Google-Patent: Sich automatisch öffnender Laptop

Wer kennt das Problem nicht: Man sitzt vor seinem Laptop und muss das Display noch manuell nach oben klappen, um auch etwas sehen zu können. Geht es nach einem Patent von Google, ist dies ein Umstand, der einmal der Vergangenheit angehören sollte. Beschrieben wird nämlich das automatische Aufklappen und die korrekte Ausrichtung zum Nutzer. Nur durch Berührung einer Oberfläche, quasi wie bei manchen Kofferräumen bei Fahrzeugen.

Das Patent beschreibt dabei mehrere Möglichkeiten. Erkannt werden kann der Nutzer in einem der Setups auch bei geschlossenem Deckel, durch eine Rückseite angebrachte Kamera. Ist der Nutzer in der Nähe des Gerätes, könne die Aktion wie Aufklappen oder aus dem Standby kommen, automatisch durchgeführt werden.

Eine weitere Möglichkeit ist die automatische Positionierung des Displays nur in einem bestimmten Bereich, quasi den optimalen Blickwinkel automatisch einstellen lassen, wenn er Laptop bereits geöffnet ist. Ebenso wäre es möglich, dass ein Laptop gesperrt wird, wenn eben nicht der passende Nutzer davor steht.

Realisiert wird das Ganze über einen motorisierten Antrieb im Scharnier des Laptops. Inwiefern man hier gegen zu schnellen Verschleiß gewappnet sein möchte, wird im Patent leider nicht erklärt, das Scharnier war schon immer eine der großen Schwachstellen. Wobei man so natürlich auch die mechanische Nutzerinteraktion komplett herausnehmen könnte.

Teil des Ganzen sind auch diverse Sensoren, die eben dafür sorgen, dass ein Nutzer erkannt wird und ob er sich auch in der Nähe befindet. Wie das mit veröffentlichten Patenten aber immer so ist, sie sind kein Garant dafür, dass ein Hersteller tatsächlich an einem solchen Produkt arbeitet, beziehungsweise diese Technik in ein Produkt einfließen wird.

Interessant wäre das schon, wobei mir am wahrscheinlichsten und auch am praktischsten durchführbar, die Feinjustierung für den perfekten Blickwinkel erscheint. Wäre eine automatische Ausrichtung / ein automatisches Öffnen eines Laptops für Euch ein Grund für einen zweiten Blick oder entscheiden da doch noch andere Faktoren?

(via Patently Mobile)

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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11 Kommentare

  1. Hammer! 😀

  2. endlich

  3. Christian. Hartmann says:

    wieder ein teil mehr das kaputt werden könnte.

  4. Für Menschen mit Beeinträchtigung sehe ich das als ein Vorteil an, für normale Menschen ist das nur Unfug.

  5. Ernsthaft, ich würde durchdrehen wenn sich der Bildschirm ständig irgendwie bewegt weil er denkt ich könnte dann besser sehen. Ich kann meinen Kopf gerade noch so selbst in die richtige Position bringen (bzw. den Bildschirm). Das wäre auf jeden Fall ein Nicht-Kaufen-Grund.

  6. Hammer… geht das dann mit einer Sprungfeder auf damit ich nicht ewig warten muss wenn ich mich an den Laptop setze? Oder soll ich dann tatsächlich abwarten bis das mini Motörchen den Bildschirm langsam aufklappt? Oje!

  7. „Wer kennt das Problem nicht: Man sitzt vor seinem Laptop und muss das Display noch manuell nach oben klappen, um auch etwas sehen zu können.“

    ??? Welches Problem?

  8. Ach, das machen die doch nur, damit irgendjemand ein Epic Sax Gandalf Video im Büro drehen kann, wo alle Laptops im Takt mitnicken ;-).

  9. Endlich BEIDE Hände frei für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens 🙂

  10. Schnapsidee
    Ich würde mir das keinesfalls kaufen.
    Erfahrungsgemäß gehen solche Dinger auf wenn man es nicht will und – wichtiger – gehen nicht oder nur langsam auf wenn es dringlich ist.

  11. Bullshit-Patent des Monats? Sicher schon auf der Liste der EFF…

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