Google unterstützt Kampf gegen Kinderpornografie

Google hat einen stärkeren Kampf gegen Kinderpornografie und #missbrauch im Internet angekündigt. Wie in der realen Welt gibt es auch im Internet diese dunklen Ecken, in der kriminelle Dinge geschehen: Im Jahr 2011 bekam das National Center for Missing and Exploited Children’s (NCMEC’s) insgesamt Hinweise auf 17,3 Millionen Fotos und Videos, welche vermutlich Dinge darstellen, die der gesunde Mensch als Kindesmissbrauch ansehen würde.

Google Office

Das ist eine Vervierfachung der Zahlen, die noch 2007 vorherrschten. Google betont, dass es wichtig sei, dagegen vorzugehen und somit Eltern, Lehrer und Unternehmen dabei zu helfen, dieses Problem zu bekämpfen. Sexueller Missbrauch an Kindern ist ein globales Problem, gegen welches man global vorgehen müsse, betont Google.

[werbung] Seit 2006 arbeitet man mit anderen Technologie-Unternehmen daran, technische Lösungen zu entwickeln. Weitere 5.000.000 Dollar stellt man nun weiter unterstützend zur Verfügung, um Bildmaterial, welches Kindesmissbrauch darstellt, auszurotten. Diese Summe geht an das National Center for Missing and Exploited Children und die Internet Watch Foundation.

Unterstützung bekommen auch ähnliche Organisationen in den USA, Kanada, Europa, Australien und Lateinamerika. Seit 2008 nutzt man Hash-Technologien, um bekannte Bilder zu markieren, sodass das Aufspüren von Kopien dieser Bilder im Internet möglich wird. Jedes Bild erhält eine eindeutige ID, einen digitalen Fingerabdruck und wandert in eine Datenbank.

Diese Datenbank ermöglicht es Unternehmen, Wohltätigkeitsorganisationen und der Strafverfolgung, besser gegen diesen Content im Internet vorzugehen. Google teilte ebenfalls mit, dass man weitere 2.000.000 Dollar dem  Child Protection Technology Fund zur Verfügung gestellt hätte, damit man noch effektivere Technologien entwickeln kann.

Zum Thema Offenheit hat Google eine Aussage: man sei im Geschäft mit der Bereitstellung von Informationen – doch es gibt Informationen, die hätten nie erstellt und zur Verfügung gestellt werden dürfen – und das unterschreibe ich.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

14 Kommentare

  1. Richtig so, nun müssten die Presse anstatt Schlagzeilen/Sendungen (und mögliche Hetze wie Bild) mehr Anzeigen gegen potozialle Täter stellen.

  2. Bestimmt leider ein Kampf gegen Windmuehlen … dennoch auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung !!!

  3. Ganze 5 Millionen Dollar stellt das zweitwertvollste Unternehmen der Welt zur Verfügung? Diese edlen Ritter…

  4. Gute Schritt, nur wie Mike schon sagt, hätten die auch noch nen bisschen mehr investieren können! Es sollte eine Art Fonds geben, der dazu genutzt wird Filter zu kaufen um diese Inhalte nicht mehr zugänglich zu machen!

  5. Das sind aber 5 Millionen mehr als das wertvollste Unternehmen ausgibt…

  6. Bzw. Eigentlich stellen die 7 Mio. zur Verfügung. Nur gesplittet.

  7. Juergen Joos says:

    Hier wird gerade nicht wirklich über die Höhe von 5 bzw. 7 Mio Dollar diskutiert, oder? Ich bin sprachlos!

  8. Keine Hetze wie Bild, aber Anzeige gegen potenzielle Täter (= also ohne Vorliegen einer Strafttat)? 😉

    Klar, Kinderpornographie und -misshandlung ist ein Reizthema, und das Leid das damit verbunden ist eine furchtbare Sache. Unter anderem, so schrecklich es auch klingen mag, wird das Thema allerdings gern auch instrumentalisiert (siehe Zensursula), gerade weil praktisch jeder „Ja“ schreit wenn er Anti-Kinderpornographie hört.

    Meine persönliche Meinung: so toll ist das nicht wenn Google bei einer Hashingtechnlogie mitentwickelt, die es ermöglicht Daten aus dem Internet (oder zumindest der Google Datenbank) verschwinden zu lassen. Es wird nicht allzu lang dauern bis die ersten Unternehmen, Regierungen und Despoten verlangen werden, diese Technik zur Entfernung unbequemer Daten aus dem Netz einzusetzen. Auch damals bei der Zensursula-Geschichte waren schnell die ersten Vertreter der Medienindustrie da, die sich die Hände gerieben hatten.

  9. Habe ich das etwa richtig verstanden?
    „Dieses Bild wandert in eine Datenbank“
    Google macht jetzt zu dem Thema eine extra Datenbank?
    Und stellt diese dann wem? zur Verfügung?
    Steht da etwa auch Unternehmen?
    Und hängt sich dafür auch noch das Unschulds-Mäntelchen um?
    Wie kommt man da ran?
    Kann Google jetzt schon Unternehmen überprüfen?
    -das klappt ja noch nicht mal bei Spam-Mails…
    Und das ganze auch noch veröffentlichen?
    Mal ehrlich, dämlicher geht’s ja kaum.

  10. Klasse, dass Google überhaupt was macht, aber immer wenn die Diskussion in den Medien auftaucht, frage ich mich wo diese Bilder sein sollen. Man ist doch in so vielen dunklen Ecken des Netzes unterwegs und mir sind derartige Medien noch nicht über den Weg gelaufen.
    Als das Thema mal wieder bei Akte in sat1 beackert wurde, dachte ich, jetzt suchst Du mal aktiv. ….. Absolut nichts gefunden! – zum Glück, keine Frage!
    Habe nicht im Usenet oder im IRC geschaut, aber dennoch stellt sich mir die Frage, ob das nicht langsam nur als politische Propaganda genutzt wird.
    Aber da natürlich 1 Vorfall bereits einer zu viel ist, nimmt man das den Medien immer so ab…..

  11. @Ferdi: Das du nichts findest, liegt genau an dieser Datenbank (die es schon länger gibt).
    Heutzutage ist man auf Suchmaschinen angewiesen, und wenn diese filtern, ist es beinahe unmöglich etwas zu finden, was sie dir nicht zeigen möchten. Und Suchmaschinen filtern schon immer – wer das nicht glaubt, hat auch schon mal den Weihnachtsmann gesehen 😉