Google Street View: Antrag auf Unkenntlichmachung ist online

Seit heute können Menschen, die ihr Haus nicht im Internet sehen wollen (bzw. nur verpixelt), die Unkenntlichmachung beantragen. Der Antrag auf Unkenntlichmachung in Google Street View fragt die Adresse ab und wie euer Haus beschaffen ist. Google fragt nach genaueren Infos, damit das zu verpixelnde Haus auch wirklich korrekt entfernt wird (oder ihr auf eine „spezielle Liste“ kommt ;)).

Neben der Anzahl der Stockwerke wird auch die Anzahl der Fenster, die Art des Daches und die Farbe des Hauses abgefragt. Hat man alle Schritte erfolgreich durchlaufen, wird man nach E-Mail-Adresse und Anschrift gefragt: per Post kommt ein Verifizierungscode zu euch, damit ihr nicht „aus Versehen“ das Haus des Nachbarn verpixeln lasst. Der logistische Aufwand muss phänomenal sein… – und wo finde ich Widerspruch gegen die anderen Dienste, die bereits seit langem Ähnliches praktizieren? GoogleSommerlochView!

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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130 Kommentare

  1. Ich stehe Street View erst einmal sehr kritisch gegenüber. Sicher Häuserfronten sind erst einmal ein öffentlicher Bereich, aber es ist schon ein Unterschied, ob jemand zufällig an meinem Haus vorbei geht, es eventuell fotografiert oder ob es ein Konzern tut, der so durch seinen großen Zulauf ein viel höheres Maß an Öffentlichkeit schafft, als es jede Privatperson jemals erreichen könnte.

    Es geht auch nicht nur darum, was Google mit den Daten selbst macht oder jemals machen könnte (obwohl ich dabei auch sehr wachsam bin), sondern dass man letztendlich gezwungen wird eine Information ins Netz zu stellen, die in bestimmten Situationen mit mir in Verbindung gebracht werden kann. Es gibt genügend Situationen, in denen ich Name und Adresse angeben muss. Und mit den Daten die Streetview liefert, kann jeder dem ich meine Adresse geben muss auch entsprechend meine Wohnsituation begutachten. Selbst wenn ich mein Haus verpixeln lasse, gebe ich damit schon etwas von mir preis.
    Welchen schaden das nun anrichtet ist eine ganz andere Sache. Aber ich persönlich stehe dem ganzen sehr kritisch gegenüber. Denn es geht nicht um den matriellen Schaden, sondern das Gefühl, dass das eigene Leben immer öffentlicher und für jedermann einsehbarer wird.

    Ein konkretes Beispiel ist z.B. die Bewerbungssituation. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Internetrecherche bei der Auswahl von Bewerbern eine immer größer Rolle spielt. Diese Information über mich (und durch Streetview wird es bezüglich meiner Wohnverhältnisse immer eine Information geben, egal ob ich das Haus verpixeln lasse oder nicht) gab es vorher nicht oder war nur durch einen Aufwand zu beschaffen, den kein Personalchef vorher betrieben hat. Es ist dabei auch völlig unerheblich, ob diese Information für mich negative oder positive Konsequenzen hat bzw überhaupt keinen Einfluss hat. Es geht darum, dass durch solche Dienste Informationen aus dem realen Leben ins Internet gestellt werden und sich somit die „Welt des Internets“ und die „Reale Welt“ wieder ein Stück mehr vermischt. Nur diesmal werden auch Menschen erfasst, die das überhaupt nicht wollen. Die um Google einen Bogen gemacht haben, sich keinen Facebook Account zugelegt haben, Paypal und ähnliches meiden usw. Bisher gibt es nur einige Beispiele an alltäglichen Situationen, in denen diese unspezifische Information von Street View einer konkreten Person zugeordnet werden können. Aber es gibt sie und es werden in Zukunft mit sicherheit noch mehr werden. Und es spielt nun keine Rolle mehr, wie man dazu steht oder nicht, ob man es möchte oder nicht, dass es Informationen über die eigene Person im Internet gibt bzw. ob sie einer konkreten Person zugeordnet werden können oder nicht. Denn sie sind bereits im Netz.

