Google Stadia: Team arbeite an „großartiger Zukunft“ fürs Cloud-Gaming

Google bietet mit Stadia einen Cloud-Gaming-Dienst an. Die Plattform startete holprig und wurde zum Launch scharf kritisiert: Viele pompös beworbene Funktionen fehlten anfangs. Außerdem entpuppte sich das 4K-Versprechen am Ende als Mogelpackung, denn die meisten Spiele werden bei Stadia nativ in deutlich niedrigeren Auflösungen berechnet und lediglich hochskaliert. Gestern hieß es nun aus der Gerüchteküche, dass Google Stadia in der aktuellen Form aufgeben werde. Nur die Streaming-Technologie dahinter solle weiterexistieren. Jetzt gibt es ein (halbherziges) Dementi von Google.

Ich selbst bin seit meiner Kindheit bzw. den Zeiten des C-64 Gamer und berichte seit Jahren im Rahmen meiner täglichen Arbeit über die Industrie. Ich sehe in Cloud-Gaming durchaus Potenzial. Allerdings nehme ich an, dass es noch rund 5 bis 10 Jahre dauern wird, wenn nicht mehr, bis Cloud-Gaming stärker traditionelle Konsolen wirklich ersetzen kann. Stadia würde ich den Erfolg gönnen, denn Konkurrenz ist am Ende für den Kunden immer gut. Doch Google machte viele Fehler, was zu einer geringen Adoption von Stadia geführt haben soll, die meilenweit hinter den Erwartungen des Unternehmens zurückblieb.

Das führte ja auch dazu, dass man die anfänglichen Ambitionen für Exklusivspiele rasch begrub und sein eigenes Entwicklerstudio bereits wieder schloss, bevor überhaupt ein Titel herauskommen konnte. Spätestens an jenem Zeitpunkt, wurden mehr und mehr Gamer skeptisch und zweifelten an, ob Google wirklich ernsthaft ins Gaming-Segment einsteigen wollte. Es wirkte so, als würde man mal einen Zeh ins Wasser strecken und direkt wieder zum Strand zurücklaufen.

In diese Ecke geht dann auch das Dementi: Es heißt, das Stadia-Team, arbeite an einer großartigen Zukunft für Stadia und das Cloud-Gaming. Das ist alles andere als ein eindeutiger Widerspruch zu den Gerüchten, Stadia würde nur als technische Lösung für andere Dienstleister verbleiben. Vielmehr sagt Google nur, dass es für Stadia eine Zukunft geben wird – wie jene aussehen könnte, belässt man aber völlig offen. Immerhin legte man aber nach und stellte noch weitere Features für Stadia in Aussicht.

Tja, was wird nun aus Google Stadia – und interessiert dies das Gros der Gamer überhaupt noch? Ich selbst hoffe, dass das Cloud-Gaming weiter entwickelt wird, denn etwa überraschte mich Nvidias GeForce Now RTX 3080 sehr positiv. Allerdings nehme ich nicht an, dass Google selbst mittelfristig im Gaming-Segment ein relevanter Anbieter sein wird. Vielleicht wäre es also besser, man konzentrierte sich auf die technische Seite und unterstützte Partner auf ihrem Weg.

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44 Kommentare

  1. Bei den aktuellen Grafikkarten oder generell Chip-Preisen lohnt sich ein Blick auf Streaming definitiv. Ich selbst spiele mit Freunden regelmäßig (Deep Rock Galactic, World War Z) in abendlichen Runden und bin positiv überrascht wie gut das (bei uns: GeForce Now) funktioniert. Zumal nur 1-2 Leute wirklich vor Corona noch auf Gaming PCs gesattelt sind. Die anderen spielen eher auf Mittelklasse PCs, die die Auflösungen & Grafikeinstellungen niemals wuppen könnten. Insofern ist Streaming für mich aktuell eine gute Alternative und tatsächlich preisgünstige Lösung fürs Gaming. Wenn die Latenzen der Leitungen stimmen.

  2. Cloud Gaming kann schon jetzt Konsolen ersetzen. Was daran noch fünf bis zehn Jahre dauern soll, erschließt sich mir nicht.

