Google Street View: Nutzer können sich mit eigenen Smartphone-Aufnahmen beteiligen

Google Street View ist in Deutschland lange umstritten gewesen: Einige Menschen wollten ihre Häuser da eben nicht in der App auftauchen sehen, andere witterten bei den vorbeifahrenden Autos von Google eine Art Ausspionierung. Viele Kritikpunkte waren sicher nicht unberechtigt. Nun verteilt Google die Möglichkeit, eigenes Material auch ohne 360°-Kameras zu den Aufnahmen beizutragen. Es genügt ein reguläres Smartphone.

In Deutschland fand ich diese Option allerdings bisher nicht in der Android-App. Verteilt wird die Funktion aber schon in beispielsweise den USA und Japan. Die Fotos werden mit der Hilfe von ARCore aufgezeichnet und miteinander für Street View verknüpft. Als Nutzer muss man außer dem Aufzeichnen laut Google nicht viel machen, die Anpassung erledigt die App.

Schon vorher war es für jedermann möglich, in Street View Aufnahmen beizutragen – aber eben nur mit der Hilfe von 360°-Kameras. Nun reicht ein Smartphone ohne weiteren Schnickschnack aus. Laut Google sei die neue Option wichtig, um etwa Gebiete bei Street View einzufügen, die bisher nicht zu finden seien bzw. schlecht mit den Fahrzeugen oder den speziellen Rucksäcken (Trekkern) erreichbar wären. Die neue Funktion stecke aber noch in der Beta. Getestet habe man sie etwa bereits in Nigeria, Japan und Brasilien.

Die verbundenen Bilder von Nutzern erscheinen in der Street-View-App als gepunktete, blaue Linien. Durchgängige, blaue Linien sind im Unterschied dazu bestehende Street-View-Aufnahmen. Google gibt an, dass von den Aufnahmen z. B. auch Google Maps profitieren solle, da es dadurch leichter werde, z. B. Adressen und Öffnungszeiten von Geschäften korrekt zu übernehmen. Auch für die nutzergenerierten Inhalte übernehme man seine Datenschutzverfahren und lösche etwa Nummernschilder.

Zunächst startet diese Funktion namens „Connected Photos“ in der Beta in Toronto in Kanada, in New York City, in Austin, in Nigeria, in Indonesien und in Costa Rica. Weitere Regionen sollen bald folgen, so Google.

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19 Kommentare

  1. dann sollten die nutzer auch geld dafür erhalten ein unding!

  2. GoogeldiDoodeli says:

    Diese Funktion gibt es bereits bei Yandex.
    Wer interessiert ist kann es sich dort mal anschauen.

  3. Na hoffentlich wird in Deutschland dann per Handy alles erschlossen. Mir geht die Bild und die Rentner aufn Sack, die das alles damals verhindert haben…

  4. Mit anderen Worten: Google will, dass die Nutzer für sie arbeiten, ohne dass Google sie bezahlen muss.

    • GoogeldiDoodeli says:

      Dass man immer meckern muss Herrgott. Das erfolgt alles auf freiwilliger Basis, genau wie der Foto-Upload in Google Maps, das Schreiben von Rezensionen, das Eintragen von geänderten Öffnungszeiten und und und. Wozu machen das Menschen? Um anderen zu helfen.

      Diese Funktion wird nicht eingeführt wegen mangelnden Streetview Daten sondern zur Ergänzung derer.

    • Hi tim, das ist doch schon lange die methode allen sogenannten fortschritts: Homebanking: du bist Dein eigener Bankangestellter , Kontosachbearbeiter, Depotverwalter – alles was sonst geschultes und gut bezahltes personal für dich erledigte mußt du nun selber machen. Wird Dir als „Fortschritt“ verkauft , kontoführungsgebühren bleiben natürlich und Fachkräfte werden entlassen oder weniger neue eingestellt. Desgleichen bei ämtern: sei Dein eigener Sachbearbeiter bei der Steuererklärung , KFZ-anmeldung, lies Deine zählerstände gefälligst selber ab und trage sie bei den Strom- und Wasseranbietern selber ein , kurz: erledige all das selber was früher mitarbeiterInnen dieser Firmen oder Behörden für dich ganz selbstverständlich erledigt haben. Dafür darfst Du dann aber weiter Verwaltungspauschalen zahlen oder hast noch extrra-Gebühren fürs homebanking . oder kriegst gar „Strafgebühren“ wenn Du etwa erwartest noch an einem Schalter bedient zu werden, egal ob bei Bank oder Deutscher Bahn oder wo auch immer: früher selbstverständlicher Service durch MitarbeiterInnen kostest auf einmal extra und Du mußt noch drum betteln es nicht online machen zu müssen. Und da meckert ihr über Google? Wir haben uns seit BTX doch unter dem Deckmantel des Fortschritts zu mittätern beim Arbeitsplatzabbau auf breiter Front und dann noch zu willfährigen Sklaven in eigener Sache machen lassen … jetzt ist es zu spät zu weinen . Der Zug Service ist nicht nur abgefahren , wir können noch nicht mal mehr die roten lichter sehen …

    • Dann machst Du das halt nicht, ist ja kein Zwang.
      So lange man sich nur in Gegenden bewegt, in denen man sich auskennt, ist StreetView verzichtbar. Dort, wo man sich nicht auskennt, ist StreetView sehr hilfreich und hilft, sich schneller und einfacher zurecht zu finden.

  5. Mir gefällt es irgendwie Fotos bzw. die 360 ° Bilder zu machen. Beim spazieren gehen mache ich immer etwas hier im Ort. Die anderen Nutzer freuen sich bzw. die Ortsfremden. Klar, Geld habe ich keins bekommen (5 € PlayStore Guthaben). Werde aber trotzdem weitermachen/freue mich auf die neue Funktion.

  6. Das klingt so wie Mapillary.

  7. mit mapillary gibt es auch in Deutschland schon viel Bildmaterial, inkl. 360° Gebastel aus den Smartphonebildern.
    Ich frage mich aber wie man aus den Bilder die Öffnungszeiten rauskriegen will. Dies wurde bei Google und Apple ja auch schon mit den Kameraautos beworben, die Auflösung reicht da doch niemals zum Auslesen der Öffnungszeiten.

  8. Kann man dann auf diese Weise verpixelte Häuser wieder zum Vorschein bringen? Oder funktioniert das nur da, wo es noch keine offiziellen StreetView Aufnahmen gibt?

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