehen wie Google… 😉 Davon haben die Geld-geilen EU-Schnarchnasen keine Ahnung, es geht einfach nur ums Geschäft… Lächerlich!

      • Mr. Magoo says:

        „Aluhut-ab“ Sinnfreier Kommentar, ich brauche nicht zwingen GApps. Ich nutze meine Synology für Kontakte und Termine, Conversation für Chat und Davdroid zum synchronisieren – die Apps dafür sind Open Source und über f-droid ladbar. Alles andere ist bereits im OS enthalten (Lineage) alzernatziven dazu gibt es natürlich auch. Da Google seine Sourcen in Open Source Project einpflegt ist meiner Meinung der „schwarze Peter“ an die Hersteller abgegeben, wenn viele nutzer die Dienste von Google wünschen und nutzen wollen ist das deren Schuld? Würde siche ein z.B S9 ohne GApps verkaufen? „Aluhut-auf“

  6. Viel schlimmer finde ich ja, das Firmen, die mit ihren Produkten wissentlich in Kauf nehmen das Menschen sterben, nicht von der EU verklagt wurden/werden -> siehe Dieselskandal…

  7. Michel Ehlert says:

    Was will die EK mit dem ganzen Geld? Achja stimmt die Pansionen zahlen und die Diäten etc. Ich finde nirgends ein Wettbewerbsvorteil von Google… Wird ja keiner gezwungen sich ein Smartphone mit Android zu kaufen.. gibt ja noch Klapphandys ohne Android.. Hoffenlich jagt irgendwer die „Vollpfosten von EU- Palarmentarier“ zum Teufel.

    • Jawoll jetzt hast du es ihnen aber mal richtig richtig gegeben!!

      • Die Frage ist aber trotzdem…was macht die EU mit den 4,3 Milliarden?
        Was hat sie mit den 2,4 Milliarden von letztem Jahr gemacht ?

        Wird sich irgendetwas ändern ?
        z.B. die Europäer bauen von dem Geld(immerhin 6,7 Milliarden) eine
        europäische Alternative und machen ihren eigenen App-Store ?
        Die Antwort kennt wohl jeder.

        Das Geld wird in irgendwelchen dubiosen Kanälen versickern,
        ohne dass sich irgend etwas ändert. Weil Datenschutz&Aluhut-Europa
        technologisch nämlich wegen seiner Rückständigkeit schon längst den
        Anschluss verloren hat.
        Und es hier nur um Abzocke für vermeintlich entgangene Geschäfte
        von längst obsoleten europäischen Geschäftsmodellen geht.

        • „dubiosen Kanälen versickern“…. du verwechselst die EU mit der FIFA. Es gibt sowas wie einen Haushalt und da wirst du die Summe nächstes Jahr finden, mach dir dann mal die Mühe das nachzulesen und rede nicht einfach nur die EU schlecht.

    • keinen Wettbewerbsvorteil von Google?
      sag mal kannst Du bis drei zählen?
      Bei über 90% Anteil von Gockel auf Smartphonemarkt mit derart rabiaten Methoden….
      Ich habe versucht Googlefreie Samrtphones zu kaufen, ohne Erfolg (IOS scheidet auch aus….)
      und der letzte Satz von Dir entlarft dich wirklich.

  8. Man kann das so betrachten, dass Google seine marktbeherrschende Position ausnutzt, auf der anderen Seite könnte man aber auch mal erkennen (wollen), das kein Hersteller gezwungen ist, die „Google-Version“ von Android auf seinen Smartphone anzubieten. Ist es nicht genau dass, was von den Android-Verfechtern immer hervorgehoben wird, nämlich die Unabhängigkeit von z.B. einem Playstore? 😉

    • Es geht doch aber darum, dass Google Hersteller dazu zwingt, mit dem Playstore auch andere Sachen mitschzuschleppen. Was hat es da für eine Relevanz, dass man auch unabhängig vom Play Store sein kann?

      • Die Relevanz ist dadurch gegeben, dass kein Hersteller gezwungen ist, seine Smartphones mit einem Android *mit* installiertem Playstore (und damit eben auch weiteren Apps von Google) auszustatten.

        • Das stimmt. Aber Google hat mit dem Play Store eine marktbeherrschende Stellung ine. Diese Stellung nutzen sie aus, um die anderen Apps zu installieren. Das sie mit Android selbst ebenfalls eine marktbeherrschende Stellung haben stimmt zwar, ist aber nicht der Knackpunkt hier.