    Daraus ergibt sich für mich die grundsätzliche Frage, wie eine Gesellschaft zu solchen Entwicklungen steht und wie sie damit umgeht. Daher finde ich es vermessen, eine solche Frage, über die es einen gesellschaftlichen Konsens geben muss, gleich abzutun. Sie muss gestellt und diskutiert werden. Das hat mit Paranoia nichts zu tun. Das internet hat sich nun mal soweit fortentwickelt, dass der Umgang mit diesem Medium eine gesellschaftliche Herausforderung darstellt. Denn die Tendenz geht weiter dahin, dass der öffentlich einsehbare Raum größer und größer wird.

  2. Ein letzter Kommentar von mir dazu:

    @jumbotron:
    Ne, so geht es nicht. Ich habe ein gutes Dutzend Wohnungen hinter mir in verschiedenen Städten bishin zu Großstädten wie Köln. Und soll ich Dir mal was sagen? Es hat sich kaum etwas an diesen Orten verändert in den letzten 17 Jahren (alle Orte alle 2-3 Jahre wiedergesehen). Lediglich an einer Stelle hat sich in den letzten 30 Jahren etwas gravierend verändert, ein Haus wurde abgerissen und 3 neue gebaut. Aber auch das ist schon 20 Jahre her. Ich glaube kaum, daß deutschlandweit sich Häsueransichten so schnell verändern, daß 2-3 Jahre alte Ansichten veraltet sind.

  3. „Google will einfach alles wissen ..beispielsweise..wie viele Fenster ein Deutsches Haus im durchschnitt hat..“

    Na klar. Diese Info ist für Google Gold wert. /Ironie off

    „..wenn jemand umzieht, ein neues Haus baut..“

    ähm.. wächst das Haus dann auf den 2 Jahre alten Aufnahmen nach? Sind das gar keine JPEGs sondern GIFs ???

    Ich freue mich auf GSV und werde es ganauso nutzen wie bisher. Urlaubsorte nochmal nachfahren. Bei Urlaubsplanung schonmal vorab vorbeischauen. Sehenswürdigkeiten bereisen, zu denen ich vermutlich in diesem Leben nicht in real hinkomme.

  4. „oder ob es ein Konzern tut,“

    Da merkt man wieder den linken Korps-Geist: Alles was nach „Wirtschaft“ riecht ist natürlich erstmal das Böse schlechthin.

    Angst essen Seele auf. Gell?

  5. @Fotograf:
    Da muß ich doch noch mal schreiben:

    Total verblendeter Kommentar. Was hat links, was ich nicht bin, damit zu tun? Vor verurteilen nachdenken: Google ist ein Weltkonzern, er ist weltbekannt. Was die machen, wird überall bekannt. Es hat nichts mit Wirtschaft zu tun. Wenn ein lokaler Kleinbetrieb das machen würde, würde es kaum einer erfahren.

    Also bitte, vor beleidigen nachdenken oder nachfragen.

  6. Irgendwie schon komisch, ALLE Welt wird von Googles harmlosen Fotos polarisiert – Politiker laufen Sturm, Bürger sind empört. Alles ganz schön viel Wind um eine relativ harmlose Sache.

    Wurde beispielsweise bei dem SWIFT-Abkommen mit den Amis soviel Wind gemacht? Nö, sollen die doch ruhig meine Überweisungen durchscannen, aber WEHE jemand macht ein Foto von meinem Haus, wehe … soweit kommt es noch, ist doch Privatsphäre!

  7. @Fraggle: Welches Anrecht hast du auf Fotos von deinem Haus?

    Bitte begründen. Und nicht nur Müll schreiben!

  8. 1.) Geht es um ein Video der Hausfront nicht um ein Bild, dazu auch hochauflösend,
    2.) geht es nicht darum, was das Gesetz erlaubt und was nicht, sondern was es erlauben sollte. Falls Dir nicht aufgefallen ist, diskutiert die Politik nicht ob es rechtens ist, was Google macht, sondern wie die Privatsphäre mittlerweile aufgrund des Internets geschützt werden muß.

    Somit ist Deine Frage irrelevant, sie verdreht das Thema.
    Außer Du änderst die Frage: Welches Anrecht habe ich bei einem Photo, daß in 2,5-3m gemacht wurde. Denn da ist wirklich aufgrund der derzeitgen Rechtslage eine Diskussion im Gange.

