Google verpflichtet OEMs dazu, seine Benachrichtigungs-Aktionen und Schnellantwort-Funktionen zu implementieren

Gerade chinesische Hersteller von Smartphones, die auf Android basieren, verzichten gerne einmal darauf, Googles Features in vollem Umfang in ihre Geräte und deren Software zu integrieren. Solchem Gebaren möchte Google anscheinend aber bald einen Riegel vorschieben. Denn in dem jüngst veröffentlichten „Compatibility Definition Document“ (CDD) hat man ganz klar festgelegt, dass Funktionen wie das Bündeln von Benachrichtigungen oder auch die Option, auf eine Nachricht mit einer Schnellantwort reagieren zu können, zwingend in die Software mit implementiert werden müssen.

Der entsprechende Ausschnitt aus dem CDD besagt folgendes:

Handheld device implementations MUST support the behaviors of updating, removing, replying to, and bundling notifications as described in this section.

Also, handheld device implementations MUST provide:

  • The ability to control notifications directly in the notification shade.
  • The visual affordance to trigger the control panel in the notification shade.
  • The ability to BLOCK, MUTE and RESET notification preference from a package, both in the inline control panel as well as in the settings app.

So besagt dieser Passus auch, dass der Anwender in jedem Fall die Einstellungen des Smartphones aus der Benachrichtigungsleiste heraus erreichen können muss. Viele Hersteller halten sich seit Jahren an diese Ideen, andere hingegen versuchen ihre eigenen Konzepte unters Volk zu bringen. Das könnte bald ein Ende haben. Das aktuelle CDD bezieht sich auf alle Geräte, die durch die Android 7.1 CTS zertifiziert wurden.

(via Android Police)

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Benjamin Mamerow

Blogger, stolzer Ehemann und passionierter Dad aus dem Geestland. Quasi-Nachbar vom Caschy (ob er mag oder nicht ;D ), mit iOS und Android gleichermaßen glücklich und außerdem zu finden auf Twitter und Google+. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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10 Kommentare

  1. Was für eine Überschrift… Aber genau auf den Punkt.

  2. Nach chinesisches Unternehmen wird es wahrscheinlich trotzdem nicht tun

  3. Wolfgang Denda says:

    Da bin ich aber gespannt, ob oder wann Xiaomi ein MIUI mit Android 7.1 für seine paar offiziell international angebotenen Geräte herausbringt. Beim chinesischen ROM interessieren die Vorgaben der Zensurunterstützer Google sowieso keinen Fischschwanz.

  4. Nennen wir mal Ross und Reiter: Huawei/Honor etwa mit ihren unsäglichen iOS-Verschnitten und Lockscreens, die etwa verschiedene Musikplayer mithilfe von Blacklists (!) von der Funktion ausschließt. Warum? Keine Ahnung.

    Aber die halten sich trotzdem nicht an die Google Richtlinien. Denn die schreiben seit Marshmallow ZWINGEND Verschlüsselungsfähigkeit des Gerätes vor, was Hauwei beim Mate 9 selbst unter 7.0 deaktiviert hat. Vermutlich ist Verschlüsselung in Mainland China auch politisch gar nicht gewollt, wer weiß …

    Daher: für mich erstmal nix mehr von denen …

  5. Richtig so.

  6. Deliberation says:

    Verschlüsselungstechniken, die nicht von der chinesischen Behörde OSCCA freigegeben sind, dürfen in China überhaupt nicht eingesetzt werden. Wenn ein chinesisches Unternehmen also so eine Technik einsetzen würde, verlöre sie den gesamten chinesischen Markt. Was würdest Du also tun? 😉

  7. Wir sind hier aber eben nicht in China. Dann sollte man das den außerchinesischen Kunden auch transparent machen. Testet natürlich auch kein Reviewer.

  8. Gut gegen die Fragmentierung. Wenn schon mit Google, dann richtig. China-Phones sind da sowieso ein Sonderfall.

  9. Ich würde es in China deaktivieren und in internationalen Ausführungen aktivieren. Voila.

  10. Deliberation says:

    @NickS: sag bloß…

    @Timo_: prinzipiell denkbar, kostet aber Geld. Und die Chinaböller sind eben auch deshalb interessant, weil sie Flagship-Performance für kleines Geld bieten.

    Aber letztendlich geht es ja um Benachrichtigungen. Und da ist eben die Frage: was passiert, wenn sich OEM-Hersteller nicht an die „Verpflichtung“ halten?

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