          • Mag ja sein, aber dennoch ist kein Hersteller gezwungen, den Play Store mit anzubieten. Dass die Kunden das letztlich wollen und die Hersteller dem gerne nachkommen, ist ja unbestritten, aber letztlich ist das selbstgemachtes Leid. Und dass Google die Regeln vorgibt, kann man dem Unternehmen auch nicht vorwerfen. Das würde jeder von denen, die das kritisieren, ganz genau so machen, wenn sie die Gelegenheit hätten.

            • Doch genau dazu werden sie gezwungen. Alternative ROMS dürfen nicht verwendet werden. Es sei denn sie verzichten komplett auf Android mit Google Apps in ihrem kompletten Segment. Das kann sich kein Hersteller erlauben.

              Steht auch in der EU-Erklärung… Ausnutzung der marktbeherrschenden Stellung mittels Knebelverträge.

  9. Dann sollte mir Google mal zeigen wie ich einfach – darauf legen sie ja soviel Wert – z.B. Duo von meinem Redmi Note 4 löschen kann. Von wegen man wird die vorinstallierten Apps so einfach los …

  10. Weird Fish says:

    Dieses Urteil ist meiner Meinung nach völlig daneben. Die Europäische Kommission will mir also vorschreiben, welche Produkte ich zu verwenden habe und was nicht? Haben die Hersteller wie Samsung geklagt? Nicht das ich wüsste!
    Ich als mündiger Konsument kann nämlich am Ende selbst entscheiden, welche Anwendungen ich verwende, deaktiviere oder deinstalliere. Ich möchte nämlich gerne ein einheitliches Betriebssystem aber eine Auswahl an Geräten und Apps. Sowas nennt man Kompatibilität, denn wenn es zig verschiedene Systeme gäbe (im Bezug auf die Marktmacht Androids), dann gäbe es eher Probleme für Entwickler und Konsumenten. Es müssten Anwendungen in verschiedenen Programmiersprachen geschrieben werden was wiederum mehr Geld kostet – besonders nachteilig für kleine Entwickler mit wenige Mitarbeiter. Ein wechsel von einem zum anderen Ökosystem ist doch auch schwierig. Bekomme ich eigentlich bei iOS die unter Android im Play Store gekauften Apps dann kostenlos?
    Interessant ist doch, dass die Gerätehersteller kein auf dem Deckel bekommen. Den Mist von Samsung möchte ich auch nicht plus was sollen die Microsoft Apps auf mein Gerät? Sind deaktiviert und gut ist. Manche Leute heulen richtig rum, dass Bloatware drauf ist. Wenigstens habe ich mit Android noch einen offenen System. Aber Birnen sollte man ja bekanntlich nicht mit Äpfeln vergleichen… 😉

    • Nein, die Kommission will dir überhaupt nichts vorschreiben. Ganz im Gegenteil sichert sie so die von dir so groß gewünschte Auswahl, indem Google eben nicht ihre Stellung ausnutzt ihre Apps besser an den Kunden zu bringen. Dadurch haben andere Apps eben eine bessere Chance und das Angebot vielfältiger.

      Google kann alle Apps auch weiterhin anbieten. Die Kommission will nur, dass diese nicht gezwungen (mit Play Store) vorinstalliert sind. Stattdessen kann sich jeder dann einfach bewusst zu einer App entscheiden und dann auch die entsprechende App von Google aus dem Store laden.

      Zu den Geräteherstellern: Die haben keine marktbeherrschende Stellung.

      • Weird Fish says:

        Andere Apps haben doch auch eine Chance! Was nun „besser“ und „schlechter“ sein soll liegt ja wohl eher am Konsumenten. Im Play Store kann ich mich nach genug Alternativen umsehen. Das Internet ist voll von Informationen die ich nutzen kann wie z.B. dieser Blog. Wenn ich zu bequem und doof bin um mal über den Tellerrand zu schauen, dann ist das meine Schuld und nicht Google seine. Die Gerätehersteller haben ja auch die Wahl gehabt. Also haben die sich für das Google-Apps-Paket entschieden.
        Wenn die Hersteller das Paket nicht vorinstallieren würden, dann installiere ich im Endeffekt eh den Play Store plus ein Teil der Apps. Also wo ist das Problem? Android gehört nunmal Google. iOS gibt es sicherlich nicht ohne vorinstallierte Apps genauso wie bei Windows. Wird da nicht etwa in sich die Marktmacht ausgeübt? Die Gerätehersteller könnten doch genauso ihre eigene Software programmieren. Aber dann kommen wir wieder zum Thema Kompatibilität, wenn der Nutzer ein Gerät eines anderen Herstellers möchte…

