Google verbessert mit Machine Learning Windkraftwerke

Nachhaltigkeit, Klimaschutz, erneuerbare Energien – all das sind Themen, die aktuell den medialen Diskurs geradezu dominieren.  Technikkonzerne sind da meistens schnell bei der Hand entweder Maßnahmen zu preisen, die eigentlich für sie selbstverständlich sein sollten, oder halten sich lieber vornehm zurück, um nicht ins Visier zu geraten. Klar, gibt es da Ausnahmen wie Apple, die sich seit der Übernahme der Führung durch Tim Cook durchaus deutlich stärker für den Umweltschutz machen, als die Konkurrenz. Auch Google entwickelt nun Ideen und will über Machine Learning Windkraftwerke verbessern.

So gibt man in einem Blog-Post an, dass aktuelle Windkraftwerke noch gar nicht ihr volles Potential ausschöpfen könnten. Denn mit der Windenergie ist es natürlich so eine Sache: Hier kann man schwer konstant Strom erzeugen. Wenn viel Wind ist, dann kommt eben auch viel – wenn der Wind ausbleibt, bleibt auch der Strom aus. Das ist ein Problem dieser Technologie, das in der Natur der Sache liegt.

Google und DeepMind wollen die Gewinnung von Windenergie durch maschinelles Lernen dahingehend optimieren, dass die Vorhersagen für anstehende Winde präziser werden. Dafür hat man die entsprechenden Algorithmen bereits in der Praxis an Windkraftwerken getestet. Als Basis diente ein neurales Netzwerk, das man mit frei verfügbaren Wetterdaten / – berichten und bisher gespeicherten Daten der Turbinen gefüttert hatte. Man trainierte das Netzwerk nun so, dass es den Wind 36 Stunden früher vorhersehen konnte, als andere Lösungen.

Als Ergebnis können die einzelnen Kraftwerke oder ganze Farmen mit vielen Turbinen so konfiguriert werden, dass sie ihren Output besser regulieren. Laut Google sei man zwar immer noch eifrig dabei die Algorithmen zu optimieren, könne aber bereits mehr als positive Ergebnisse vorweisen. Man gibt an, dass das eingesetzte Machine Learning den Wert der gewonnenen Windenergie um etwa 20 % habe steigern können. Dabei vergleicht man aber mit Stromeinspeisungen, die zeitlich gar nicht planbar wären.

Ganz eliminieren könnte man die Sprunghaftigkeit der Windenergie zwar nicht, durch Machine Learning seien aber immerhin sinnvolle Optimierungen möglich. Das erleichtere es Netzbetreibern auch vorherzusehen, wie viel Energie zu welchem Zeitpunkt wohl durch Windkraftwerke ins größere Stromnetz eingespeist werde. Google verspricht sich davon, dass Windenergie vielleicht einen noch etwas besseren Ruf erhalte und aus Sicht der Netzbetreiber aufgewertet werde. Aktuell sei für alle Menschen wichtig den Umwelt- und Klimaschutz zu verbessern. Nachhaltige Energiequellen wie Wind- und Solarenergie seien da interessante Möglichkeiten, mit denen der Umgang aber eben noch verbessert werden müsse.

Google selbst beziehe seinen Strom laut eigenen Aussagen bereits zu 100 % aus erneuerbaren Energiequellen und wolle als nächsten Schritt zu 100 % CO2-freie Quellen verwenden. Es gebe laut Google immer noch viel zu tun. Durch die Partnerschaft mit DeepMind und die weitere Arbeit an maschinellem Lernen sei man aber guter Dinge nicht nur für Google als Unternehmen, sondern auch für die Umwelt noch viel zu erreichen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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2 Kommentare

  1. Nette Idee, solange aber die Belege für die Steigerung nicht publiziert sind, würde ich ehr von „Google will verbessern..“ schreiben.

  2. „ANZEIGE“

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