
Sollte das installierte Gremium den Vorwürfen der Kommission zustimmen, so dürfte es noch einmal um einiges teurer für Google werden. Außerdem befasse man sich erneut mit den folgenden beiden zusätzlichen Anschuldigungen:
1) Im Zusammenhang mit dem Betriebssystem Android hat die Kommission die Sorge, dass Google bei einer Reihe von Anwendungen und Diensten für mobile Geräte im Rahmen einer allgemeinen Strategie die Auswahl verringert und Innovationen verhindert, um seine beherrschende Stellung im Bereich der allgemeinen Internetsuche zu schützen und auszubauen.
2) Über AdSense könnte Google nach der vorläufigen Auffassung der Kommission eine Verringerung der Auswahl bewirken, indem es verhindert, dass Websites von Dritten auf Suchmaschinenwerbung von seinen Wettbewerbern zugreifen.
Außerdem bezahle Google angeblich diverse Smartphone-Hersteller und Netzanbieter dafür, dass diese ausnahmslos Google Search als Suchengine auf ihren Geräten installierten.
Um eben jene Vorwürfe soll sich das Gremium nun quasi unvoreingenommen kümmern und die Fälle entsprechend erneut prüfen – eine zweite Meinung würde benötigt, heißt es. Die Arbeit eines solchen Gremiums könne zwei bis vier Wochen in Anspruch nehmen, zur Not aber durchaus auch verlängert werden. Ob überhaupt schon damit begonnen würde, sei ebenfalls noch unklar. Es wird erwartet, dass es eine Entscheidung bis spätestens Jahresende 2017 geben wird.