        • Die Apps gibt es, klar. Aber der übliche Konsument nutzt regelmäßig die vorinstallierte App statt sich noch eine weitere aus dem Store zu installieren.
          Damit hat Google hier einen erheblichen Wettbewerbsvorteil vor der Konkurrenz, deren Apps eben nicht vorinstalliert sind.
          Wenn die Apps von Google ganz normal über den Store zu beziehen sind, kann die immer noch jeder installieren, der sie benutzen will. Dann hat jede App aber auch die gleiche Chance und eine wird nicht bevorzugt, „weil sie ja eh schon da ist“.

          > Wird da nicht etwa in sich die Marktmacht ausgeübt?
          Beide sind nicht marktbeherrschend, also nein.

          • Das ist doch alles Blödsinn, es wird einfach Politik für faule und bildungsferne Menschen gemacht! Wer etwas Anderes nutzen will kann das jederzeit tun, Mensch muss sich einfach nur mit der Materie auseinandersetzen!
            Wer die Google-Apps nicht haben will schaltet sie einfach ab oder wechselt das Betriebssystem! Nur weil etwas schon auf dem Smartphone drauf ist, bin ich doch nicht gezwungen dieses auch zu nutzen, also kann von Ausnutzen von Googles Stellung keine Rede sein.
            Davon abgesehen sind die Menschen, die eine solche Politik schützen will, am Ende total angeschissen, weil dann bald gar kein Browser mehr auf dem Gerät ist und diese dann immer noch zu blöd sind, einen Browser zu installieren…

          • Das Vorgehen von Google schränkt doch die Auswahl und die Freiheit des Nutzers nicht ein. Und natürlich wird überwiegend genutzt, was schon auf dem Gerät installiert ist. Aber wenn das nicht der Fall ist, wird eben genau das installiert. Oder glaubt irgendjemand ernsthaft, der Anteil von entsprechenden Apps von Drittanbietern wird zukünftig nennenswert steigen? Wir alle wissen doch, dass das nicht der Fall sein wird.

  11. Ich sehe das ganze mit gemischten Gefühlen: Einerseits hat Google natürlich eine enorme Marktmacht. Andererseits steht es jedem Hersteller nach wie vor frei Android (ganz) ohne Google Apps auszuliefern und z.B. auf alternative App-Stores zu setzen (Amazon Appstore?). Amazon macht es mit den Fire-Tablets vor. Oder eben eine ganz eigene Alternative zu entwickeln.

  12. Die EU braucht dringend Geld und will Google melken.

  13. Wohin fließen denn die vielen Milliarden u. wofür werden sie verschwendet?
    Was soll ich von einer Milliardenstrafe halten wenn ich davon keinen Cent sehe?

  14. Ja, was soll man von einem Park-Knöllchen halten, wenn man nicht weiß, wo das Geld hingeht?

    • Das Geld fließt in den EU Haushalt und die Staaten überweisen anteilig weniger Geld. Es wird also dein Steuergeld gespart, weil Deutschland nachdem die Strafe rechtsgültig ist einen erheblichen Beitrag weniger an die EU überweist.

      Konnte man in vielen seriösen Nachrichtenportalen nachlesen. Man sollte sich halt nicht nur in Tech-Blog informieren.

      • Und ändert sich dadurch etwas an den Dingen, die die EU Google vorwirft?
        Wird Google deswegen weniger dominant.Gibt es deshalb auf einmal ein
        europäisches Alternativangebot ?

        Nein…es geht hier nur um Abzocke. Rückständige Europäer haben entdeckt
        dass andere sie abgehängt haben und damit viel Geld verdienen.Von dem Geld
        wollen sie etwas für sich…ohne dass sich deswegen irgendetwas ändert, oder sie
        dafür irgendeine Gegenleistung in Form von Alternativen erbringen.

