Caschys Blog

Google Pixel Stand 2: Tolles Gerät, aber nicht vollständig ausnutzbar

Google wäre nicht Google, wenn man nicht parallel zu den neuen Pixel-Smartphones Pixel 6 und 6 Pro auch gleich noch weitere Hardware vorgestellt hätte – in diesem Fall den mittlerweile erschienenen Pixel Stand 2. Hierbei handelt es sich um das neue Modell des Ladedocks für Pixel-Geräte und Smartphones, die Qi-fähig sind. Hier greift dann das sogenannte Qi Extended Power Profile (EPP) für alle unterstützten Geräte, zu denen unter anderem auch die bisherigen Pixel-Smartphones (maximal 10 W Ladeleistung) zählen. Damit werden viele Geräte mit bis zu 15 Watt kabellos geladen.

Das Pixel 6 wird mit dem neuen Stand mit maximal 21, das 6 Pro mit maximal 23 W geladen. Das alles funktioniert allerdings leider selbst mit dem nun endlich veröffentlichten Januar-Patch für die beiden aktuellen Geräte noch nicht, was die Farce mit der frühen Veröffentlichung des Pixel Stand 2 nur noch verschlimmert.

Im Vergleich zum ersten Pixel Stand wirkt das neue Modell etwas klobiger. Die Abmessungen betragen 113,9 x 71,6 x 82,0 mm, einschließlich des eingebauten Lüfters. Das Gewicht liegt bei 79 g. Auf der Rückseite des rutschfesten Stand 2 findet ihr einen einzelnen USB-C-Port, wo das mitgelieferte Ladekabel mitsamt dem ebenfalls mitgelieferten 30-W-Schnellladegerät angeschlossen wird. Ich habe den Stand auf dem Nachttisch stehen, so wollte ich herausfinden, ob mich der Lüfter über Nacht nerven könnte.

Mein Pixel 6 Pro wurde zur Ersteinrichtung auf dem Stand 2 platziert, was dann auch direkt zu einem kleinen Setup-Vorgang führt, bei dem ihr unter anderem festlegen dürft, mit welchem Ladeprofil euer Gerät beim Auflegen geladen werden soll. Wer über Nacht am Bett lädt, wird vermutlich, wie ich, das lautlose Profil wählen. Wer es schnell mag, wird zum Profil „Max.“ greifen, das dann aber eben auch den Lüfter deutlich hörbar anwirft. Eine ruhige Nacht habt ihr damit garantiert nicht, auch wenn der Lüfter natürlich nicht brummt oder so. Der Mittelweg nennt sich „Optimiert“ und lädt eben automatisch mit angepasster Ladegeschwindigkeit und Lüftergeräusch. Tagsüber wird der Stand 2 also „lauter“ laden als über Nacht, etc.

Ich mag das Design des Pixel Stand 2 sehr, auch wenn hier der eine oder andere monieren mag, dass er recht klobig wirkt. Ins Google-Design passt das Gerät gut. Schade ist, dass das Ladekabel hinten am Lader sitzt und nicht darunter, weshalb man die knapp 2 Zentimeter des Steckers noch beim Platzieren mit einplanen muss. Nach gut zwei Stunden ist mein fast leeres Pixel 6 Pro im schnellen Lademodus wieder voll aufgeladen. Da sollten mit den versprochenen 23 W bessere Ergebnisse zu erzielen sein. Aber, wie schon erwähnt: Selbst mit Januar-Patch verweigert das Pixel 6 Pro trotz erneutem Anlernen des Pixel Stand 2 die Aufladung mit voller Leistung.

Auf der anderen Seite bin ich mir aber eben auch bewusst, dass ich hier kabellos lade und erwarte gar nicht, dass ich an dieselbe Ladeleistung wie kabelgebunden herankomme. Ich weiß, das sehen einige Tester anders, aber ich bleibe dabei: Wer sein Smartphone flott laden will, der weiß, dass er dafür das Kabel verwenden sollte. Punkt. Hierfür kann ich beim Pixel 6 Pro dann beispielsweise auch zum Lader des Pixel Stand 2 mitsamt Kabel greifen, das lädt mit 30 W.

Bei der Einrichtung habe ich aktiviert, dass der Nicht-Stören-Modus des Smartphones beim Auflegen zur Nacht automatisch aktiviert wird. Zudem könnt ihr einstellen, dass euch auf dem Display beim Laden Bilder aus eurem lokalen Speicher oder von Google Fotos eingeblendet werden, dass ihr eure eingebundenen Smart-Home-Gerätschaften über das Display erreicht und ihr dürft einen Sunrise-Alarm aktivieren. Hierbei wird das Display mit sanften Farben am Morgen nach und nach heller, während der eingestellte Alarm euch wach zu kriegen versucht. Ihr könnt den gesamten Einrichtungsprozess überspringen, bekommt dann am Ende aber maximal 9 Watt Ladeleistung für das Pixel 6 Pro heraus, was sicherlich nicht gewollt ist.

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Beim Laden selbst konnte ich in keinem der drei Lademodi feststellen, dass der Stand 2 auffällig warm geworden wäre. Das Laden im maximalen Modus ist mir persönlich zu laut, sodass ich mein Pixel 6 Pro so beispielsweise auch nicht beim Bloggen darauf laden würde. Für den Tag nutze ich das optimierte Laden, für die Nacht weiterhin das leise Laden. 79 Euro kostet das Gerät und am Ende meines Eindrucks frage ich mich, ob es einen Grund geben könnte, warum man von einem anderen Qi-Charger auf den Pixel Stand 2 upgraden sollte, außer eben das versprochene schnellere Laden beim Pixel 6 und 6 Pro?

Genau hier werden sich die Geister scheiden. Der Google-Fan greift vielleicht zu. Wer ein Pixel 5 sein Eigen nennt, wird aber keinerlei Verbesserungen beim Laden feststellen. Ergo bleibt der neue Stand nur pfiffige Peripherie für Besitzer eines der neuen Pixel-6-Geräte. Viel Mehrwert bekommt man nicht, egal von welchem Qi-Ladegerät man wechselt. Zudem lassen sich die Geräte auch nur senkrecht laden, wobei hier im Test wirklich völlig egal war, wie unüberlegt ich das Smartphone abstellte. Selbst wenn ich das Gerät einen Zentimeter zu weit seitlich hingestellt habe, hat der Charger seine Arbeit aufgenommen. Da reagieren andere Geräte schon eher zimperlich.

Fakt ist leider dennoch, dass es schon frech ist, wie früh Google den Pixel Stand 2 auf den Markt geworfen hat und selbst jetzt noch immer nicht dafür sorgen kann, dass Besitzer der aktuellen Pixel-Modelle von den versprochenen Ladeleistungen profitieren. Von daher gibt’s da von mir derzeit definitiv keine Kaufempfehlung, so komfortabel ich das Endprodukt auch finden mag.

TL;DR: Erledigt seinen Job bisher nur befriedigend / Pixel 6 und 6 Pro werden zukünftig schneller kabellos geladen / kein echter Ersatz zum Kabel / Lüfter nervt, wenn Maximalmodus genutzt wird / für den Preis nur etwas für eingefleischte Google-Fans

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