    Aber um Dir den Gefallen zu tun, derzeit habe ich kein Recht auf ein Bild meines Hauses. Ich frage mich nur, warum habe ich es nicht? Nur weil etwas erlaubt ist, muß es nicht richtig sein.

  9. FishyBrigand says:

    @Ben
    Dieser Sturm im Wasserglas wegen SV ist daher so seltsam weil eben genau bei anderen, quasi staatlich verordneter Schnüffelei und Verletzung der Privatsphäre niemand rumheult, man denke an das angesprochene SWIFT, oder ELENA. Warum geht da die Bild-Zeitung nicht auf die Barrikaden? Warum? Ich denke es ist auch bei der Bildzeitung politisches Kalkül dahinter, genau wie bei Frau Aigner & Co. Da wird dann mal auf den Busch geklopft was für ein Thema grade angesagt ist, und wenn man merkt: „Huh, da krieg in ne Menge Gratis-Publicity, wenn ich aktuell mal gegen das böse Google stänkere“, und schont rollt die Maschinerie. Dann noch bissel Desinformation streuen „Ja, Google filmt quasi live eure Häuser und womöglich gar durch die Wände.“
    Dann irgendwann interessieren Fakten zu SV in der Diskussion niemanden mehr, es geht dann nur noch um die Frage wann das alles endlich verboten wird.
    Erinnert alles wirklich an die Art und Weise wie vor einiger Zeit Netzsperren durchgedrückt werden sollten. Da kam halt blöderweise die Wahl und man konnte nicht mehr so wie man wollte. Ich will nun nicht SV mit Netzsperren vergleichen, aber der Wirbel und wie Medien die Politik instumentalisieren lässt Ähnlichkeiten erkennen.

  10. Das dürfte noch eine ganze Weile dauern, eh die mit dem Street-View-Knipser durch meine Kleinstadt fährt. Da brauche ich mich ja jetzt noch nicht verrückt zu machen…

  11. Ich sehe GSV weder negativ ich fühle mich nicht bespitzelt und wer sich mal schon vefügbare GSV anschut der würd wohl erkennen das die biler nicht gerade gestochen scharf sind sonern auf grund der Aufnahmetechnik (Fischaugen Effekt) ein wenig unscharf.Weder Banken ,Personalchefs und schon gernicht Einbrecher werden GSV nutzen.Es ist und bleibt eine Momentaufnahme und es ist ja nicht mal zu erkennen wan diese enstanden ist.Das kann Tage,Wochen aber auch bald Jahre hersein.So ein Streetview Wagen ist bei mir daheim schon rum gefahren.Das war Herbst letzten Jahres und die Bilder sind bis heute nicht Online.Das GSV natürlisch einen in dummen moment erwichen kann wen man gerade irgendwo in den Buch Pinkelt is ne andere sache.Aber damit müssen wir wohl alle leben in der zeit der überall verfügbaren Kameras(Handycam und so weiter).Der Positive nutzen erschlisst sich mir aber auch nicht ausser sich ein genaueres Bild vom Urlaubsort zu machen. Wobei da auch wieder das Altersproblem auftaucht (Eine Baustelle vorm Hotel die es schon lange nicht mehr gibt oder umgekehrt Häuser Restaurant/Geschäfte die schon lange weg sind ).Darüber sollten sich hier mal einige klar werden diese Bilder sind nur ein Moment blick ohne Verfallsdatum zumindest bisher.Kann ja jeder mal GSV rund um den Eifelturm nutzen und dan hinfahren der würd sich wundern wie schnell und intensiv sich das Strassenbild ändert.Und alles neue zu Verteufeln und abzulehnen und auf Privat (Zumindest dem glauben nach ) zu beharren ist der Falsche weg.Man muss sich anpassen oder man würd Überrollt GSV lässt sich nicht Stoppen da viele Aufnahmen schon existieren und selbst wen Häuser verpixelt in GSV.de nur zu sehen sind heisst das nicht das man bei GSV.com nicht doch klare sicht hat.Und bei aller Liebe und Verständnis wer glaubt solche sachen Politiker zu Üeberlassen die werdens schon Richten oder zu glauben die wüssten wovon sie reden der hat den Zug net gehört.Unsere Politiker sind ein Altherren/Damen Verein die nicht den hauch einer Ahnung davon haben was vor sich geht.Und ihr Unwissen/Inkompetenz in sachen Neue Medien / Internet schon mehr als bewiesen haben. Denkt mal an Zensursula und ihre STOP Schilder.

