Google geht gegen Programme und Erweiterungen vor, die Werbung auf Webseiten ersetzen

Eine von Googles Einnahmequellen ist Werbung. Werbung im Internet ist ein riesiges Geschäft, an dem auch zwielichtige Unternehmen teilhaben. Nicht erst seit Lenovos Superfish-Debakel sind die sogenannten Ad Injectors bekannt. Programme, die Werbung auf Seiten einspielen, dortige Werbung entweder ersetzen oder einfach Werbung platzieren, wo gar keine sein soll. Dagegen will Google nun nach einer Untersuchung dieser Ad Injectors vorgehen.

Ad_Injector

Google hat letztes Jahr über einen längeren Zeitraum das Vorkommen von Ad Injectors untersucht. Jetzt wurden auch Maßnahmen eingeleitet, um die Nutzer besser vor solchen Programmen zu schützen, denn oftmals spielen sie nicht nur Werbung aus, sondern greifen auch Daten von Nutzern ab. 5,5 Prozent der Nutzer, die im Untersuchungszeitraum Google-Seiten besucht haben, waren mit Ad Injectors belastet. Das bedeutet Millionen Nutzer, die sich einer potentiellen Gefahr aussetzen und dies nicht einmal unbedingt wissen. Schnell ist so ein Zusatztool mitinstalliert, wenn man ein Programm, eine Erweiterung oder andere Dinge aus dem Netz lädt.

Als erste Maßnahme wurden aus dem Chrome Web Store 192 Erweiterungen entfernt, die mit Ad Injectors ausgestattet waren. Diese verstoßen dadurch nämlich gegen die Richtlinien. Auch wurden neue Safe Guards eingerichtet, die solche Erweiterungen im Chrome Web Store schneller erkennen sollen.

Chrome-Nutzer werden Warnungen angezeigt bekommen, wenn sie versuchen, eine mit einem Ad Injector ausgestattete Software herunterzuladen. Dieser Schutz ist auch über die Safe Browsing API verfügbar. Ist man bereits befallen, findet man auf dieser Seite Hilfe.

Außerdem informiert Google Werber, die von Ad Injections betroffen sind. Immerhin schaden solche Ad Injectors auch Seitenbetreibern, diese haben von eventuellen Klicks auf Werbung nämlich gar nichts, wenn diese nicht über das Netzwerk ausgeliefert werden für das man sich angemeldet hat.

Auch eine Änderung in den AdWords-Regeln gibt es. Auf diese Weise kann solche Software nicht mehr so einfach beworben werden. Diese Änderung sorgte dafür, dass nach einem Klick auf eine AdWords-Anzeige 95 Prozent weniger Safe Browsing-Warnungen ausgegeben wurden. Das ist nicht nur gut für den Nutzer. Zu guter Letzt ruft Google auch alle Werbeinvolvierten dazu auf, gemeinsam gegen diese Machenschaften vorzugehen, indem die Regeln entsprechend angepasst werden, um Verteilern von Ad Injectors das Handwerk zu legen.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

21 Kommentare

  1. „5,5 der Nutzer, die im Untersuchungszeitraum Google-Seiten besucht haben, waren mit Ad Injectors belastet.“ nicht gerade viel, oder fehlt da ein % 😉

  2. Apropo Werbung. Häufiger passiert es, dass ich mit dem Smartphone über Link bubble auf irgendwelche Apps automatisch verlinkt werde und die eigentliche Seite einfach wieder geschlossen wird. Das ist sehr ärgerlich und verursacht noch unnötigen Datenverkehr.

  3. lentille says:

    Gut so. Eigentlich müssten dann auch unseriöse VPN-Erweiterungen rausfliegen Steganos OkayFreedom geahndet werden. Das installiert nämlich auch Erweiterungen im Browser, die ungefragt personalisierte und kontextsensitive Werbung einblenden. Leider kommt das nicht vom Webstore, sondern von deren Website.

