Google+-Sign-In benötigt keinen Google+-Account mehr

Google muss sich häufig den Vorwurf gefallen lassen, das soziale Netzwerk Google+ mit aller Gewalt zu bevölkern. Nicht ganz unschuldig daran ist Google+-Sign-In, ein Weg sich über sein Google+-Konto in andere Dienste einzuloggen. Ein Google+-Account wird hier vorausgesetzt oder automatisch für einen erstellt.

Google ändert dies nun und bietet das Google+-Sign-In für alle Google-Account-Typen an. Egal ob Google-Apps-Nutzer oder Nutzer ohne Google+-Profil, hat man ein Google-Login, kann man auch Google+-Sign-In nutzen. Aber es gibt auch noch weitere Neuerungen bezüglich des Google+-Sign-Ins, die allerdings zum Teil mehr für die Nutzer auf Entwicklerseite interessant sein dürften.

Die Migration hin zu Google+-Sign-In, weg von Open ID und OAuth, ist sehr einfach gestaltet. Eine volle Kompatibilität von Google+-Sign-In und Open ID sorgt für eine sehr einfache Einbindung des Google+-Sign-Ins.

Die stufenweise Authentifizierung ist für Endanwender und Entwickler gleichermaßen nützlich. SO können Berechtigungen, die den Google-Account betreffen erst dann zugelassen werden, wenn diese tatsächlich benötigt werden. Nutzer können sich so mit Google-Sign-In einloggen, ohne Gefahr zu laufen, dass eine App oder ein Dienst plötzlich Zugriff auf alle Google-Dienste hat.

Hat zum Beispiel eine App die Möglichkeit, Playlisten in Google Drive zu speichern, wird zum Erststart der App nur die allgemeine Account-Information abgerufen und erst beim tatsächlichen Speichern gefragt, ob der Zugriff auf Google Drive erlaubt werden soll. Für den Endanwender sollte so leichter zu verstehen sein, welche Profil-Berechtigungen zu welchem Zeitpunkt gegeben wurden, während Entwickler sich kein Vorschussvertrauen für undurchsichtige Berechtigungen erarbeiten muss (nur Berechtigungen, die den Google-Account betreffen, nicht App-Berechtigungen).

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

14 Kommentare

  1. Das klingt spannend – kann ich jetzt etwa G+ Kommentare ohne G+ Account verfassen? So zumindest verstehe ich das. Weiß da jemand was näheres? ^^

  2. Da hast du was falsch verstanden. Dies wird auch in Zukunft nicht gehen und das ist auch gut so.

  3. Was bedeutet das nun genau?
    Ich will kein G+, brauche aber zwingend G+ für Kommentare im Play Store, ist das nun hinfällig?

  4. Casa: Einfach noch 3-4 mal den film angucken, überlegen, angucken, überlegen, … repeat….

  5. Ich dachte, ein G+ Account wird automatisch erstellt, sobald man ein Google Account hat

  6. Die sollen lieber den Mist fixen, den sie mit dem Account-Quatsch mit Youtube angerichtet haben. Dieser zwangserstellte Account nervt mich, jedes mal wählen welchen Account man verwenden will. Videos teilen ist nicht möglich, Playlisten sind nicht vorhanden… Furchtbar.

  7. JMK: Nein und das ist denke ich auch sinnvoll so.

  8. @mysticmagican: gibt mehr leute die damit zurechtkommen, bzw. den vorteil sehen. Ich finde es gut. Wieso sollte ich ein extra Youtube Account haben wollen ? Single Sign on rockt einfach !

    • @aka
      Problem nicht verstanden, aber kein Wunder, bei dem Mist, den Google da gebaut hat. Ganz einfach:
      Ich nutze nun seit Anfang 2006 Gmail. Mein auch in diesem Jahr erstellter und seit dem gepflegter Youtube-Account lief halt über diese Mail-Adresse.
      Nun war ja Google vor kurzem der Meinung, den Quatsch zusammenzuwerfen. Daraus resultiert nun, dass ich jetz 2 Youtube-Accounts habe, einmal den „richtigen“ und einmal den, der über meine G+-Identität läuft, welche es seit G+ gibt. Was totaler Schwachsinn ist, weil ich diesen Mist nicht wollte und auch nicht angelegt habe.
      Nun krieg ich die aber nicht mehr tot und das Vorher ohne Probleme mögliche Teilen von Videos geht nun nicht mehr, da beim Teilen über meine eigentliche „richtige“ Youtube-Identität keinerlei Kontakte mehr vorhanden sind – kein Wunder, die sind ja auch bei G+ und damit in dem tollen neuen „Youtube-Accout“. Nutze ich YT allerdings über diesen existieren keine Playlisten, Abos usw. – ebenfalls kein Wunder, denn mit diesem Account wurden diese ja auch nicht erstellt.

      Und daher darf ich jedes mal, wenn ich Youtube am Rechner öffne und bereits in einem anderen Google-Dienst eingeloggt bin, warten bis das kleine Fenster kommt, in dem ich dann aussuchen darf, mit welchem Account ich YT nutzen möchte.
      Hingegen am Tablet oder Handy ist das immer mit „Konto wechseln“ verbunden. Schlicht: es nervt. Und geht nicht zu deaktivieren. Also muß ich mit diesem Account-Wirrwar wohl offensichtlich leben…

  9. @john
    gilt aber nur für bestehende. Neue Accounts erstellen ja automatisch einen G+ Account

  10. Scheinbar versteht niemand den Artikel..Bitte nochmal einfacher erklären. Danke!

  11. coriandreas says:

    Ist doch klar warum. Google braucht seit der Erfindung/Entwicklung vom „Social Media Bot“ keine echten/realen Menschen mehr in seinem Netz, das wird die Nutzerzahlen auch ohne menschliche Aktivität in die Höhe treiben. Diese virtuelle Intelligenz dieser Bots müsste bereits die Fähigkeiten eines 4-jährigen Kindes weit überschritten haben! Der Mensch wird in Zukunft völlig obsolet.

  12. Es ist supereinfach bei youtube eine seite zu erstellen und so das G+ privatprofil von der youtube seite zu trennen

    • MysticMagican says:

      Schön. Und wie geht es anders herum? Ich will keine zwei Konten, sondern es so nutzen wie vorher.