Google: Surfen nur noch auf Smart Displays, die SafeSearch unterstützen

Wir berichteten darüber, dass Nutzer von Smart Displays mit Google Assistant derzeit ein Problem haben, Webseiten aufzurufen. Konkret ging es da um das Lenovo Smart Display, dessen Nutzer nun keine Webseiten mehr aufrufen können. Mittlerweile gibt’s ein Statement von Google. Dieses dürfte nicht jedem gefallen. Man arbeite ständig daran, zu verhindern, dass jugendgefährdende Inhalte auf gemeinsam genutzten Geräten auftauchen. Da die Ergebnisse auf Smart Displays von jedem gesehen oder gehört werden können, habe man vor kurzem die SafeSearch-Technologie auf den Webbrowsern aller Hardware-kompatiblen Geräte angewendet. Bei nicht unterstützter Hardware sorge man für ein sichereres Web-Erlebnis, indem man die Option anbiete, den Link über die Schaltfläche „Link senden“ an das Telefon des Gerätebesitzers zu senden. Bedeutet nichts anders, als dass man den Browser auf den Lenovo-Geräten eigentlich unbrauchbar für das Surfen gemacht hat, da diese wohl nicht unterstützte Hardware sind – warum auch immer. In der englischen Hilfe hat man das Thema auch angepasst, die deutsche Seite lässt den Hinweis bislang vermissen.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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7 Kommentare

  1. Fazit für mich, schon seit langem: Finger weg von google.
    Google darf das gerne zusätzlich anbieten, aber ob und in welchem Maße ich Kindern Inhalte auf meinen Geräten zugänglich mache, liegt in meiner Verantwortung und ich habe darüber die Entscheidungshoheit. Nicht google oder irgendjemand anderes.

  2. Sommerpustel says:

    Ich, als Konsument, kaufe ein Gerät mit einer bestimmten Eigenschaft. Unter anderem wegen dieser Eigenschaft. Dann kommt Google und deaktiviert einfach diese Eigenschaft. Auf meinem Eigentum. Ich bin kein Jurist, ein Jurist würde das sicher komplett anders sehen, aber ich würde das als Sachbeschädigung bezeichnen. Schließlich kann ich das Ding dann wegwerfen. Dem Hersteller kann ich keinen Strick daraus drehen, denn zum Zeitpunkt des Erwerbs war das Ding ja völlig in Ordnung und an dem Ding selber ist kein Defekt aufgetreten, insofern tritt die Gewährleistung nicht in Kraft. Ein starkes Stück, muss ich mal so sagen. Ich mag die Google Sachen (Docs, etc.), aber aus genau diesen Gründen verwende ich sie nicht. Bei Google weiß man heute nicht, was morgen von den Diensten noch da ist oder noch so funktioniert wie erwartet.

  3. Maximilian Werner says:

    Immer diese Bevormundung der Tech-Riesen, ist ja schlimmer als Apple.

  4. „Immer diese Bevormundung der Tech-Riesen, ist ja schlimmer als Apple.“ leider durch überreagierende Politische Kreise teilweise erzwungen- unter dem Label „Kinderschutz“ oder „Klimaschutz“ oder „Terrorismusbekämpfung“ werden NutzerInnen, aber auch Herstellerfirmen und Diensteanbietern immer mehr Auflagen gemacht und überwachungs- und Regulierungstätigkeiten, die entweder in die hand von Strafverfolgungsbehörden oder wie in Sachen Kinderschutz auch in die Familien sprich Eltern gehören werden auf Betriebssyteme, hardwarekomponenten , Diensteanbieter, Inhalteverbreiter und allgemein technische Infrastrukturen ausgegliedert wo sie nicht hingehören . Denn dort werden sie außerhalb jeder rechtlichen, parlamentarischen und individuellen Kontrolle wie „ich-will-nicht-verantwortung-tragen“-Müll abgeladen. Das gilt u. a. auch für Apples Pläne mit dem Bilderscanning auf Geräten usw. Immer mehr werden wir Nutzende in unseren möglichkeiten eingeschränkt weil immer eines der gutmenschen-Label auf eigentlich unzulässige Reglementierungexzesse geklebt wird.

    • Es würde mich nicht wundern wenn Google hier nur auf eine mögliche Klage oder Androhung von Haftung reagiert hat.

      So etwas wie Safe Search wird nicht aus moralischen Überlegungen implementiert. Das kostet Geld und Ressourcen.
      Solche Produkte dienen in erster Linie dem Selbstschutz. Denn gerade in den USA können Prozesse durchaus mal sehr teuer werden.

  5. Vielleicht weil die Dinger Android Thing OS nutzen, dass Google, wie viele andere Projekte, einstampft?
    https://www.reviewgeek.com/64996/google-ends-development-on-android-things-an-os-you-probably-forgot-existed/

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