  4. chris1977ce says:

    Adblocker (egal in welcher Form Adblock, Adblock Plus oder uBlock Origin etc.) und gut ist mit dem Schmarrn!
    Wenn man Seiten unterstützen will – z.b. diese hier – kann man sie ja gezielt als Ausnahme hinzufügen.
    Bin schon seit gut 15 Jahren ohne Werbung im Netz unterwegs – angefangen noch mit Webwasher, Adblock (in verschiedenen Derivaten) usw.
    Dezente Werbung ist ja ok, aber Flashbanner die die Seite komplett überlagern usw. nerven nur noch – dafür zahle ich nicht!
    Ist wie im TV: Hartz4TV mit unsäglicher Werbung und Einblendungen wird ignoriert und komplett gemieden – dafür auf Streaming und PayTV zurückgegriffen.

  5. Der halbe Nutzer von den 5,5 hat vermutlich zwei Geräte: Eines ist infiziert, das andere nicht 🙂

  6. Dieter Duden says:

    Meine Güte. Hier sind sie also wieder, die Mega-Super-Ober-Checker, die sich anstatt am Artikel, an einem fehlenden „%“ ergötzen.

    Ihr habt wirklich einen so richtig, aber so richtig fett an der Waffel!

    Macht doch mal selber „irgendwas“ statt hier als Rechtschreib-Blockwarte rumzuhängen. Einfach irgendwas. Irgendwas produktives. Irgendwas, was nur annähernd an den Informationsgehalt dieser Meldung rankommt. Wär doch mal was, oder?

  7. @chris1977ce: Hast Du den Artikel nicht gelesen oder weisst Du nicht, was ein Ad-Injector ist… oder willst Du tatsächlich Ad-Injectoren mit AdBlocker bekämpfen!?

  8. @Dieter Duden:
    Hast du die Smileys nicht gesehen oder gehst du immer zum Lachen in den Keller?
    🙂

  9. chris1977ce says:

    @Yves: Wenn keine Werbung angezeigt wird kann sie auch nicht ersetzt werden – oder irre ich mich da?

  10. Dieter Duden says:

    @Tchooe Nope. Das ist nicht lustig. Zieht sich wie ein roter Faden durchs Blog. Ist ein Techblog. Kein Rechtschreibblog. So schauts aus.

  11. @Dieter Duden:
    Wer professionell Journalismus betreibt, der muss sich auch sprachlich auf einem entsprechenden Niveau bewegen.

    Du wirst auch von mir den ein oder anderen Hinweis an die Autoren finden. Ich habe sogar den Eindruck, dass die Autoren oft ganz froh darüber sind, wenn sie auf Fehler hingewiesen werden, denn die meisten Fehler werden nach den Hinweisen beseitigt, manchmal kommt sogar ein Dankeschön vom Autor zurück.

    Und sorry, wenn ich dir damit auf den Schlips trete, aber die Argumentation, dass eine korrekte Nutzung der Sprache in einem Tech-Blog unnötig ist, halte ich für völlig verfehlt.

  12. Dieter Duden says:

    @Tchooe Wer oder was bist du, dass du hier die Rechtschreibaufsicht machst und irgendwelche Rahmenbedingungen für dieses Blog hier definierst? Das ist schlichtweg erbärmlich hier rumzulungern und dann wie ein Windhund auf irgendwelche sprachlichen Fehler loszugehen. Ganz ungefragt. Einfach so. Wie weiter oben schon erwähnt, mein Vorschlag an dich: Mach was sinnvolleres! Nen Rechtschreib-Blog oder so. Würd ich mir dann auch mal anschauen.

  13. @Dieter Duden:
    Warum nur kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier jemand Hunger hat? Na schön, bitte:
    >

  14. @Dieter Duden
    „Nen“ ? Es heißt „ein“.
    Du solltest mal wieder die Grundschule besuchen.

  15. Dieter Duden says:

    @Mirko Nö. Wenn schon dann Tauchschule. Denn, angenommen wir wären jetzt in „Caschys kleinem Rechtschreibblog“, ja dann, aber nur dann, würde es weder „nen“ noch „ein“ sondern „einen“ heissen. Da wir ja aber bekanntlich „ganz wo anders sein tun“, sind alle drei Schreibweisen und 14 weitere korrekt. Das nun aber wirklich nur so nebenbei!