  12. @Audi:
    Dann habe ich mal eine Frage an Dich. Vielleicht sprach ich über etwas anderes.
    Als ich in England war, habe GSV kennengelernt, ungewollt. Ich wollte nämlich landschaftliche Sehenswürdigkeiten besuchen und dazu auf google Maps (war es glaube ich), Parkplätze finden. Dabei waren hin und wieder GSV Daten dabei. Und ich fand es gestochen scharf. Hier ein Beispiel:
    http://maps.google.de/intl/de/help/maps/streetview/gallery/index.html#london
    In der Mitte ist ein Radfahrer zu sehen, wenn Du links schräg über ihn die Person vor dem Big Ben Gebäude ansiehst und zoomst, kannst Du erkennen, daß diese Person eine Sonnenbrille trägt, in normaler Sicht ist die Person kaum zu sehen. Das finde ich gestochen scharf.

    Reden wir über etwas anderes? Oder ist diese GSV gemeint? Wobei ich in England GSV eigentlich als Video kennenglernt habe. Also nicht wie im Beispiel eine Position, um die ich mich bewegen kann, sondern daß ein Auto mit einer 360° Kamera die Straße langfuhr und ich dann gezielt mich bewegen konnte.
    Bei Dingen wie Big Ben kann ich es ja noch verstehen, daß es interessant sein könnte. Aber warum sollte eine Wohngegend so gefilmt werden?

  13. Da stimme ich dir zu das ist wiklich gestochen scharf allerdings habe ich es auch schon anders gesehen.Ich kann mir vorstellen das Gegenden wie Big Ben ,Eifelturm und so weiter besser Aufgenommen werden.Es scheint wie du schon vermutest 2 Aufnahme Teschniken zu geben die eine wie im beispiel und die andere die von einem Auto mit Kameras im schnell durchgang abgefilmt würd.Zwichen beiden sind drastiche unterschiede.

  14. @Audi

    hast du vielleicht ein Beispiel fuer andere Aufnahmen von GSV, ich kenne seit jeher nur diese. Die werden meiner meinung nach eben von den google autos mit der kamera am dach gemacht. GSC „Videos“ wie von Fraggle erwähnt habe ich noch nie gesehen. (Unter Videos verstehe ich Bilder in denen sich was bewegt, nur so zur klarheit 🙂 )

  15. @ Fraggle:
    SO werden also Gesichter unkenntlich gemacht? Na, ein schlechter Witz ist nichts dagegen …

  16. Nein da reden wir an einander vorbei bewegte bilder bei GSV habe ich auch noch nicht gesehen. Ich meinte das anders in deinem beispiel kann man sich ziemlich frei in einem grossn raum bewegen und sehr stark zoomen.Bei variante 2 so zusagen der standart kann man nur von Punkt zu Punkt springen und sich von dort umsehen dort ist die Qualität schlechter was vorallem wohl an der beleuchtung liegt auch der zoom ist weniger beindruckend.Und häuser die zwichen 2 punkten liegen sind kaum oder garnicht zu erkennen was am winkel liegt

  17. Mit den Videos war es etwas anderes, habe ich verwechselt. Man kann aber oer Pfeiltasten von einem Punkt zum nächsten und so dicht liegen die nicht beeinander.
    Wie auch immer, die Auflösung liegt definitiv über der von handelsüblichen Schnappschuß Kameras und das ist zuviel Details in meinen Augen.
    Edit: z.B. London, an ein Auto rangezoomt und erkennen können, daß der Fahrer Malboro raucht Edit Ende)
    Edit2: Hab gerade testweise die Wohnung meiner Schwester angesehen. ca 20 m von der Straße entfernt, 1. Stock. Ich konnte gut das Sofa des Vormieters erkennen, durch das Fenster! Edit 2 Ende)

    @Audi:
    Nun, in meinem Beispiel kann ich aber verdammt viel erkennen und es ist hochauflösend. Das ist aber nicht nur in Großstädten der Fall. Das, wo ich es das einzige Mal zuvor angesehen habe, war auf einer Landstraße im Nirgendwo in Nordengland. Es war die gleiche Schräfe. Warum sollten sie auch zwei unterschiedliche Autos fahren lassen

    @Tchooe
    Sag ich ja, man kann viel zuviel erkennen. Geh mal zum Eifelturm, auf der Brücke davor läuft nen nettes Hühnchen. Da kannst Du auch viel erkennen. Sicherlich, sofern Frauen es ansehen, welche Schuhe sie trägt.

