
Für Spectre Variant 1 und Meltdown gab es bereits Updates, Sorgen macht aber weiterhin Spectre Variant 2. Diese Lücke lässt sich zwar patchen, jedoch geht dies in der Regel mit einem Leistungsverlust einher. Von bis zu 30 Prozent war die Rede, Google scheint nun aber einen Weg gefunden zu haben, die Lücke zu stopfen und trotzdem weiterhin die volle Leistung zur Verfügung zu haben.
Das ist für den Privatanwender vielleicht nicht ganz so interessant, aber man muss nur einmal an die ganzen Cloudanwendungen denken. Da macht sich jedes Fünkchen mehr oder weniger Leistung bemerkbar. Bei Google ist es sogar so, dass die Nutzung bestimmter Anwendungen auch Auswirkungen auf die Leistung anderer Anwendungen haben kann.
Aber auch für dieses Problem hat man nun offenbar eine Lösung gefunden, Retpoline wurde sie von Google getauft. So konnten bereits im Dezember alle Google-Produkte gegen alle Spectre-Varianten abgesichert werden, ohne dabei spürbare Leistungseinbußen zu erfahren. Google ist der Meinung, dass Reptoline der bisher beste Ansatz ist, er kann nun von anderen ebenfalls eingesetzt werden.
Wer sich für die technischen Details interessiert, der sollte sich Googles Blogpost zu Retpoline durchlesen oder gleich in die Details einsteigen. Auf jeden Fall schon interessant zu sehen, wie aus einem „das kann nicht gepatcht werden“ ein „wir patchen das ohne Leistungsverlust“ werden kann. Auch wenn es in diesem Fall vielleicht ein bisschen länger gedauert hat und das nicht heißt, dass nun plötzlich alle Spectre-Probleme verschwunden sind.