    • Kann es nicht. Solange Latenzen und Stabilität der Leitung nicht für mehr Leute funktionieren, ist es ein nettes Gimmick, mehr aber auch nicht. Kann sich natürlich rasch änder.

      • Das ist, sorry – vermutlich dein lokales Problem – denn in anderen Ländern funktioniert das ohne Probleme. Latenzen von 5ms…

    • André Westphal says:

      Videokompression, Latenzen, im Falle von Stadia technische Qualität ca. anderthalb Generationen zurück – außerdem fehlende Akzeptanz in den Gaming-Communities und Unkenntnis bei Laien. So ein Wechsel passiert nicht über Nacht.

      • „fehlende Akzeptanz in den Gaming-Communities und Unkenntnis“
        Das sind tatsächlich die größten „Probleme“….

    • Ich wüsste nicht wie Cloudgaming meine PS5 ersetzen sollte.
      Die 4K Grafik lokal schaut für mich lokal immer noch schicker aus als per Cloud. Abgesehen von der Geschwindigkeit, der Latenz usw.
      Und am PC gibt es den unbestreitbaren Vorteil des Moddings.
      Für mich ist Cloudgaming immer noch ein Gelegenheitsdaddeln, wenn man wirklich selten mal ein Game nur durchspielen will.

      • „Für mich ist Cloudgaming immer noch ein Gelegenheitsdaddeln, wenn man wirklich selten mal ein Game nur durchspielen will.“

        Ganz im Gegenteil. Ich habe im Cloudgaming schon mehr Spiele durchgespielt als auf anderen Plattformen.

    • ganz einfach die Akzeptanz! Ich bin Begeisterter Stadia Spieler und immer wenn ich Bekannten davon erzähle sind sie interesiert und finden das toll. Aber soweit einen eigenen Account zumachen geht keiner. Dann kommen Argumente wie: Ich hab dann da doch lieber eigene Hardware zu Hause, dann gehören mir die Spiele ja nicht wirklich, die Latenz ist zu hoch u.s.w…und das ganze ohne das mal getestet zu haben und gleichzeitig die eigene DVD Sammlung zugunsten von Netflix und co. schon längst entsorgt haben…das Konzept muss erst noch in den Köpfen der Leute ankommen…genau wie bei Netflix..da gabs vor Jahren die selben Argumente: Das Ruckelt, dann gehört mir der Film ja nicht, ich hab lieber meinen eigenen VHS-Rekorder zu Hause…also abwarten….kann nur besser werden.

      • Meine Rede. Seit Jahren wird stadia gebasht…und als jemand, der erst Ende 2020 damit angefangen hat, fehlt mir bis heute jedes wirkliche kontraargument (abgesehen vom derzeitigen fehlen neuer AAA Games, fair enough). Noch nie war zocken angenehmer, unkomplizierter…und ja, billiger.

  3. Ich finde stadia funktioniert einfach nur super, ich war vor der Vorstellung damals sehr gehypt war aber dann kurz vorher skeptisch geworden und habe die Founders Edition abbestellt. Und jetzt mit der letzten Aktion „Abverkauf“ habe ich mich doch noch rangewagt und ich bin begeistert. Ich kann über LTE hier und jetzt einfach auf meinem Handy Ark survival evolved auf meinem Server zocken oder das aktuelle Rainbow six und es läuft sowohl unterwegs 5G 4GLTE sehr gut wenn das Netz stabil ist. Oder Zuhause in 4k am Fernseher. In den letzten Wochen habe ich mit meiner Partnerin jeden Abend mehrere Stunden in Ark survival evolved verbracht also zwei streams einer am TV und einer auf meinem surface und man merkt beim zocken nur sehr sehr selten das, das spiel nicht nativ auf dem Gerät läuft sondern gestreamt wird. Habe auch einen MS Gamepass und dort ark probiert da merkt man das schon deutlicher das es Mal Bildfehler oder Verbindungs Probleme gibt über die XCloud.