  18. Dann beschwert euch auch bei den Fotographen die Gruppenbilder machen und diese ins Netz stellen.

    Selbst wenn die Personen erkennbar wären ist das kein Problem.

  19. Also erstens krakelen die nicht herum sie würden die Personen unkenntlich machen, zweitens sind es meist entweder gewollte Aufnahmen oder sie passieren an Orten, an denen Festivitäten sind und somit ist dies bekannt und die freie Entscheidung ob man da hingeht und drittens gibt es dort eine klare gesetzliche Regelung, auch wenn sie mir nicht paßt. Wohingegen bei der google Geschichte es nicht klar geregelt ist. Und wenn man erst aufschreit, wenn man selber betroffen ist, ist das Kind schon in den Brunnen gefallen.
    Und drittens, wiederholt gesagt, es ist ein Unterschied, ob es auf einer Seite veröffentlicht wird, die keiner kennt, oder auf einer, die jeder kennt.

  20. Unsere Politiker haben mal wieder alles verpennt und hätten Google sofort die „rote Karte“ zeigen müssen als die ersten Wagen hier rumfuhren, anstatt jetzt über die Dauer einer Widerspruchsfrist zu diskutieren, die ein ausländisches Unternehmen den Bürgern unseres Landes setzt. Wir sind keine Bürger von „Google-Land“. Google hätte eine Entscheidung der Bundesrepublik Deutschland abwarten müssen, um sich dann daran auszurichten.
    Das Problem sind doch nicht ein paar Häuserfronten, sondern die professionelle, hochauflösende bildliche Erfassung unserer gesamten Republik, vereint bei einem Wirtschaftsunternehmen und gesammelt abrufbar.
    Und, es handelt sich auch noch um den größten Datenkraken des Planeten, der alles was er bisher gesammelt hat, verknüpfen kann. Deutsche Gerichtsbarkeit geht dabei ins Leere.

    Anmerkung:
    Wäre ich China, ich hätte schon längst ein riesiges Aktienpaket von Google, natürlich über „Strohmänner- bzw. Firmen“, um aktienrechtliche Meldepflichten zu umgehen.
    Wäre ich Scientology, würde ich es genauso machen.

    „Hoch lebe der Tunnelblick“

  21. @Fraggle

    >…drittens gibt es dort eine klare gesetzliche Regelung, auch >wenn sie mir nicht paßt. Wohingegen bei der google Geschichte es >nicht klar geregelt ist.

    Auch die geschichte mit google ist klar geregelt, es treffen eben die selben bestehenden gesetze zu wie in allen anderen fällen.

    > es ist ein Unterschied, ob es auf einer Seite veröffentlicht >wird, die keiner kennt, oder auf einer, die jeder kennt.

    aber nicht für den gesetztgeber! Vor dem gesetzt darf das gar kein unterschied sein!Stell dir vor mich kennt keiner ich mach das google macht, hinterher kennt mich jeder, so jetzt ist das was ich gemacht habe auf einmal verboten?

    Genau das ist ja das problem das wir z.Z haben, es gibt gesetzte, die gelten völlig unabhängig ob es nun digital, analog, internet oder sonst was ist, das hat auch hunderte jahre funktioniert, ein allgemeines gesetztbuch kann und darf ja nicht auf jeden einzel fall eingehen sondern muss wie der name schon sagt allgemein gehalten sein.
    Nun mit „auftauchen“ des internets haben wir das problem der nicht mehr durchsetzbarkeit, da es zwar einen gültigkeitsbereich der gesetze gibt (geographisch) sich das internet aber nicht darum schert. z.B. der gesetzgeber würde sagen luftaufnahmen von privathäusern dürfen in DE nicht veröffentlicht werden, was dann? Google hat die aufnahmen bereits gemacht, die daten liegen auf einem server der nicht in DE steht, die firma gibt es in DE nicht (nur hypothetisch google wird wol auch ne firma in de haben). Das einzige was jetzt möglich wäre, ich erlaube nicht, dass diese daten nach DE kommen, also sind wir wieder bei netz sperren…
    Die einzige möglichkeit wäre chinesische verhältnisse einzuführen, ich sperre das internet und lass nur gezielt die ihalte durch die in meinem land erlaubt sind, naja und das will wohl hoffentlich keiner.
    Im fall von gsv kann ich doch nicht google verbieten die aufnahmen zu machen, weil es google ist! Ich muss eine für alle gültige regelung finden z.B. das veröffentlichen von Abbildungen von privat eigentum ist ohne genehmigung des eingentümers nicht erlaubt… oder die regelung die jetzt fuer die abbildung von personen gilt erweitern (ist ja genau die gleiche geschichte, bevor es zeitungen gab die sich weit verbreiten war das auch kein thema).

