Google verschlüsselt Daten, um den Abgriff zu erschweren

Google hat bekannt gegeben, dass man dabei ist, Daten weiter zu verschlüsseln, um es NSA und Geheimdiensten aus anderen Ländern zu erschweren, Daten abzugreifen. Dieses Statement kommt kurz nachdem bekannt wurde, dass NSA & Co Verschlüsselungen (es ist nicht genau bekannt welche) umgehen können und Backdoors in Web-Services veranlasst haben. Die Verschlüsselungs-Initiative wurde letztes Jahr beschlossen und diesen Juni beschleunigt, als die ersten PRISM-Enthüllungen die Runde machten.

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[werbung] Verschlüsselt werden die Informationen, die zwischen den Datenzentren fließen. Das heißt natürlich nicht, dass gar keine Daten mehr abgegriffen werden können. Die Daten einzelner Nutzer können weiterhin an anderer Stelle abgefangen werden. Es wird aber davon ausgegangen, dass die Massensammlung von Daten erschwert wird.

Eric Grosse, vice president for security engineering at Google, spricht von einem Wettrüsten, mit den Geheimdiensten als starken Player in diesem Spiel. Experten sagen, dass außer den amerikanischen Behörden auch Angriffe aus China, Russland, Israel und England stattfinden.

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20 Kommentare

  1. sicher ist, das niemand sicher ist.

  2. Und davor sind sie unverschlüsselt übertragen worden? KEK – das gibt es noch? Wow.

  3. mittlerweile bin ich bei PGP angelangt und nutze Mega.

  4. Peinlich, dass google das jetzt erst tut.

  5. @chris Mega ist aber auch nicht das gelbe vom Ei. Du kannst z.B. dein Passwort nicht ändern. Ist dein Account also gehackt, bleibt er gehackt. Außerdem ist die komplette Webseite closed Source. Keiner weiß ob das ganze wirklich so sicher ist, wie behauptet wird. Dann nehm doch lieber nen Raspberry mit einer Externen Festplatte und mach OwnCloud drauf. Ist dann auch im Heimnetzwerk schneller und du hast mehr Speicher.

  6. Ich dachte google und die NSA arbeiten zusammen, evtl. Ist das ja der versuch den Leuten die vorzugaukeln um an sichere Daten heranzukommen.

  7. @craZed das ist keine zusammenarbeit, google, ms, apple und co. sind sklaven der us regierung und der nsa

  8. Warum kann man nicht durch eine Petition oder ein volksbegehren diesen Wahnsinn stoppen? Die USA sind genauso demokratisch wie wir in Deutschland. Und ich bin mir so gut wie sicher, dass die USA damit gegen Gesetze verstößt für die ein Hacker lebenslang hinter Gitter kommen würde.

  9. Also „vice president for security engineering at Google“ hätte man ruhig übersetzen können…

  10. @Rico Weingand

    Die USA sind nicht mal ansatzweise so demokratisch wie wir. Die tun nur gerne so. Und das, obwohl auch Deutschland auch noch lange nicht lupenrein ist.

  11. @Rico Weingand:
    Da die NSA über ihre Security Letters Entscheidungen treffen und Dateneinsicht erzwingen darf, die durch keine wählbare Instanz und durch kein öffentliches Gericht anfechtbar sind, ist der amerikanische Staat nicht demokratisch. In einem demokratischen Staat ist diese Art der Machtausübung unmöglich, insbesondere, da die NSA wirklich *fast alles* machen darf. Damit steht die USA auf der gleichen Stufe wie beispielsweise Russland – ob nun ein Putin oder eine Geheimbehörde, ob Überwachungskameras oder aggressive Polizisten, ob man still und heimlich in ein Gefängnis eingewiesen oder auf der Straße verprügelt wird – Überwachung bleibt Überwachung, Zensur bleibt Zensur, Gewalt bleibt Gewalt. Die Amerikaner dachten nur, sie wären schlauer als der Rest der Welt und könnten auf ewig geheimhalten, was in vielen angeblichen „Schurkenstaaten“ öffentlich gelebt wird.

  12. Hier fehlt eindeutig ein Danke-Button.
    Danke Georg!

  13. georg hat es exakt auf den punkt gebracht !

    übrigens, die google-verlautbarung entspringt lediglich der angst kunden zu verlieren, weil das vertrauen einfach nicht mehr da ist – tatsächlich wird dadurch aber überhaupt nichts „sicherer“ und es ist eine reine marketing-action….

  14. Und dann verkauft man der NSA den Schlüssel 🙂
    Sitzen doch alle in einem Boot, es wird uns in Zukunft nichts anderes übrig bleiben als über Proxys zu surfen.

  15. Und was soll das bringen, Tobi?

  16. Wer weiß schon, ob dieses Plus an Sicherheit ausreicht, wenn man bedenkt wie weitreichen die Eingriffe der enstprechenden Geheimdienste schon waren und in welch komplexe Systeme sie eingedrungen sind.

    Aber immerhin positiv, dass sich ein Anbieter Gedanken darum macht, wie man die Sicherheit zumindest „gefühlt“ erhöhen könnte.

  17. Blödsinn das Ganze. Google versucht die DAUs Sicherheit mit pseudo Techniken vorzugaukeln. Fakt ist: Google ist ein US Konzern und MUSS rechtlich dafür sorgen, dass die NSA Daten abgreifen kann, wenn diese das will.
    Fakt ist auch, dass lediglich echte zero knowledge Verschlüsselung wirklich sicher sein kann.

  18. Ich finde ehrlich gesagt das schlimmste an der Meldung, dass man offensichtlich bisher die Kommunikation nicht verschlüsselt hat. Aber selber dem Nutzer durch SSL als Webseitenstandard und TLS für IMAP als Standard vorgaukeln es ginge um ihre Sicherheit.

    Die NSA wird das alles weiter wesentlich wenig Nutzen, ist ja nicht so, als wenn PRISM sich in irgendwas reinhacken würde, das Gegenteil ist der Fall, die Daten werden durch Google zur Verfügung gestellt und bei Bedarf entschlüsselt.

    Alles mal wieder feinste Augenwischerei.

  19. nachdem gerade herausgekommen ist das diese verschlüsselung für nsa usw keine hürde darstellt kann man ja wenigstens dafür werben mindestanforderungen einzuführen 🙂

  20. Ach Gott !!! Der Export von PGP wurde vor Jahren von der US Regierung verboten, weil man Angst hatte nicht mitlesen zu können.
    Heute lacht sich jeder Geheimdienst über solche Algorythmen kaputt.