Google ist aufgrund seiner Marktstellung häufig Bestandteil von irgendwelchen Vorwürfen und genauen Untersuchungen. Gerade in der Europäischen Union ist der Gigant das ein oder andere Mal verurteilt worden und musste hohe Geldbußen zahlen. Es geht dabei immer um unterschiedliche Bereiche, Google News, sogar den Google Assistant als Bestandteil von Android und auch die Suche. Laut Bloomberg könnte nun die nächste Klatsche folgen.
Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager wird in den kommenden Wochen eine Strafe für den AdSense-Werbedienst ankündigen, so die mit der Untersuchung vertrauten Personen, die natürlich nicht namentlich genannt werden wollen. Die Regulierungsbehörden untersuchten, ob die Werbeverträge von Google die Konkurrenten ungerechtfertigterweise einschränkten. Das Timing ist vorläufig und könnte noch verschoben werden, teilten die Informanten mit.
Das Unternehmen hat bereits Geldbußen in Höhe von 6,7 Milliarden Euro verhängt bekommen und nun drohen weitere Geldbußen, wenn es den EU-Auflagen zur Änderung seines Verhaltens nicht nachkommt.
Die Kommission verhängte im Juli 2018 eine Geldbuße in Höhe von 4,3 Milliarden Euro gegen Google im Fall Android und forderte das Unternehmen auf, die Art und Weise zu ändern, wie es Such- und Webbrowser-Apps auf Android-Mobilgeräten einsetzt. Ein Jahr zuvor erhielt Google die bis dato als Rekordstrafe geltende Summe von 2,4 Milliarden Euro aufgebrummt, nachdem die Regulierungsbehörden dem Unternehmen vorgeworfen hatte, die Ergebnisse zu verzerren, um kleinere Suchdienste zu übervorteilen.
Die Geldstrafe wird wahrscheinlich niedriger sein als in den vorherigen Fällen, weil Google mit der Kommission zusammengearbeitet und bereits Änderungen in AdSense eingeführt hat, so Aitor Ortiz, Analyst für Bloomberg Intelligence in London.
