Google Play Store: Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten von Apps starten ab April

Apple machte es vor: Im App Store sind Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten verpflichtend. Nutzer sollen transparent und umfassend über das Sammeln von Daten in Apps sowie deren Verwertung informiert werden. Bereits im vergangenen Jahr gab Google bekannt, dass man ähnliche Schritte verfolgen wird.

Google informiert derzeit Android-Entwickler über das genaue Prozedere sowie die Verpflichtung des besagten Datenschutzberichts. So soll auch der Play Store bereits ab Ende April einen Abschnitt zur „Datensicherheit“ beinhalten. Jener soll darüber informieren, wie Apps Nutzerdaten sammeln, weitergeben oder auch schützen. Nutzer können anhand dieser Informationen dann selbst abwägen, ob sie sich eine App herunterladen oder möglicherweise für eine App der Konkurrenz entscheiden. Ab Ende April 2022 erwartet man eine Aufschlüsselung zum Umgang mit Nutzerdaten von allen Entwicklern. Ab dem 20. Juli ist das Einreichen des entsprechenden Datensicherheitsformulars auch für alle App-Aktualisierungen verpflichtend. Sukzessive solltet ihr ab dann also umfassende Transparenz eurer App-Anbieter erwarten können.

Bis April 2022 müssen alle Entwickler darlegen, wie sie Nutzerdaten für die von ihnen bei Google Play veröffentlichten Apps erheben und verarbeiten. Außerdem müssen sie genau aufführen, wie sie diese Daten mithilfe von Sicherheitsmaßnahmen wie Verschlüsselung schützen. Das gilt auch, wenn Daten über Bibliotheken oder SDKs von Drittanbietern, die Entwickler in ihren Apps verwenden, erhoben und verarbeitet werden.

Bleiben wir mal gespannt, wie umfassend das dann letztlich ausschauen wird. Die gezeigte Auflistung im Beispiel ist recht vielversprechend, ebenso die angefragten Informationen von den Entwicklern:

Google drängt fortan auch mehr darauf, dass Entwickler nur Daten erfassen und verwenden, die für Funktionalität und Verbesserung der App erforderlich sind. Zudem forciert man Sicherheitsbestrebungen bei Apps, die APIs in älteren Android-Betriebssystemen nutzen.

Der Datensicherheitsabschnitt beinhaltet auch eine Art „Gütesiegel“ für Entwickler, die sich zur Einhaltung der Richtlinien für Familien verpflichtet haben. In Sachen Datenschutz und Sicherheit beschränkt Google für Kinder beispielsweise Werbeanzeigen.

Was hat Google für dieses Jahr sonst noch so im Köcher? So wird im Sinne des Datenschutzes Googles Privacy-Sandbox-Initiative ausgebaut. Zudem gewährt man Entwicklern fortan Zugriff auf eine API, die es App-Anbietern einfacher macht, verdächtigen Datenverkehr und somit Betrug und Täuschung zu erkennen.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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Ein Kommentar

  1. Das wäre auch bei den Google Apps wünschenswert. Da wird aber der Freipass über sie googlplaydienste genutzt. Das hat alle Berechtigungen, da kann man bei den Apps selbst Mal schön auf bescheiden tun was die Berechtigung angeht…

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