  4. Ich (45) nutze Stadia siet Langem und bin exakt die Zielgruppe. Mich interessieren als Gelegenheitsspieler nur ganz wenige Spiele und die gibt es (bis auf 1-2 Ausnahmen) bei Stadia. Bei mir handelt es sich um Red Dead Redemption 2, Grid, Landwirtschaftssimulator 22 und The Crew 2.
    Die einzigen beiden Titel, die mich evtl. noch interessieren könnten, wären Forza 5 und Flight Simulator, also beides Xbox/PC Titel.
    Konsolen (und Gaming PCs) haben aber für mich derart viele Nachteile, das ich wohl nicht wechseln werde. Ich kann ja bisher so mit einem minimalen Hardwareaufwand (die im Wohnzimmer nicht erkennbar ist) spielen, und das ist das was mich interessiert.
    Nachdem ich mir die Stadia News und deren Quellen durchgelesen habe, muss ich sagen: Läuft doch!
    Google hat grade einen Deal mit Samsung und LG zwecks Integration in die TV-Oberfläche abgeschlossen und das hätten die beiden TV-Hersteller sicher nicht ohne Garantien von Google gemacht.
    Und das Google die, das erkennen selbst die größten Kritiker an, tadellos laufende Technik an andere Partner lieznzieren wird, ist doch gut. Ob hinter der Technik jetzt Google oder jemand anderes steht ist egal…. Hauptsache man kann Spiele derart einfach streamen.
    Zur Technik: Ich kann jedem mal empfehlen Xbox Gamepass bzw. Nvidia Geforce Now technisch mit Stadia zu vergleichen.
    Klar, die Spieleauswahl ist bei den anderen beiden besser (anderes Konzept), aber technisch ist Google meilenweit vorraus.
    Keine Wartezeiten, wirklich flüssiges Gameplay und es läuft auf fast jeder Hardware.
    Und…sofern man die Spiele gekauft hat, auch kostenlos (in FHD).

    Also….die Technik wird weiterleben und das ist für mich das Entscheidende. Die ist einfach zu gut und zu vielversprechend um eingestampft zu werden. Allerdings ist sie evtl. etwas „vor ihrer Zeit“.

    • Das kann ich voll unterschreiben! Ich bin auch genau die Zielgruppe so wie du es beschreibst und nutze jetzt Stadia seit 2 Monaten und bin mehr als angetan. Auch Crossplay für Co-Op z.B. funkktioniert super. Zocke mit nem Freund der bei sich einen Gaming-PC hat, ab und an Borderlands 3 und das klappt echt hervorragend im Gameplay. Keine Verzögerung oder so. Flüssiges Gameplay. Für mich die perfekte Lösung wenn man sich keine Konsole oder einen leistungsstarken PC anschaffen will um mal schnell was zu spielen.

  5. Ich würde ja eher glauben, dass Cloudgaming in 10 Jahren tot ist, weil dann jedes günstige Gerät genügend Leistung für tolle Grafik hat.

    • Das würde ich nicht sagen. Ich denke in 10 Jahren ist Cloudgaming so normal wie man heutzutage die Filme streamt, statt den Film physisch zu kaufen oder auszuleihen.
      Größter Pluspunkt wäre für mich der Platz den die ganzen Konsolen fressen und die nicht vorhandene Lautstärke der Geräte.
      Nachteil derzeit noch Latenz und Qualität. Was ich jedoch noch skeptisch sehe ich der Preis, da sowas wie Weiterverkauf der Spiele wegfällt.

    • Sommerpustel says:

      Haha. Ja, das haben wir uns vor 30 Jahren auch schon gedacht. Lief dann aber irgendwie anders. Insofern: Träume weiter.

      Ich nutze auch Google Stadia und bin sehr zufrieden damit. Davor PS 4 Pro. Was mich an der Konsole immer genervt hat: Eigentlich wollte ich nur ne Runde spielen, aber nein, es muss ein Update installiert werden, bevor ich spielen kann. Der Download (trotz schneller Leitung) zieht sich, dann dreht der Lüfter hoch, dass selbst nebenher Netflix kucken keinen Spaß mehr macht, und ne dreiviertel Stunde später ist das Update dann installiert. Und der Abend so gut wie um. Bei Stadia kommt das nie vor. Ich kann mit Stadia auf jedem Gerät spielen, Browser auf und rein ins Spiel. Kein Warten, einfach nur spielen. Einzige Anforderung ist eine normale Internetverbindung, eine besondere Anforderung an die Latenz ist mir nicht aufgefallen, ich denke das sind eher Phantomschmerzen von angeblichen Superzockern 😉

      • André Westphal says:

        Es kommt eher auf die Games an: Wenn du einen Shooter spielst oder jegliches Spiel, bei dem es auf schnelle Reaktion ankommt, merkst du die Latenz sofort. Das bemerkt man ja auch selbst an lokaler Hardware, wenn man z. B. mal ohne Gaming-Mode zockt und der Input-Lag plötzlich deutlich höher ist.

