Google Streetview: mit Mini-Kameras durch das Miniatur Wunderland in Hamburg

artikel_streetviewGoogle Street View ist bekannt dafür, seine Nutzer auch einmal an etwas ungewöhnlichere Orte zu entführen. Abgelegene Regionen, die Unterwasserwelt, es gibt kaum noch Orte, die nicht schon von Googles Kameras besucht wurden. Und dennoch findet Google immer wieder neue Idee, so wie die heute vorgestellte. Für die Aufnahmen des Miniatur Wunderlandes in Hamburg wurde von Google sogar eine Mini-Version der Street View-Kamera entwickelt, die dann auf Züge und Fahrzeuge gesetzt wurde, die durch das Miniatur Wunderland fahren. Also alles in bester Street View-Manier, nicht einfach nur normal fotografiert.

Über das oben eingebundene Video erhaltet Ihr bereits einen guten Eindruck, was Euch auf der Street View-reise durch das Miniatur Wunderland erwartet. Wer es nicht kennt, es handelt sich dabei um eine Modellbahnanlage, die sich über 1.300 Quadratmeter erstreckt und 13.000 Meter Gleise verbaut hat. Mehr Zahlen gefällig? Die Modellzüge passieren 3.000 Weichen, auf der Anlage befinden sich mehr als 335.000 Lichter und 200.000 Figuren. 9.000 Fahrzeuge gibt es ebenfalls, darunter nun auch ein Street View-Fahrzeug von Google.

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Im Miniatur Wunderland werden verschiedene Regionen gezeigt, so kann man ziemlich flott eine kleine Weltreise unternehmen, vom Grand Canyon bis zu den Landungsbrücken in Hamburg. Während das Miniatur Wunderland durchaus ein Ziel ist, das man relativ leicht besuchen kann, wird nun eben auch ein Besuch via Street View ermöglicht. Und dieser gibt vielleicht sogar detailliertere Einblicke als man vor Ort wahrnehmen kann.

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Wieder einmal ein schönes Street View-Projekt, mit dem Ihr Eure Zeit verbringen könnt. Die Mini-Reise könnt Ihr an dieser Stelle starten.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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9 Kommentare

  1. Tolle Spielerei. Was soll eigentlich das Trauerspiel um Street View hier in Deutschland? Die Leute regen sich auf daß Häuserfronten im Internet zu sehen sind obwohl die sowieso jeder draussen sehen kann. Datenschützer laufen auch Sturm gegen das Projekt. Aber sonst darf Google viel privatere Daten sammeln, kein Problem. Detailierte Satellitenfotos vom Karten und genaue Karten, auch alles kein Problem. Aber Häuserfassaden? Bloß nicht…
    Google zieht sich zurück weil die Anträge zur Unkenntlichmachung zu hoch sind (250.000 Anträge noch vor Start des Service). Die paar Bilder die’s gibt sind Jahre alt. Andere trauen sich wegen der rechtlich unsicheren Lage nicht ran.

  2. Das Miniaturwunderland lohnt einen Besuch. Wer in Hamburg ist sollte es sich ansehen. Aber Tickets am besten vorbestellen. Ich war 2009 drin, aber seitdem ist wieder eine ganze Menge dazugekommen.

  3. @Kalle:
    Na, da hat wohl jemand ein Problem mit anderen Meinungen, oder? Wie wäre es mit Toleranz gegenüber denen, die es nicht wollen? Übrigens, kann wirklich jeder die Hausfront sehen? Ich denke nicht. Es können nur diejenigen, die vor Ort sind.

    @topic:
    Das ist mal eine richtig gute Idee. Da bekommt man richtig Lust nach Hamburg zu fahren und sich das Miniaturenland endlich mal real anzusehen 🙂

  4. Ja schon toll. So wird zumindest ein Stück weit Werbung für Hamburg gemacht.
    Finde daran nichts negatives, habe allerdings auch gedacht, dass Google vielleicht besser mal an der Qualität des Kartenmaterials arbeitet. Natürlich kommen immer mehr Fotos in besserer Qualität, aber es gibt doch immer noch Flecken, wo man nicht so nah ran zoomen kann, um gut etwas zu erkennen, wenn man etwas aus der Vogelperspektive sucht.

    Habe dann trotzdem mal geschaut.
    Auf dem Rollfeld mit dem Flughafengebäude im Rücken nach rechts weg, kann man auf der rechten Seite nach den Müllfahrzeugen die Spurensicherung bei der Beweisaufnahme eines – vermutlichen – Mordes sehen. Als ich das Opfer erkannt habe, musste ich lachen.

  5. Hätte Google die Kameras etwa 30cm weniger hoch an den Autos angebracht, wären die Aufnahmen rechtlich gar kein Problem – Stichwort Panorama-Freiheit. Alles was wirklich zu rechtlichen Problemen geführt hat, war das Sammeln von WLAN-Daten (gerade der Nutzdaten von ungesicherten WLANs). Schwerwiegender wird für Google der Imageverlust durch den German-Angst-Bürger sein.

    Zum Thema: Gute Werbung, jetzt habe ich (mal wieder) richtig Lust mir das mal in Live anzuschauen, schade das ich so selten nach Hamburg komme.

  6. @Icancompute: danke für den Tipp, sehr witzig 😀

  7. @Fraggle
    Was hat das mit Meinungen oder Toleranz zu tun? Ist mir doch egal wenn ein Hausbesitzer ein Foto seiner Fassade, die sonst jeder 24 Stunden lang pro Tag angucken kann, nicht im Internet haben will. Ich habe nach dem Sinn dahinter gefragt.

  8. Das ist wirklich ein kurzweilige Erkungungstour, di ma da machen kann. Wie viel Personenjahre an Arbeit mögen da wohl drinstecken.
    Google ist immer wieder für Überraschungen gut.

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