  15. Stefan aus Oldenburg says:

    ein bisschen OT – seit eben darf ich wieder von YouTube auf den FireTV Stick streamen.
    Geht das jetzt dauerhaft oder nur mal so?
    (funzt von Android und WindowsPC-mit Chrome)

  16. Martin M. der 3. says:

    Seid ihr alle von Golem rüber gekommen, oder was?
    Manche Kommentare sind schon strange.

  17. Andreas Va says:

    Hin und wieder wird die Frage geäußert, ob es Jemanden gibt, der ein Android Smartphone nutzt, ohne irgendwelche Google-Dienste zu nutzen. Diese Frage habe ich mir selbst ebenfalls gestellt und bekam das Interesse an einem Selbstversuch. So stand bei mir sowieso nach langwer zeit ein Smartphone-Neukauf an. Ich wollte es nun wissen… Ich wollte wissen, wie fühlt es sich an, Android ohne jeglichen Google-Dienst zu nutzen. So begann mein Experiment. Mein altes Smartphone hatte ich ja noch weiterhin als Rückfallebene rumliegen. Aber das neue Smartphone wollte ich in dem Selbstversuch ohne Google-Dienste betreiben.

    Auf das installieren eines Custom-ROM’s verzichtete ich, um nach dem Selbstversuch die Google-Dienste jederzeit wieder nutzen zu können. Ich habe es dabei belassen sämtliche Google-Dienste zu deaktivieren. So deaktivierte ich neben dem GoogleChrome Browser auch die Google-Play-Dienste, Maps, den Playstore usw…. Alles was zu Google gehört, wurde von mir deaktiviert. Alternative Browser habe ich bereits als APK-Datei heruntergeladen und via SD-Card zum neuen Handy transferiert. Als Bezugsquelle weiterer Apps habe ich mich gleich für mehrere alternative App-Stores entschieden.

    Nun wird meine Auswahl sicherlich nicht Jedem ebenfalls zusagen, doch ist es nur ein kleines Beispiel was machbar ist. Ich finde zum Beispiel den Gedanken von OpenSource sehr positiv. So habe ich mich für den Appstore F-Droid entschieden. Sicherlich stehen noch weitere Stores wie z.B. APKpure zur Verfügung und viele weitere Bezugsquellen für zusätzliche mobile Software. Als Browser entschied ich mich für GNU Icecat und für den Firefox. Auch einen Opera-Mini habe ich ergänzend (auch wenn nicht Opensource) hinzugefügt.

    Ich persönlich muss gestehen, dass ich noch nie WhatsApp, Facebook und Instagram nutzte. Als Messenger habe ich Telegram installiert.

    Mit dieser Konfiguration nutze ich nun also mein neues Android Smartphone völlig ohne Google-Dienste. Und ganz nebenbei ist das Gerät auch frei von Zuckerberg’sche Dienste.

    Dieser Selbstversuch sollte eigentlich nur mal 2 Wochen probiert werden. Inzwischen sind rund 6 Monate vergangen, und ich habe keinen einzigen Google-Dienst aktiviert. Ich vermisse also nichts.

    Nach dem Experiemnt wollte ich meinen Aluhut wieder absetzen und die Google-Dienste aktivieren. Aber ich betrachte es für meinen persönlichen Zweck als nicht notwendig und lasse nun einfach alles so wie es ist. Ich bin absolut zufrieden. Zusätzlich fühlt sich die Konfiguration viel ruhiger an. Keine nervenden ständigen Infos und Benachrichtigungen. Ich habe einfach meine Ruhe. Das Phone verhält sich wie ein unaufdringlicher elektronischer Begleiter. Der angenehme nebeneffekt führte sogar dazu, dass ich mein altes Smartphone nun ebenfalls von den ganzen (für mich überflüssigen) Diensten befreit habe.

    Einen einzigen Google-Dienst nutze ich aber noch. Das ist Google-Mail. Die Google-Mailadresse dient mir nur noch dazu, mich bei irgendwelchen Diensten zu registrieren. Aber dafür brauche ich keine App. Ich nutze das Mailangeboot aus dem Hause Google nur über die Weboberfläche des Browsers. Mein neues Smartphone wird von mir nun dauerhaft völlig frei von einem Google-Account betrieben.