        Davon abgesehen ist es halt eine Frage des Anspruchs: Technisch ist Stadia meilenweit hinter einem Gaming-PC oder einer der aktuellen Konsolen zurück. Allerdings halten die technischen Schwächen auch eine Switch nicht davon ab, sich bestens zu verkaufen. Eher sehe ich schwerwiegende Fehler bei Googles Marketing (wesentlich mehr versprochen, als man lieferte) und auch dem grundlegenden Modell: Stadia hätte eine Flatrate ähnlich dem Xbox Game Pass bieten sollen, dann wäre das Interesse weit größer gewesen.

        • Shooter funtionieren super. Habe keinerlei Probleme damit.

          • Sorry. Das „k“ hat geklemmt.

          • André Westphal says:

            Dann bist du da vermutlich eher der Gelegenheitsspieler oder es fehlt der Vergleich. Shooter sind ja ohnehin mit dem Controller schonmal ungenauer spielbar als mit Maus und Tastatur, aber mit der Latenz von Stadia ist man da schon erheblich eingeschränkt – das lässt sich technologiebedingt eben aktuell auch nicht vermeiden. Generell ist das deswegen aber auch kein spezielles Problem von Stadia – andere Cloud-Gaming-Angebote sind davon genau so betroffen. Ist eben ähnlich, als hätte man vergessen am TV in den Gaming-Mode zu schalten.

            • @Andre

              Wieso habe ich zu den Stadia-Cound-Servern ne Latenz von 5ms?

              Ich zocke mit Maus und Tastatur ohne spürbare Latenz und ja, ich habe ne 7000 Euro Gaming Kiste daheim. Stadia macht mir aber wegen der Flexibilität aktuell am meisten Spass. Gäbs dort alle Spiele, würde ich nur noch mit der Stadia zocken.

              4K HDR auf nem 65″ schaut in diversen Games super aus. Weder Aussetzer, Latenzen noch richtige Artefakte. Glasfaser dankt. Klar ist die Grafik nen bissel schlechter, RT fehlt, … aber wem fällt sowas während des Zockens auf?

              Deine Aussagen total übertrieben Aussagen mit meilenweit und 1.5 Generationen sind totaler Blödsinn. Oder liegt dein Problem ehr an ner schwachen Leitung?

              Hab zwar auch nen Shield Pro und RTX getestet, ab funktioniert nicht so gut wie Stadia bei mir. Hatte immer wieder Artefakte, teilweise asynchron.

              • André Westphal says:

                Es geht nicht nur um deine Serververbindung, sondern den Input Lag und der wird durch Stadia technologiebedingt erhöht, das ist auch gar nicht vermeidbar. Selbst bei lokaler Berechnung bist du da im Übrigen höher als 5 ms.

                Und klar: Die Grafik in Games liegt bei Stadia unterhalb einer Xbox One X, da ist man nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Dazu kommt aber noch die deutlich sichtbare Videokompression.

                Das Ganze ist schon interessant, aber aktuell für meine qualitativen Ansprüche halt noch nicht gut genug – zumal mich aber auch das Geschäftsmodell nicht überzeugt, da es bei Stadia viele neue Games gar nicht gibt oder sie sind teurer als auf anderen Plattformen.

                Letzten Endes entscheidet aber der Markt und da versagt Stadia bisher eben. Ich denke Google hat da einfach schon für einen zu schlechten Ruf von Stadia gesorgt. In Gaming Communities wird Stadia absolut nicht ernst genommen. Deswegen wäre es durchaus sinnvoll die Technik zu erhalten, aber Stadia in der aktuellen Form zu den Akten zu legen. Dann könnte es mit der Technologie dahinter noch etwas werden.