  16. @ Dieter Duden.
    Falsch. Deine Rechtschreibung ist miserabel und sollte hier nicht geduldet werden.
    Du bist ein verdammt erbärmliches Wesen.

  17. I'm not a Superhero™ says:

    @Dieter Duden, dein Name erlaubt es mir nicht deine aussagen auch nur im entferntesten ernst zu nehmen.. Spaß bei Seite. Wer erlaubt es dir, hier in Cashys blog andere zu flamen weil sie etwas zu diesem Blog beitragen indem sie auf Fehler aufmerksam machen?
    Ich würde dir eher vorschlagen mal eine sinnvollere Beschäftigung zu suchen anstatt die comunity hier zu haten.

  18. Michael says:

    Leute kommt mal runter. Der Cashy macht hier ne sehr gute Arbeit. Und wo gehobelt wird fallen Späne. Da passieren auch mal Fehler. Is ja nix weltbewegendes so ein Tippfehler. Lasst euch lieber zum Thema des Blogs aus.
    Diese werbe Malware hatte ich unlängst selber unwissentlich mal mit installiert und das bei ner Software aus vertrauenswürdiger Quelle – zumindest dachte ich das (Sourceforge.net, ging um Filezilla). Da hab ich mich sehr geärgert. Und auf meine Mail an die warum die mit sowas ungefragt unterschieben habe ich bis heute keine Antwort.

    PS: wer bei mir Rechtschreibfehler findet, darf diese behalten.

  19. I'm not a Superhero™ says:

    @Michael
    Sourceforge kannste bei sowas vergessen

  20. SteeBee says:

    @Michael: Der Artikel war aber nicht von Caschy (mit c btw ;)), sondern von Sascha. Mindert aber die gute Arbeit nicht. Keine Ahnung, warum man gleich auf die Barrikaden geht, nur weil jemand freundlich auf einen Fehler hingewiesen hat. Und der Kommentar von Sebastian war doch ganz lustig. Außerdem hat eine fehlende Einheit nichts mit Rechtschreibung zu tun. Für gewöhnlich bedanken sich die Autoren doch für derartige Hinweise; da darf man als Benutzer doch wohl noch freundlich (oder in einer lustigen Art) darauf hinweisen. Immer noch besser als die Trolle.

    @chris1977ce: Ich bin jetzt nicht sicher, ob AdBlock wirklich noch den Inhalt der Ad Injectors blocken kann oder nicht. Doch das kann ja keine Lösung sein. Wem soll das helfen? Dem Publisher (also z. B. diesem Blog), der damit keine Werbeeinnahmen hat? Oder dem Werbern, der damit nicht mehr werben kann? Google wird wohl kaum zu AdBlock raten, damit würden die sich ja selbst ins Bein schießen.

    Wenn AdBlock hilft, dann bekämpft es halt nur die Auswirkung, aber nicht die eigentliche Ursache. Willst du bestimmte Seiten von AdBlock ausnehmen, um diese zu unterstützen, bekommst du vermutlich deutlich mehr Rotz angezeigt. Schaden tut es damit quasi allen Beteiligten, außer den dubiosen Leuten, welche die Erweiterung geschaffen haben. Und zudem: Ist ja nichts anderes als Adware. Und so einen Mist möchte auch niemand auf dem Rechner haben, selbst wenn sich die Werbung blocken ließe.

  21. @chris1977ce
    […]oder irre ich mich da?[…] Jep, tust du. Diese Art der Werbung wird über Software auf dem betroffenen PC über die Internetseite gelegt. Die kann ein Ad-Blocker nicht blocken. Solche Software kommt meist Huckepack mit kostenloser Software und wird automatisch mitinstalliert, wenn man die automatische (meist als empfohlen markierte) statt der benutzerdefinierten Installation wählt. Dort kann man nämlich gewöhnlich einen Haken abwählen, der dann diese Software nicht mitinstalliert. Der unbedarfte Nutzer, für den sogar das simple Lesen des benutzerdefinierten Installationsvorgangs schon zu mühselig ist – und das gerne mit ‚Ich hab doch keine Ahnung von Computern.‘ begründet – installiert sich sowas gerne mit.