    Das was google jetzt macht ist eine reine freiwillge geschichte von google um
    – publicity zu kriegen (was glaubt ihr um wieviel die zugriffe auf google maps gestiegen sidn seit die sache in den medien ist, unbezahlbare werbung!)
    – die gemüter zu beruhigen

    der gesetzgeber schläft inzwischen weiter…

  22. @Hik:
    Du irrst, es ist nicht klar geregelt. Schau Dir einfach mal Diskussionen zu der Höhe der Aufnahme an. Jeder Mensch hat das Recht seine Privatssphäre im Garten durch eine z.B. Hecke zu schützen. Diese darf aber nur 2m hoch sein.
    Weiter ist es das Recht Aufnahmen zu machen, aber ohne Hilfsmittel, die über hecken schauen lassen. Genau deswegen ist das Google Auto auch in der Diskussion. Gilt das Stativ als Hilfsmittel oder nicht.

    Natürlich kann es ganz nett sein solche Dinge anzusehen, ich meine mit GSV z.B. zwischen den Pyramiden zu kurven. Aber warum muß es z.B. in Wohnvierteln sein? Wo nichts anderes ist als Wohnungen? Und warum muß man in die Fenster sehen können (was man kann, hab es wie oben erwähnt getestet?)

  23. @Fraggle
    das gesetzt regelt das eben schon (hat ja bisher auch gereicht) durch technische neuerungen tun sich eben neue fragen auf.
    Haette noch nie gehoert dass irgendwo im gesetz steht aus welcher hoehe man aufnahmen machen darf! Und die hecken hoehe ist bestimmt auch nocht in einem gesetz geregelt, hoechstens in irgendwelchen lokalen verordnungen oder bauvorschriften!

    > Natürlich kann es ganz nett sein solche Dinge anzusehen, ich meine mit GSV z.B. zwischen den Pyramiden zu kurven. Aber warum muß es z.B. in Wohnvierteln sein?

    dann versuch mal in worte zu fassen (die auch fuer ein gesetz taugen) was jetzt z.b. unter pyramiden faellt die man ablichten darf und was nicht 🙂

    leider ist das alles nicht so einfach in gesetze zu fassen. und dann beschweren sich wieder alle ueber die ueberregulierung…

    und nur zur klarstellung ich bin kein GSV verfechter!

  24. Ich bin kein Rechtswissenschaftler, aber soweit ich es im Netz verfogen konnte, spielen Dinge wie über Hecken schauen eine Rolle im Gesetz. So darf man z.B. keine Leiter an eine Mauer stellen und darüber hinweg photographieren. Es hat den Anschein, als wäre das gesetzliche Problem, daß es zu speziell beschrieben wurde weshalb das Stativ auf dem Auto wohl nicht ganz darunter fällt.

    Was die Pyramiden betrifft, so wollte ich damit nur sagen, ich kann verstehen, daß es gewisse nette Effekte gibt. Es heißt nicht, daß ich deswegen es gutheiße. Für meinen Teil muß ich dazu sagen, wenn die Freiheit beschränkt wird, muß ich auf den netten Effekt verzichten.

    Übrigens wäre es recht einfach zu beschreiben: öffentliche und staatlihe Gebäude drüfen abgelichtet werden, nicht aber private. Ein recht kurzer Satz, der dies beinhalten würde und Privatssphäre schützt (ich weiß, Hausfront zählt zur Zeit nicht zur Privatssphäre, sollte sie aber in meinen Augen, zumindest was das publizieren betrifft, sonst müßte man ja auch Füßgängern Augenbinden vorschreiben 😉 ).