                • „Und klar: Die Grafik in Games liegt bei Stadia unterhalb einer Xbox One X, da ist man nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Dazu kommt aber noch die deutlich sichtbare Videokompression.“

                  Und das ist jetzt bei dir meilenweit? Akzeptiere doch einfach mal, dass es Leute gibt, die die Qualität sehr gut finden. Es ist zu merken, dass du bei Stadia Artikeln immer wieder die gleiche Platte abspielst. Wenn du auf die geilste Grafik ever stehst, nutze doch deine Xbox oder PS5 und meinetwegen deinen 5k Rechner. Stadia hat nicht den Anspruch besser zu sein als die genannten Geräte. Wenn ja, hätte ich gerne eine Quelle von dir.

        • Naja, Stadia bietet schon eine flatrate. Die Spiele, die man als Abonnent für 10€/monatlich aktiviert, bleiben dauerhaft, auch wenn man pausiert. Das ist im Grunde wie Xbox Live Gold oder PS Standard Abo. Ob einem die Spiele gefallen, ist immer so eine Sache. Ich finde den Mix nicht schlechter als bei der Xbox.

          Der Game Pass Ultimate hat zwar deutlich mehr Spiele und AAA Titel, aber das meiste ist Indiekram oder Shooter. Und Stadia hat sagen wir mal eher die Familie im Blick, da sind auch mal Titel, die eher in Richtung Nintendo gehen, also ohne Gewalt etc.

  6. Wo sind eigentlich die ganzen Mieser von gestern? Hat eure Glaskugel doch nicht funktioniert?

    Ich kann nur Lob für Stadia aussprechen.

    Als Cyperpunk released wurde musste ich mir keinen Kopf um 4k und 60FPS machen. Stattdessen Stadia pro und das Spiel bezahlt. Zwei Monate Spielspaß für knapp 90€.

    Um das bei mir Lokal zu spielen wäre ein komplett neues System von Nöten gewesen. Und die Schweinepreise von damals sowie heute will ich und muss ich nicht bezahlen. Da ich dank Stadia nicht andere Titel ohne Probleme zocken kann (RDR2, The Division, Ghost Recon, PUBG,…).

    Klar ist die Spiel-Auswahl sehr überschaubar. Aber das juckt mich nicht da die letzten beiden Titel (Cyperpunk und RDR2) die much interessiert haben bei Stadia sind.

    Deshalb danke Stadia dass ich während Corona ohne Probleme Zuhause zocken kann!

    • André Westphal says:

      „Als Cyperpunk released wurde musste ich mir keinen Kopf um 4k und 60FPS machen“, weil kein Interesse dran? Stadia stellt das Spiel ja weit unter 4K-Auflösung dar und dann auch nur mit 30 fps – 60 fps gabs dann bei ner 1080p-Darstellung. Dazu hatte das Spiel bei Stadia niedrigere Detaileinstellungen als die Xbox One X, rangierte also qualitativ unter den Konsolenversionen.

      Was aber tatsächlich ein erheblicher Vorteil war: Die Stadia-Version war nach der PC-Version mit Abstand die bugfreiste Variante und tatsächlich zum Launch daher, wenn man mit den Abstrichen leben konnte, eine sehr empfehlenswerte Version.

      • Aber muss es immer 4k sein? Spiele werden durch 4k, 8k, 16k und Raytracing nicht besser wenn die Story kacke ist. Schau zu, Beispiel mal den Darkside Detective an…da wird bewußt komplett auf gute Grafik verzichtet und macht trotzdem Spaß. Gerade Cyberpunk fand ich richtig super weil die Story gut war…um vergleich zu anderen Spielen (selbst Stadiaspielen) wie RDR2 war die Grafik meiner Meinung nach bei weitem schlechter…aber was solls. Darum geht es nicht…hauptsache der Spielspaß ist da.

        • André Westphal says:

          Du kannst auch heute noch alte Tapes, VHS-Kassetten und Röhrenfernseher nutzen – natrlich wird der Inhalt der jeweiligen Medien dadurch weder schlechter noch besser. Aber die Immersion wird durch bessere technische Qualität und damit auch weniger Störfaktoren für die Wahrnehmung natürlich höher – und der Spaß an der Sache erhöht sich.