    Nun gehöre ich wahrlich nicht zu den Aluhutträgern. Dennoch empfinde ich diese Konfiguration als sehr angenehm und werde sie nun dauerhaft beibehalten. Auch meine Frau findet das Experiment sehr interessant und hat sich dem angeschlossen.

    Somit kann ich bestätigen… Ja es gibt Menschen, die Android ohne Google nutzen. Ergänzend füge ich hinzu, dass Android durchaus in großem Umfang ohne Google-Dienste nutzbar ist. Sicherlich ist viel Kreativität und eigene Initiative notwendig. Aber aus Erfahrung kann ich bestätigen, dass dies Spass macht und das Gefühl von ein klein wenig mehr Unabhängigkeit von einem einzelnen konzern ist ein zusätzliches Schmankerl.

    • Danke, das war mal ein richtig konstruktiver Beitrag.
      Wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe:
      ein ganz normalse Smartphone mit Android (mit google-Software/Apps) gekauft,
      und man kann tatsächlich alle Googledienste deaktivieren?
      Bisher habe ich immer die Info erhalten, dass das nicht vollständig geht?
      Ok, wäre ein Versuch wert. Ich will ein Smartphoe OHNE die Datenkrake Gockel

    • Und wie genau hast du die Google Play-Dienste Deaktiviert? „Offiziell“, d.h. ueber die Android-eigene App-Verwaltung geht das AFAIK nicht. Die Play-Dienste beinhalten aber mittlerweile einen guten teil der Userspace-Funktionalitaet. Wobei, wenn du den Play Store sowieso nicht nutzt wirst du vermutlich sowieso keinen bedarf an moderneren Funktionen und System-Updates haben.

  18. Andreas Va says:

    @Peter

    Ja, korrekt… ein ganz normales Smartphone mit Android (mit google-Software/Apps) gekauft. Und ja, man kann tatsächlich alle Googledienste deaktivieren. Dies ist problemlos möglich. Ich betone auch ausdrücklich das Gerät NICHT gerootet zu haben. Natürlich können ohne ROOT die Apps nicht deinstalliert werden, aber deaktivieren ist möglich. Es war mir auch problemlos möglich die Google-Play-Dienste zu deaktivieren. Hierzu sei aber erwähnt, dass einige Apps (welche auf die play-Dienste zugreifen) etwas zicken. Das äußert sich in der Form, dass eine Meldung erscheint, welche darauf hinweist, dass die App nur in vollem Umfang einwandfrei funktioniert, wenn die Google-Play-Dienste aktiviert und auch aktualisiert sind. Bis auf wenige Ausnahmen konnte ich aber trotzdem meine genutzten Apps verwenden. Eine typische Funktion, welche ohne Googledienste nicht gegeben ist, sind die standortbezogenen Dienste. Ich konnte beobachten, dass meist die Maps-Dienste von Google benötigt werden, wenn eine App meckert. Besonders Apps von sozialen Netzwerken oder Messengern fordern gerne Zugriff auf die Google-Play-Dienste. Besonders ist mir dies verhalten aufgefallen bei dem „Viber“ Messenger und sämtlichen neueren Versionen des sozialen Netzwerkes „VK“. Die Messenger von Kakaotalk, WeCHat und Telegram kann ich problemlos nutzen. Leiglich der Versand des eigenen Standortes ist nicht möglich, da hierzu wiederum Google-Maps und somit ein Google-Play-Dienst benötigt wird. Da ich aber diese Dienste nicht zwingend benötige, sind mir die restlichen Messenger-Funktionen in vollem Umfang gegeben. Auch der Viber Messenger funktioniert in seinen Grundfunktionen ohne die Google-Dienste, aber die Warnmeldungen erscheinen derart penetrant, dass ich diesen Anbieter nicht länger nutzen möchte, weswegen ich nun Viber nicht mehr verwende. Aber rein technisch ist die Messenger-Funktion auch hier gegeben.