  25. Auch bin kein jurist, ich meinte nur, dass die 2 meter grenze kein gesetz ist, genau an diesem beispiel sieht man wie schwierig es ist das alles in gesetze zu fassen. als das gesetz verfasst wurde hat bestimmt keiner daran gedacht, dass eines tages autos mit kameras herumfahren und alles flaechendeckend erfassen. die gesetzgebung hinkt einfach hinter der schnellen technologischen entwicklung hinterher.

    stellt euch mal vor vor einigen jahren haette ein staat die idee gehabt mit solchen fahrzeugen die gegend zu erfassen, der aufruhr waere gross gewesen…

  26. Speedy Gonzales says:

    Mensch Leute, kapiert ihr es nicht: Google wird immer reicher und mächtiger. Heute schon ist es wertvoller als mancher Staat/Souverän. Und als Danke schön erhaltet Ihr ein scheiß Programm um z.B. zu sehen, ob Cashey zufälligerweise gerade vom AB kommt.

    Z.B.für Hedgefonds, Real Estate Agencies, Pensionsfonds, Soros etc. ist dies ein gefundenes Fressen – die Beute kann vorher inspiziert werden. Mich erinnert das an den Ausverkauf der DDR, als man jedem Ostdeutschen für läppische 5000 DEM seine Eigentumsrechte an den VEBs abgekauft hat.

    Ergo – später nicht weinen 😉

  27. Ich denke auch man hats mal wieder verpeilt aber das in der Deutschen Politik ja nichts neues die kommen ja immer zu spät und dan mit Unausgegorenen ideen die sich nicht umsetzen lassen oder einfach nicht den Gewünschten effekt bringen (Netzsperre und so Klamotten ).Hätte der Staat aber Überhaupt das recht Google vor die Tür zu setzen ?? Wir sind Statt wir wollen nicht das ?? Glaube kaum das dir Regierung das recht dafür hätte.Zumindest nicht unsere China is das was anderes aber im Rschtsstatt wohl kaum.Man hätte wohl klagen müssen Die Regierung im Interesse der Bürger gegen Google.Das könnte Jahre dauern und ein riesiges Haushaltsloch verursachen den Google würd wohl kaum klein bei geben.Die haben eh Horden von Anwälten die so oder so bezahlt werden müssen.Möglischkeit 2 man erlässt Gesetze das dauert auch und wen man sich die leistungen der letzten jahre ansieht währen die so Verkorkst das sie wieder ins nichts laufen.Und das weitere Problem ein Gesetzt muss vor der Handlung Exestieren im Nachinein gilt nicht.

    Und das 2te da spreche ich mal aus fachlicher sicht
    Die Kamera/Kameras stehen auf keinem Stativ sondern befinden sich auf einem Sonderaufbau und somit auf dem Fahrzeug selbst.Die Befestigung (Sonderaufbau) wurde mit Sicherheit vom TÜV abgenommen und Erlaubt und würd somit teil des Fahrzeugs selbst und vorallem Genhemigt von Stattlicher Seite den der TÜV Übernimmt diese Aufgabe im Namen des Stattes.Google würd mit Sicherheit eine (ABE) Allgemeine Betriebs Erlaubnis vom TÜV erhalten haben ansonsten würden sämtliche Google Autos ohne Gültige Betriebserlaubnis und somit ohne Versicherungs Schutz durch die gegend Fahren und das ist Strafbar

  28. Da muss ich einigen Vorpostern recht geben. Diese Hysterie gibt es wohl nur in Deutschland. Ich wohne in Spanien und das ist schon sehr viel von Steetview aufgenommen worden. Aber hier gab es praktisch keine Resonanz. Es kam kaum was in den Medien geschweige den Diskussionen ob nun ein Haus gepixelt wird oder nicht. Allerdings wird hier wieder über ganz andere Sachen diskutiert die in Deutschland kein Thema sind.

  29. Warum gleich die Hysteriekeule schwinge Jorge? Man kann es auch von der anderen Seite betrachten: Hierzulande hat man einfach knapp 60 Jahre Erfahrung mit Überwachung gehabt und weiß daher aus Erfahrung wie sehr Mißbrauch in der Richtung betrieben wird. Es kann natürlich Hysterie hierzulande sein, ebenso aber auch naive Arglosigkeit in anderen Ländern. Nicht immer muß es anderswo besser sein.

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