          Wenn ich also die Wahl habe ein tolles Spiel in bester technischer Qualität zu genießen – klar, dann mache ich das. Mir wären daher bei Stadia zu technischen Kompromisse eben aktuell noch zu groß – das gilt aber genau so auch für andere Cloud-Gaming-Angebote.

          Ich werde aber nach aktuellem Stand auch mal einen längeren Bericht zum Thema Cloud-Gaming, Konsolen und Gaming-PCs in einer kleinen Gegenüberstellung machen. Zumindest leiere ich da gerade im Hintergrund ein Projekt an. Das wirds aber dann eben weniger um die Convenience und mehr um die technische Qualität gehen.

          Mein Anspruch ist übrigens nicht überall so hoch: Ich höre z. B. auch keine CDs, Blu-ray Audio oder Schallplatten mehr, sondern nur Audio-Streams über Mittelklasse-Bluetooth-Speaker. Das reicht mir da z. B. aus. Aber bei Filmen, Serien und Games bin ich dann eben für die Darstellung etwas anspruchsvoller – da hat jeder so sein eigenes Steckenpferd :-).

          • Kommt vielleicht auch darauf an ob man schon Hardware zu Hause stehen hat oder eben nicht. Der Anschaffungswiderstand ist halt nicht so hoch und wenn man die gute Qualität nicht kennt (so wie ich), dann stört einen das auch nicht.

            • André Westphal says:

              Das stimmt auf jeden Fall, vielleicht gehts mir dann wiederum bald mit den Konsolen so, wenn ich über PC-Gaming berichte – PC-Master-Race blickt ja auch hochnäsig auf alle anderen Plattformen herab :-).

  7. Ich nutze Stadia seit November letzen Jahres und spiele auf meinem iMac M1 vor allem Destiny 2.
    Einen extra Gaming PC zu kaufen, wäre zu teuer, da empfinde ich Stadia als gute Alternative, die auch super funktioniert.
    Ich hoffe Google bleibt dabei und wirft das Produkt nicht weg.

  8. Thomas Müller says:

    Bei diesem Spieleangebot wundert es mich nicht dass der Dienst eingestellt wird. Strategiespiele gibt es überhaupt nicht. Shooter bietet auch die Konkurrenz. Der Rest ist einfach nur Mist.

    • Von welcher „Konkurrenz“ sprichst Du?
      Etwa von Nvidia Geforce Now mit dem völlig lächerlichen Preismodell?
      Spiele woanders kaufen und dann muss ich mich entscheiden, ob ich pro Session 1, 6 oder 8 Std. zocken will?
      Für die 6 STd Session soll ich für 6 Monate und FHD 49,99 € zahlen. Ja nee… is klar….

      Stadia läuft (in der Auflösung) kostenlos und ohne Zeitlimit.
      Spiel mal „LS22“ mit einem Limit von jeweils 1 Stunde, um beim Re-Connect in der Warteschleife zu landen.
      DAS ist der lächerlichste Clouddienst…

  9. Ich verstehe auch nicht so recht, warum die Leute so austicken, wegen der White Label Geschichte… Meiner Ansicht nach ist es der große Vorteil von Cloud Gaming, dass man seine Hardware besser auslasten kann. Wenn Peloton halt ihre Minispielchen auf Stadia Hardware auf die Geräte streamen will, warum auch nicht? Die HW steht doch eh im Rechenzentrum von Google. Was wenn IKEA für seine Kindergefängnisse auch sowas bucht und ein paar Spielchen anbietet, die von Stadia Hardware gestreamt werden? Ich seh da keine Gefahr für Stadia eher im Gegenteil ist halt Cross-Funding der Stadia HW.
    Jede Playstation / Xbox / PC steht doch im Endeffekt 90% der Zeit übers Jahr betrachtet nur zu Hause rum und sammelt Staub! Wäre es nicht cool, wenn man die restlichen 90% auch noch irgendwie sinnvoll nutzen könnte? Genau dahin gehts nämlich mit Cloud Gaming. Gewissermaßen teilen sich viele Nutzer die Hardware und damit kann man dann günstige Preise bieten. Oder halt irgendwann mal maximale Grafik bei maximalen fps. Klar das ist noch Zukunftsmusik aber in 10 Jahren kann ich mir schon vorstellen, dass Cloud Gaming Angebote (damit meine ich nicht nur Stadia) für einen vernünftigen Preis die „bestmögliche“ Grafik bieten. Klar wenn man 6000 EUR für nen High End PC ausgeben kann oder möchte kann man sich das Ding auch zu Hause hinstellen, aber warum wenn man das Gleiche im Prinzip auch für ein paar EUR im Monat beim Cloud Gaming Anbieter bekommt stell ich mir das schon attraktiv vor!

