Google reduziert Videoqualität der Nest-Kameras aufgrund des Coronavirus

Seid ihr Besitzer von Nest-Überwachungskameras? Ist das der Fall, dann ist euch beim Ansehen der Aufnahmen eventuell aufgefallen, dass die Qualität etwas schlechter ist. Das liegt nicht am Internet, sondern an Google selbst. Das Unternehmen informiert seine Nest-Nutzer aktuell per Mail darüber, dass man die Qualität der Videos temporär nach unten schraubt, um die Belastung des Internets in Zeiten des Coronavirus und #stayathome zu verringern.

To answer the global call to prioritize internet bandwidth for learning and working, in the next few days we’re going to be making a few changes. We believe these changes have the potential to help make it easier for communities to keep up with school, work, and everything in between.

Eine Nest Cam IQ schiebt im Monat beispielsweise auf der hohen Videoeinstellung bis zu 400 GB Daten durch das Netz. Verringert man diese Einstellung auf eine geringere Stufe, sind es noch 300 GB.

Quality and bandwidth setting

Low

Medium low

Medium high

High

Typical monthly data usage

100 GB

200 GB

300 GB

400 GB

Solltet ihr mit der Änderung durch Google, über die ihr auch in der App informiert werdet, nicht einverstanden sein, dann könnt ihr diese Qualitätseinstellung wieder per Hand nach oben drehen. Google ändert also einfach die Standardeinstellung, ohne euch zu fragen.

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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27 Kommentare

  1. Dirk der allerechte says:

    Ich dachte wir haben die beste Infrastruktur komischerweise wird in Asien Nix gedrosselt, Und die sind mit viel mehr und viel höheren Traffic unterwegs in allen Bereichen, aber gut das man das wieder zurückstellen kann, wäre echt unglaublich bezahlen darf ich dann für die schlechte Bildqualität natürlich den normalen Preis…. Siehe Amazon, Netflix es fällt schon auf das gedrosselt ist… Da fragt man sich warum man dann dafür noch den Original Preis zahlen muss? Die Piraten Seiten leisten wenigstens noch 4K …

    • Wer ist denn „wir“? Die Drosselung bezieht sich ja nicht auf Deutschland oder Europa. Und woher hast Du die Info, dass in Asien nix gedrosselt wird?

      Und wenn es Dir nicht passt, kündige halt. Was geht mir diess Gejammer wegen temporär etwas weniger Qualität und der 2-3 € die man deswegen „zuviel“ zahlt auf den Keks. Einige scheinen immer noch nciht kapiert haben, dass wir in einer absoluten Ausnahmesituation sind und das Streaming-Abo unser kleinstes Problem ist. Sie froh, dass Du einen Job hast und es überhaupt noch bezahlen kannst.

      • die Frage ist doch eher, ob dann überall die Qualität auch wieder hoch gedreht wird, oder ob man dass als Anbieter vielleicht einfach „vergisst“.
        Könnte teilweise auch eine willkommene Einladung für manche Anbieter sein, Traffic-Kosten / Server-Kapazitäten zu sparen.
        Noch dazu hat man von den Netzanbietern (Telekom, Vodafone, etc.) und von DeCIX bisher keinen HilfeRuf wegen zu hoher Belastung gehört ?

        Schauen wir mal.

        • DeCIX ist irrelevant, die Netzanbieter in Gesamtheit auch … wenn ich hier (in der Großstadt) im Homeoffice von meiner üppigen Bandbreite kaum noch etwas spüre, weil die halbe Stadt gelangweilt zuhause rumhängt und streamt, dann wird es ja wohl kaum am Knoten in Frankfurt hängen, oder?
          Normalerweise habe ich bei Nutzung von Videomeetings und aller notwendigen Services zuhause keine Probleme, aber aktuell spürt man die Veränderung ab etwa 10 Uhr schon deutlich und das wird wohl nicht daran liegen, dass die alle zuhause Word aufgemacht haben 😉

        • Im Text steht, dass man es schon JETZT manuell wieder ändern kann. Also viel Wind um nichts. 😉

      • Dein Kommentar ist ökonomischer Mist! Mir persönlich ist das auch egal, aber: gerade weil wir in einer besonderen Situation sin geht das nicht mit der einseitigen Minderung der Qualität. Man kauft eine Leistung und für diese zahlt man auch. Wird also eine Seite des Vertrages geändert muß die andere auch angepasst werden und das GERADE weil viele in Kurzarbeit usw sind. Das sollten die großen Unternehmen hilfsbereiter sein und den Kunden entgegen kommen, wie z.B. der GVH in der Region Hannover.
        Nur weil wir ein schlimme Krise haben, kann man nicht einfach eine Verträge aushebeln und so Kommentare wie Deine sind einfach fehl am Platz.

        Vorschläge wie: das Geld was wir durch die BB Reduzierung einsparen spenden wir für Forschung oder mehr Gesundheitspersonal oder oder oder das wäre was anderes, aber hier wird sind bereichert auf Kosten der Krise. Und Dummerweise ist es auch noch wie Werbung, weil jeder darüber Berichtet.

        • Der Knackpunkt ist halt nur das z.B. Netflix dir nie eine Bandbreite zusichert sondern nur die Auflösung.
          Und da bietet Netflix ja noch immer SD,HD und UHD an

        • Hier wird nichts ausgehebelt oder eine Leistung nicht geleifert. Du zahlst für die Auflösung, nicht für die Bitrate. Von einer einseitigen Änderung des Vertrages kann also keine Rede sein.