    Wie ich in meinem Bericht beschrieb, habe ich keinen Google-Account mit dem Androidgerät verknüpft. Sämtliche Google-Dienste habe ich deaktiviert. Also Browser habe ich mich für mehrere entschieden. Ich mag den Firefox, dann noch einen Fork des Fuchses unter dem Namen „GNU IceCat“, und ergänzend noch einen Opera-Mini. Mit dieser Kombination habe ich keinerlei Probleme. Als Messengerdienste bevorzuge ich Telegram und Jabber. Weitere Apps funktionieren bei mir tadellos. Dabei handelt es sich um Cloud-Dienste und Banking-Apps. Ich bin insgesamt angenehm überrascht wie viel doch ohne die Google-Play-Dienste realisierbar ist. Sicherlich bedarf es ein wneig eigener Initiative und ein wneig Aufwand sich sein System nach eigenem geschmack zu konfigurieren, aber das Ergebnis ist ein angenehmes System, welches nicht nervt und viel weniger an Daten abgreift, als im Auslieferungszustand.

    Eine Frage in meinem Bekanntenkreis ist immer wieder, woher ich weitere Apps beziehe. Viele Leute äußern Bedenken, die Software als Sideload zu installieren. Und in diesem punkt kann ich leider Niemanden beruhigen. Es gehört schon etwas Vetrauen dazu, sich die Software als APK oder alternativen Appstores zu beschaffen. Wir sind mündige Menschen, und sollten uns betreffend vorher Gedanken machen, bevor wir jegliche App unbekümmert ausführen. Dies gilt aber ebenso auch auf dem Desktop, wo man ebenfalls gut überlegt auf eine Setup.exe klicken sollte. Aber auch im Original Play-Stoere von Google können sich mal schädliche Apps einschleichen. Ich kann jetzt keine absolute Empfehlung aussprechen, welche Appstores nun die ultimativ besten sind. Da ich gerne OpenSource-Software verwende, ist auf jeden Fall F-Droid.org in meinem Prtfolio inbegriffen. Für die übrige SOftware habe ich ganz brauchbare Erfahrungen mit apkpure.com machen können. Aber auch von anderen Seiten lade ich mir hin und wieder eine APK-Datei manuell herunter. Allerdings gilt immer… Bitte nur genau überlegt die Apps installieren. Ein weiterer Grundsatz von mir ist, nicht zu viel Apps, sondern nur was für die jeweils persönlichen Bedürfnisse auch notwendig ist und auf überflüssige Apps lieber verzichten.

    Bisher habe ich mit meiner vorgehensweise noch keinerlei negative Erfahrungen gemacht, was mich in meiner Handlungsweise bestätigt. Es gibt zusätzlich auch ein gutes Gefühl, nicht ganz so abhängig von einem einzelnen Konzern zu sein.

    • Vielen Dank für deine Posts.
      Damit kann man -wenn man sich über sein eigenes Verhalten bei der Nutzung von Samrtphones Gedanken macht und nicht weiterkommet- wirklich was anfangen.
      Die Aussagen, die ich bisher auf mein Nachfragen nach googlefreien SF bekommen habe,war: du bist gezwungen diech mit einem Goolgeaccount anzumelden und allen Goole-Apps kann man nicht abschalten.
      Meine Frage wäre noch: bin ich sicher, dass -wenn ich Apps deaktiviere- tatsächlich keinerlei Zugriffe mehr auf den Code von anderen Apps mehr möglich sind? Ich habe keine Lunst durch die Hintertüre doch wieder meine Daten der Krake unbewusst zur Verfügung zu stellen.

  19. Andreas Va says:

    @Daniel

    Die Deaktivierung der Google Play-Dienste konnte ich tatsächlich „Offiziell“ mit Bordmitteln ueber die Android-eigene App-Verwaltung durchführen. Dabei habe ich eine Reihenfolge eingehalten und erst mal die üblichen Apps (z.B. Mail, Maps, usw…) von Google deaktivert. Die eigentlichen Play-Dienste deaktivierte ich zu letzt, damit keine Abhängigkeiten der Deaktivierung im Wege stehen. Es waren (glaube ich) 1 oder 2 Dienste, welche sich nicht vollständig deaktivieren liesen. Diese Dienste sind bei meinem Nutzungsverhalten aber sowieso irrelevant, weshalb mich das nicht wirklich tangiert. Aber der Hauptdienst, eben jene Play-Dienste konnte ich tatsächlich komplett ausschalten. Sicherlich kommen während dem deaktiveren ständig Warnmeldungen, dass mit der Deaktivierung des jeweiligen Google-Dienstes viele Funktionen nicht mehr ordnungsgemäß funktionieren werden. Hervorragend… Die FUnktionen, welche dann nicht mehr ordnungsgemäß funktionieren werden, wollte ich sowieso los werden. Somit ein nettes Feature. 😉

    Ja, korrekt… ich habe keinen Bedarf an moderneren Funktionen und System-Updates. Ich bin eher der Minimalist, der sich lieber nur auf das nötigste beschränkt. Mein Nutzungsverhalten ist auch keinesfalls zu empfehlen, wenn Jemand sein Android vollumfänglich ausreizen möchte. Mein Selbstversuch bezog sich nur auf mein persönliches Nutzungsverhalten mit minimalistischer Vorstellung.