    • Das wird auch, ganz sicher, so kommen. Natürlich sind die Hardcore-Gamer dagegen, einmal weil die ihre Anschaffung an Hardware vor sich selbst rechtfertigen müssen und weil die eben auf die Unterschiede achten. Ich sitze 4m von meinem 55″ UHD TV weg. ich merke kaum nen Unterschied ob Stadia im 4K oder 720p Modus läuft.
      Was sollen MS, Sony und Nintendo schon als Hardwarehersteller und „Gatekeeper“ davon halten? Jeder will doch seinen Kosmos schützen.
      Und irgendwie ist es natürlich so, als wenn man Anfang der 2000er Videotheken gefragt hätte, was sie von Streaming-Diensten halten. 🙂 Natürlich waren alle dagegen und haben kein gutes Haar daran gelassen, durchgesetzt hat es sich aber dennoch.
      Kleiner Fun-Fact: Der Blockbuster Videotheken Kette wurde mal Netflix zum Kauf angeboten……

      Ich denke das es in 10 Jahren gar keine Konsolen mehr geben wird, sondern die Spiele als „Services“ verkauft werden. Lediglich die Rechenpower des Rechenzentrums wird entscheidend sein.
      Für die Hersteller hat das nur Vorteile: Man verdient dauerhaft (monatlich) und man muss nicht mehr Hardware produzieren, die letzendlich über Spielekäufe quersubventioniert wird. Weder die Xbox noch die PS wird ja mit hoher Marge verkauft.
      Außerdem spart man sich die ganze Logistik mit dem Discs pressen, dem Handel etc. Zudem ist man die Raubkopienthematik los und den Gebrauchtmarkt für Spiele.

      Microsoft geht ja mit der Xbox Series S (ohne Laufwerk!) schon ein Schritt des Weges und baut einen eigenen Spiele-Streaming Dienst auf. Sony und Nintendo machen ja ähnliche Schritte.

      Und als letztes Argument: Die Spiele werden ohnehin immemr komplexer. Trotz BR Disc sind ja oft 100GB + Downloads notwendig. Dann kann ich die Spiele auch gleich übers Netz streamen….

  10. Bin auch seit zwei Jahren bei stadia und mir gefällt es gut.
    Es ist nichts für Hardcore Gamer die sich über ihre mehrere tausend Euro teure Hardware definieren und profilieren.
    Wer gern schraubt und der Meinung ist dass ein Spiel mindestens 4k haben muss, für den ist Stadia nichts.
    Wer abends einfach den Controller in die Hand nehmen möchte um zu spielen weil es Spaß macht kann es nutzen.
    Und Features wie Stream connect gibt es eben nur bei Stadia.
    Was ich spiele: Division 2, Tomb Raider, gern get packed mit Familie und Freunden.

    • Ralf Lüsebrink says:

      Aber die wird immer geben…früher waren das mal die HiFi-Freaks die angeblich den Unterschied zwischen normalen und vergoldeten Cinch-Steckern hören konnten…meine Kinder kennen nur die Switch und Stadia und sind begeistert…ich glaube nicht das man die später mit irgendwelchen Argumenten davon überzeugen kann dass sie für den selben Spielspaß den sie jetzt quasi kostenlos haben viel Geld für Gaming-Pcs oder Konsolen ausgeben sollen. Vielleicht dauert es einfach noch eine Gamergeneration.