          Und das momentan alle versuchen aufgrund des erhöhten Datenverkehrs die Datenmenge pro Nutzer ein wenig einzugrenzen, finde ich absolut nachvollziehbar. Ist bei uns in der Firma nciht anders.

  2. Toll diese Cloud Kameras, da kann der Hersteller hacker mässig eingreifen , vielleicht auch noch ein paar Bilder oder Video´s unterjubeln. Tolle Technik das schafft Vertrauen,

    • Vielleicht auch nicht.

    • Ghostrider says:

      Ebenfalls ein kritischer Nicht-User fast sämtlicher Cloud-Klamotten:
      Ja, es stimmt schon sehr nachdenklich, dass Dritte (und dazu zähle ich auch Hersteller oder Dienstleister/Provider) Zugriff (egal welcher Art) auf mein gekauftes Eigentum hat und somit meine Sicherheit bzw. Privatssphäre ad absurdum führt. Orwell lässt schon seit 1984 grüssen.
      Im Extremfall hieße das nämlich auch, die Cams könnten auch komplett deaktiviert werden. Wofür kaufe ich das dann.
      Dann lieber lokale Cams mit einem NAS…

  3. Als nicht user dieser Geräte:
    Wohin schaufeln die so viele Daten?

    • (Auch ein nicht Nutzer) Die Nest Kameras sind reine Cloud Kameras, diese laden alle Aufnahmen auf die Google Server hoch.

      Im Gegensatz zu vielen anderen Cloud Kameras (Blink usw.) laden diese nicht nur bei einer erkannten Bewegung Clips hoch, sondern es gibt einen konstanten 24/7 Live-Stream von der Kamera in die Cloud. Dies könnte die 400GB im Monat erklären.

      • uff das wären ja (31 Tage/Monat) 1,2MBit/s im Upload.
        Schaut man sich da die normalen Internetverbindungen in de an…

      • 400 GB im Monat vielleicht bei unkomprimierten Videodaten. Darum wird es sich hier niemals handeln. Kompression gibt nur mehr Daten aus, wenn sich am Bildinhalt was ändert, alter Hut. Das passiert gerade mal bei Helligkeitsschwankungen oder wenn jemand durchs Bild läuft.

  4. Was ist das eigentlich für eine Vollpfostentechnik? Wie ich das aus dem Text lese überträgt diese Kamera ununterbrochen Daten. Wohin eigentlich? Und Warum nicht nur bei Zugriff auf den Stream?

    @Caschy & Co: Könnt ihr herausfinden wie das genau funktioniert?

    • chilibrenntzweimal says:

      Sollte ein Einbrecher dein Heim aufsuchen, während deines Wochenendurlaubs etc. wirst du froh sein, dass die Kamera 24 Stunden aufzeichnet.
      Wobei ich zur Überwachung meiner Pflegebedürftigen Mutter eine genutzt habe, die nur bei entsprechender Bewegung aufgezeichnet hat. Aber halt einen Stream aufrecht hält, falls man zugreifen will. Ob das besser ist, als ne Permanente Aufnahme, weiß ich nicht

      • Man muss natürlich hoffen, dass die Einbrecher auch mal in die Kamera blicken und genug Licht vorhanden ist, um die (idealerweise unmaskierten) Einbrecher identifizieren zu können. Dennoch wäre es sehr praktisch, wenn die Kamera nur bei Bewegungen in ihrem Sichtfeld aufzeichnen würde – andernfalls viel Spaß beim Durchsehen eines Quasi-Standbilds auf der Suche nach den Sekunden, in denen Einbrecher durchs Bild laufen!

        • chilibrenntzweimal says:

          Hab das ja nicht angeschafft, um Einbrecher zu filmen, sondern meine Mutter hatte Demenz und ich wollte sehen, was sie tut, damit ich von zuhause aus eingreifen kann. Die Kamera, die ich hatte war ne günstige, die auch ein Mikro und Lautsprecher hatte, so konnte ich direkt mit meiner Mutter sprechen und war etwas beruhigter, sie alleine lassen zu müssen, während ich auf der Arbeit war.

        • Ghostrider says:

          Dafür gibt es für schmales Geld z.B. bei Aldi immer wieder mal LED-Nachtlichter mit Bewegungsmelder. Die Lichtstärke reicht bei mir alle mal aus.
          Prima Nebeneffekt: Bei Stromausfall (z.B. bei einem Brand) hat man eine gute Orientierungshilfe bzw. netzunabhängige Fluchtwegbeleuchtung.

        • Ghostrider says:

          Im übrigen muss man ja nicht zwangsläufig die Gesichter erkennen.
          Im allgemeinen reicht es, wenn die Bewegungserkennung in solchen Fällen per eMail Alarm schlägt und vllt. einen Snapshot oder einen kurzen Clip sendet, damit ich ggf. prüfen und die Polizei alarmieren kann.

      • Das meine ich mit Vollpfostentechnik, das Ding könnte sich ja „intelligent“ aktivieren. Den Stream lokal in Rotation speichern usw. … Da gibt es schon einige Möglichkeiten keine 400GB unnütz ins Netz zu streamen. Nicht nur wegen Corona! Was ist wenn 2 oder 3 dieser Kameras mein Grundstück überwachen? Hat jeder eine GBit Leitung? Fragen über Fragen.

        Für mich sieht das nach unintelligenter Ressourcenverschwendung aus

  5. Glückwusch zur Cloud 🙂

    Es kann wirklich niemand behaupten, nicht gewarnt worden zu sein. Bei nächsten mal verschickt Google das Backup der Fotos wieder an zufällige Fremde?

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