  20. Andreas Va says:

    @Carl

    Leider sind viele Aussagen betreffend Google-befreiter Smartphones, welche man von vielen Zeitgenossen geäußert bekommt, ganz odder zumindest in großem Umfang teilweise nicht zutreffend.

    Es besteht generell KEIN Zwang sich am Gerät mit einem Google-Account anzumelden!

    Die ersten von Google gebrandeten Android-Smartphones erforderten in der Tat einen Google-Account. Doch schon mit der zweiten Serie von Android-Smartphones ist dieser Zwang entfallen. Es kursieren trotzdem immer noch solche Behauptungen. Oft hört man auch die mahnenden Worte, dass ein Androidgerät ohne Google-Dienste nicht in vollem Umfang nutzbar sei. Dazu sei aber gesagt, dass jeder Nutzeretwas anderes unter „vollem Umfang“ versteht und auch unterschiedliche Nutzungspräferenzen hat. So kann es durchaus sein, dass ein Nutzer das subjektive Gefühl bekommt, sein Gerät sei ohne den Google-Account nicht in vollem Umfang nutzbar, weil die standortbasierten Diensten ohne Google-Maps in Kombination mit den Play-Diensten deaktiviert sind. Andere Nutzer wiederum verzichten auf jene Dienste, sind dafür aber in anderen Bereichen sogar Poweruser. Dennoch vermissen jene Nutzer keine Funktionen. Somit liegt es individuell im eigenen Ermessen, ob für das jeweils persönliche Nutzungsverhalten auf die Google-Dienste verzichtet werden kann oder nicht.

    Mir persönlich ist nur aufgefallen, dass ohne die Google-Dienste sämtliche Standortfunktionen, die auf Google-Maps basieren nicht mehr nutzbar sind. Mehr ist mir bei meinem persönlichen Nutzungsverhalten noch nicht aufgefallen. Alternative Standortdienste, welche nicht auf Google-maps und den dazugehörenden Google-Diensten basieren, funktionierten trotzdem einwandfrei. Somit kann ich nochmals bestätigen, dass Android-Smartphones ohne Google-Dienste definitiv für die meisten Zwecke nutzbar sind. Es ist lediglich ein wenig Zeitaufwand notwendig, sich die bevorzugten Apps manuell zu suchen, downloaden, installieren und konfigurieren. Wer diesen moderaten Aufwand nicht scheut kann durchaus sehr zufrieden werden mit Android ohne Google.

    Nun zur Frage: …kann man sich sicher sein, dass -wenn man die Google-Appps deaktiviert- tatsächlich keinerlei Zugriffe auf den Code von anderen Apps mehr möglich sind?
    Das ist eine gute Frage… Ich weiss es selbst nicht. Ich kann nur meine Beobachtungen berichten. In sehr seltenen Fällen kam mal ein Warnhinweis dass die eine oder andere App oder Funktion nicht ausgeführt oder darauf zugegriffen werden kann, weil… der eine oder andere Dienst dazu aktiviert und geupdatet werden muss. Bei solch einem Hinweis gehe ich davon aus, dass die deaktivierten Dienste und Apps es zumindest nicht all zu leicht haben Mit dem abgreifen von Daten. Ob das nun eine 100%tige Geweissheit ist, vermag ich leider nicht zu beurteilen, aber es ist zumindest ein gutes Indiz dafür, dass durch das deaktivieren der Google-Dienste zumindest ein großer Teil von Datenabgriff unterbunden wird.

  21. Folgend noch ein paar Schritte zu „weniger bis gar nicht Google“ auf einem Android-Gerät, OHNE zu rooten.
    https://fieldguide.gizmodo.com/a-guide-to-using-android-without-selling-your-soul-to-g-1827875582

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