      • André Westphal says:

        Ich sag ja, es kommt auf den technischen Anspruch an: Kostenlos ist bei Stadia ja erstmal auch nur die 1080p-Stufe, was in Kombination mit der Kompression dann schon wenig zeitgemäß aussieht. Das kann aber sicher manchem Gelegenheitsspieler, insbesondere an einem kleinen Screen oder bei hohem Sitzabstand, schon reichen.

        Allerdings ist Stadia nicht unbedingt kostengünstiger, vielmehr kommt es da arg darauf an, wie man den Dienst nutze: Spiele sind bei Stadia meistens deutlich teurer als für andere Plattformen. Je mehr man also spielt und entsprechend kauft, desto schneller wäre man mit einer Konsole am Ende sogar im Gesamtbild am Ende doch günstiger unterwegs gewesen, weil man bei den Spielepreisen gespart hätte.

        Das liegt aber auch daran, dass es bei den Konsolen eben noch Discs und damit einen Konkurrenzkampf unter den Händlern sowie einen Gebrauchtmarkt gibt. Sobald das wegfällt, wird dort auch das Preisniveau stark nach oben gehen.

        • Hallo Andre,
          so ganz korrekt ist Dein Kommentar nicht mehr.
          Ersmal sollten wir mal davon ausgehen, das sich kaum jemand die Frage stellen wird: „PS5/Xbox Series X oder Stadia?“. Wer absoluter Qualitäts- und FPS Fetischist ist, für den ist Stadia eh kein Thema.

          Es geht es eher um Einstiegskonsolen, die man als Vergleich heranziehen muss.

          Die Einstiegskonsolen haben immer häufiger eben kein Laufwerk mehr, wie die PS4/PS5 digital Editions oder eben die Xbox Series S.
          Die Xbox gibt es faktisch nur ihne Laufwerk, denn die „Series X“ ist ja fast nie lieferbar.
          Außerdem hat z.B. die „Series S“ so wenig Speicher, das ich nach einiger Zeit teuren zusatzspeicher kaufen muss – Fällt bei Stadia halt weg.

          Das Argument „günstige Spiele“ und „gebrauchte Spiele“ fällt also in der Realität meist weg, und man ist genauso auf Aktionen in den Shops angewiesen wie bei Stadia. Und diese Aktionen gibt es ja recht oft.

          Ich habe LS22 für 49€ gekauft, für andee Kosnolen kostet das Spiel auch noch „Mitte 40 €“, nur für PC ist es billiger, Auch RDR2 gab es schon für 25 € bei Stadia….
          Selbst das Argument „Ich hab noch alte Spiele“ zieht ja nur zum Teil, weil die PS3 Spiele eh nicht auf der PS4 laufen….

          • Genauso sehe ich das auch. Es ärgert mich jedes Mal lesen zu müssen, dass die Spiele dort ja viel teurer sind und das man alte Spiele vom PC nicht auf Stadia spielen bzw. integrieren kann. Das ist als wenn ich die angesetzten Preise im Playstationstore als Argument heranziehen würde. Da kauft man die Spiele auch im Angebot und zum Start kosten die dort genauso viel, wie auf Stadia.
            Zum zweiten Punkt, leider laufen meine Steamspiele nicht auf der Playstation bzw. ich musste mir z.Bsp. Skyrim für jede Konsole (PS, XBOX und Switch) kaufen. Da ist es auch nie ein Thema.

            Und ich bin heilfroh, dass ich mit Stadia kein Speicherproblem mehr habe. Wenn ich mir schon die Datenmenge von ESO, AC Valhalla und Cyberpunk vorstelle….da ist die SSD auf PC/PS/XBox voll. Und bei Stadia klicke ich einfach auf Start und los gehts, selbst mit ner 64 GB Platte. 🙂

            Allerdings finde ich die Kommunikation (inkl. Marketing) von Google in den letzten 2 Jahren nahezu katastrophal. Da wurde so viel falsch gemacht bzw. unterlassen …..
            Bin gespannt, wie es weiter geht.

  11. Ich habe Stadia seit November und bin sehr zufrieden!

  12. So oft wie du „Kompression“ erwähnst habe ich den Verdacht du hast den Chromecast per WLAN am Netz.
    Das sollte man lieber nicht machen.

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