Google: Offenbar Einigung mit FTC im Streit um Tracking von Kindern bei YouTube


Google hat in Europa schon die eine oder andere Strafe zahlen müssen, die von der Europäischen Kommission verhängt wurde. Aber auch in den USA sieht sich Google nun einer Millionenzahlung gegenüber. Schuld daran ist das Tracking von Kindern bei YouTube. Das ist nach dem Children’s Online Privacy Protection Act (COPPA) nicht erlaubt, wurde aber so praktiziert. Das hat die Federal Trade Commission auf den Plan gerufen, mit der sich Google nun laut Washington Post geeinigt habe.

Während die genaue Höhe der Zahlung (eine Strafe scheint es ja nicht zu sein, wenn man sich geeinigt hat) unbekannt ist, soll sie im Millionenbereich liegen. Für ein Unternehmen mit Milliardengewinnen also eher etwas für die Portokasse. Google hat während der Untersuchung schon reagiert und Inhalte für Kinder zum Beispiel für Kommentare gesperrt. Auch wird über eine komplette Auslagerung der Inhalte nachgedacht.

In diesem Fall geht es aber eben darum, dass Kinder unter 13 Jahren getrackt wurden. Google begründet dies damit, dass die Inhalte eigentlich für älteres Publikum gedacht seien, Kinder aber mit Erlaubnis der Eltern schauen können. Ob die Erlaubnis tatsächlich eingeholt wurde, könne man aber. nicht überprüfen. Das Gesetz sieht den Schutz aber nur für Seiten und Anwendungen vor, die direkt an Kinder gerichtet sind, oder von denen der Anbieter tatsächlich weiß, dass sie von Kindern genutzt werden.

Google wird die Zahlung nicht allzu sehr schmerzen. Und das ist vielleicht auch ein bisschen das Problem. Die großen Tech-Firmen können erst einmal machen und sich dann, sofern denn überhaupt einer etwas beanstandet, quasi im Nachhinein über eine kleine Gebühr für das Fehlverhalten entschuldigen. Der „angerichtete Schaden“ bleibt, wird bis zum nächsten „Ooooops“ aber wieder vergessen. Google ist da natürlich nicht alleine, die ganze Branche nimmt sich da nicht viel und den allgemeinen Nutzer interessiert es viel zu wenig.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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2 Kommentare

  1. Da liegt es dann aber auch an den Nutzern. Man kann davon ausgehen, dass alles, was man online macht, von irgendwem protokolliert und ausgewertet wird. Im Regelfall ist das sogar notwendig, wie sollen die Dienste sonst funktionieren.

    Vielen wäre schon damit geholfen, wenn sie ihr Telefon bspw. während der Arbeitszeit oder beim Essen mal in den Flugmodus stellen würden oder wenn sie zum einkaufen gehen das Handy zu Hause lassen.

    Einfach mal gucken, wie oft am Tag man sein Handy im Grunde nicht nutzt oder wenn dann nur zur Ablenkung. In diesen Zeiten oder Situationen kann man es dann auch abschalten.

    Merke ich ja bei mir selbst. Auf der Arbeit kann ich ohnehin keine Privatgespräche führen, da reicht es dann auch, später die Mailbox abzuhören. In meiner Mittagspause bin ich auch mit anderen Dingen beschäftigt, da gucke ich höchstens nch der Uhrzeit.

    Und wenn ich mich mit Freunden treffe, telefoniere oder chatte ich auch nicht mit anderen, dass muss dann warten.

    Wer pausenlos am Smartphone klebt, hat doch neben der Überwachung tiefsitzendere Probleme.

    • Hier geht es aber um Kinder unter 13 Jahren. Hab das Gefühl, dass du den Artikel nicht gelesen hast, aber erstmal Deinen Sermon absondern musstest.

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